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2. Bundesliga Nord , 7. Spieltag

OWL-Derby endet mit Punkteteilung

Herforder SV - FSV Gütersloh 1:1 (0:0)

Text und Bilder von Ralf Dauksch

26.10.2011  Am siebten Spieltag stand das Ostwestfalen-Derby zwischen dem Herforder SV und dem FSV Gütersloh an. Bei sonnigem Wetter strömten 640 Zuschauer ins Stadion, mehr als bei allen anderen Partien des Tages in der Nordstaffel zusammen! Das Duell der auch in der Tabelle benachbarten Mannschaften endete 1:1.

Strafraumszene

Güterslohs Keeperin Anja Berger braucht hier nicht einzugreifen, Rebecca Granz klärt vor Giustina Ronzetti.

Für beide Mannschaften begann das Derby mit vielen Unsicherheiten, Fehlpässen und wenig Strafraumszenen, die Nervosität war allgegenwärtig. In der neunten Spielminute schlug Desirée Lenz eine Flanke auf die in den Fünfer eilende Anna Laue, der Ball versprang dieser aber auf dem holprigen Rasen im Ludwig-Jahn-Stadion und Gäste-Keeperin Anja Berger konnte die Situation entschärfen. Nur wenige Sekunden später erreichte ein verunglückter Laue-Pass Berger erneut, die den Ball diesmal nicht richtig kontrollieren konnte, so dass Giustina Ronzetti ihr das Leder abnehmen konnte, dann aber das leere Tor verfehlte. Auf der anderen Seite dauerte es bis zur 17. Minute, bis ein wenig Gefahr aufkam. Nach einer Ecke konnte Yvonne Hansmeier den Ball aber aus dem Strafraum schießen. Herford war in der ersten halben Stunde näher an der Führung als die Gäste. Nachdem Desirée Lenz zunächst einen Schuss aus 35 Metern nur knapp über die Latte setzte, konnte Ronzetti nach schöner Vorarbeit von Laue und Hansmeier den Ball ergattern und in den Strafraum vordringen, ließ sich aber in letzter Sekunde von Lena Hackmann stören, die zur Ecke klärte. Herfords Torhüterin Friederike Abt, die bis zu diesem Zeitpunkt einen ruhigen Nachmittag hinter sich hatte, musste eingreifen, als Annabel Jäger aus 15 Metern abzog. Diese Chance schien die Gütersloherinnen aufgeweckt zu haben, denn kurz darauf war Jäger wieder auf dem Weg Richtung Tor, rutschte aber im Zweikampf aus und verlor den Ball. Überraschenderweise entschied die Unparteiische auf Foulspiel und Freistoß von der Strafraumgrenze. Lina Magull trat an, schoss direkt auf das Tor, traf aber nur die Latte. Nur vier Minuten später eine ähnliche Szene an der gleichen Stelle. Wieder hatte die in vielen Situationen unsichere Schiedsrichterin ein Foul gesehen, dieses Mal blieb der Freistoß von Magull in der Herforder Mauer hängen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit verpasste Annabel Jäger die Gästeführung, als ihr Versuch aus der zweiten Reihe knapp das Ziel verfehlte. Lena Hackmann war da schon näher dran, aber ihr Kopfball aus 20 Metern endete an der Latte. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Kabinen, das Spiel war bis zu diesem Zeitpunkt eher unattraktiv und zerfahren.



Zu Beginn des zweiten Durchgangs gab es eine Ecke für die Gastgeberinnen, aus dem Gewusel heraus kam Christina Drewitz zum Abschluss, ihr Schuss ging aber über das Tor. In der Folge passierte erst mal nicht mehr viel, auf Herforder Seite scheiterten Desirée Lenz und Anna Laue genauso wie auf Gütersloher Seite Katrin Posdorfer mit Freistößen, bevor in der 67. Spielminute Kristina Gessats Pass in die Spitze Lina Magull erreichte, die sich diese Chance nicht entgehen ließ und ihr Team in Führung brachte. Kurz darauf gab es Freistoß für den FSV, aber Magull verpasste die Vorentscheidung. Der Herforder SV gab nach dem Rückstand nicht auf. Als ein Herforder Angriff nur noch durch ein Foulspiel gestoppt werden konnte, nahm sich die ehemalige Gütersloherin Anna Laue den Ball und schoss ihn von der Strafraumgrenze über die Mauer aber unter die Latte ins Netz zum gefeierten Ausgleich und ließ dabei die Gütersloher Torhüterin nicht besonders gut aussehen. Jetzt wollte der HSV mehr, ein Freistoß von Jacqueline Dünker wurde abgewehrt, den folgenden Eckball trat Jil Urbas schön auf die eingewechselte Deniz Harbert, ihr Schuss ging aber über den Kasten hinaus. In der Nachspielzeit scheiterte Desirée Lenz noch einmal an Anja Berger, auch ein Freistoß von Annabel Jäger stellte Friederike Abt nicht vor größere Probleme.

Friederike Schaaf Das Ergebnis ist in etwa leistungsgerecht, auch wenn der FSV Gütersloh die besseren Chancen hatte. Beide Mannschaften leisteten sich über die gesamten 90 Minuten zahlreiche Fehler und zeigten kein hochklassiges Fußballspiel, bleiben aber im Rennen um den Aufstiegsplatz, weil der bisherige Tabellenführer BV Cloppenburg mit einer 2:5-Niederlage aus Potsdam zurückgekehrt ist.














Herforder SV:
Abt - Drewitz, Schaaf, Dünker, Hansmeier (72. Harbert) - Wermelt (78. Horst), Voss, Lenz, Bujna (37. Urbas) - Laue, Ronzetti

FSV Gütersloh:
Berger - Bröckl (89. Paul), Claassen, Granz, Barwinsky - Hermes, Posdorfer (67. Widowski), Gessat, Jäger, Hackmann (79. Schmücker) - Magull

Tore:
0:1 Lina Magull (67.)
1:1 Anna Laue (83.)

Gelbe Karten: Lenz, Wermelt / Hermes

Schiedsrichterin: Anna Katharina Scheib mit Wiebke Schneider und Johanna Ochs

Zuschauer: 640



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