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2. Bundesliga Nord, 8. Spieltag

Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh

Tennis Borussia Berlin – FC Gütersloh 2000 2:0 (0:0)

Text und Bilder von Christian Heidler

09.11.2008   Wer bei dieser Ansetzung auf ein Spitzenspiel gehofft hatte, wurde enttäuscht. Weder der Tabellenführer aus der Hauptstadt noch der ambitionierte Klub aus Ostwestfalen boten eine ansprechende Leistung in einer Partie, welche die Gastgeber aufgrund der besseren Chancenverwertung letztlich verdient für sich entscheiden konnten.

Die Gastgeberinnen fanden schnell ins Spiel und bauten Druck auf. In der in der 5. Minute führte dies zu einer Doppelchance für Stefanie Mohr, deren erster Schuß durch eine klasse Fußabwehr von Torfrau Kathrin Wojtasik entschärft werden konnte. Gütersloh meldete sich erstmals in der 8. Minute gefährlich vor dem Gehäuse der Berliner, doch Lena Hackmanns Schuß von halbrechts strich am langen Eck vorbei.

Verletzungspause

Hart aber fair. Anissa Holzhaus wird zu einer Behandlungspause vom Feld geführt. Schiedsrichterin Christine Weigelt hatte die Partie stets gut im Griff und kam auch ohne Karten aus.

Gütersloh versuchte in der Folge vornehmlich durch Konter für Gefahr zu sorgen, scheiterte aber während des gesamten Spiels viel zu oft an der Abseitsstellung seiner Spielerinnen. Wenn ein Zuspiel in die Spitze aber mal gelang, dann konnte es gefährlich für die Lilaweißen werden. Bestes Beispiel war bereits in der 10. Minute ein Gütersloher Vorstoß, dessen Abschluß durch Birgitta Schmücker von Torhüterin Kerstin Prusas erst im Nachfassen unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Gütersloher Ersatzspielerinnen

Der letzte Cowboy... Güterslohs Ersatzspielerinnen erfreuen sich beim Warmmachen in der Halbzeitpause an ihrem Heimatlied.

Beide Torfrauen zeigten Leistungen mit Licht und Schatten. Glänzen konnte Prusas bei einem Freistoß von Lauryn Welch (23.) in einer Phase, als Gütersloh Oberwasser hatte. Gegen Ende eines 1. Durchgangs, der kampfbetont geführt wurde, aber durch viele Ballverluste und nur wenige


Torchance

Vorbei. Jacqueline Scheuren (29), Constanze Heß, Birgitta Schmücker (30), Anissa Holzhaus (20), Lisa-Marie Scholz (7), Anja Barwinsky (9), Franziska Liepack (5), Kerstin Prusas und Senem Özer (22) verfolgen die Flugbahn des Balles, der letzlich am Berliner Gehäuse vorbei fliegt.

gelungene Kombinationen gekennzeichnet war, verstärkte Berlin wieder seine Angriffsbemühungen. Sehenswert war Mohrs Solo durch die Gütersloher Reihen in der 39. Minute, doch Jana Teodoridis vermochte die Attacke nicht erfolgreich abzuschließen.

78 Zuschauer im Mommsenstadion hatten eine wenig erwärmende Halbzeit zu sehen bekommen. Wenigstens bei den Ersatzspielerinnen der Gäste kam etwas Freude auf als die Stadionregie den Countryklassiker „Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh“ zu deren Aufwärmübungen spielte.

Aus den Kabinen kam der Spitzenreiter als die entschlossenere Mannschaft. Im Anschluß an einen Eckstoß in der 49. Minute köpfte Senem Özer das 1:0. Etwa eine Viertelstunde später erhöhte TeBe fast in Kopie des ersten Treffers: Wieder zog Teodoridis eine Ecke von rechts auf den langen Pfosten und wurde per Kopf verwertet. Diesmal war die großgewachsene Kerstin Straka erfolgreich. Kurz zuvor hätte Jacqueline Scheuren bei einem Konter den Ausgleich erzielen können, ihr schwach geschossener Ball beriete Prusas aber keine großen Schwierigkeiten.

1:0 für TeBe

Das Original. Der Kopfball von Senem Özer (hinter Jessica Brückner (15)) schlägt über Kathrin Wojtasik zum 1:0 ein.

Durch zahlreiche Wechsel unterbrochen verlief die Schlußphase eher ereignisarm. Der FCG tat sich schwer damit, das Spiel nun machen zu müssen. TeBe konnte nun auf eigenem Platz kontern, war dem dritten Treffer näher als die Birker-Elf dem Anschlußtor, ging aber zu fahrlässig mit den sich bietenden Möglichkeiten um.


Auch die Einwechslung von Maren Wallenhorst änderte nichts mehr am Geschehen und so blieb es beim 2:0 Sieg der Borussen, die damit ihre Spitzenposition ausbauen konnten.

Für die Gütersloher, die nun schon einen Achtpunkterückstand auf Aufstiegsrang 1 haben, dürfte es eine eher melancholische Heimreise geworden sein. Da hat der schon genannte Thommie-Bayer-Song sicherlich noch nachgehallt.

2:0 Für TeBe

Die Kopie. Die Österreicherin Kerstin Straka steigt am langen Pfosten in die Höhe, köpft das 2:0 und bereitet Borussen-Trainer Thomas Grunenberg, der an diesem Tag Geburtstag feiert, eine weitere Freude.

Tennis Borussia:
Prusas - Özer, Liepack, Holzhaus, Stassen, Wilder (46. Fechner), Hess, Brückner, Teodoridis, Straka (84. Hoppe), Mohr (90. Joderi-Shoferi)

Trainer: Thomas Grunenberg

FC Gütersloh 2000:
Wojtasik - Posdorfer (67. Wallenhorst), Schiller, Drewitz, Hackmann, Welch (55. Widowski), Scholz, Barwinsky, Gessat, J. Scheuren, Schmücker

Trainer: Andre Birker

Tore:
1:0 Özer (49.)
2:0 Straka (65.)

Gelbe Karten: Keine

Schiedsrichterin: Christine Weigelt (Leipzig)

Zuschauer: 78

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