2. Bundesliga Nord, 3. SpieltagGerechte PunkteteilungFC Gütersloh 2000 - 1. FFC Turbine Potsdam II 1:1 (0:0) | ||
Von Nora Kruse (Text u. Fotos)
Eine gegen alle und alle gegen eine: Lauryn Welch (Mitte) fehlte es immer wieder an Unterstützung ihrer Mitspielerinnen.
Die Turbinen konnten mit diesen Geschenken ihrerseits jedoch wenig anfangen, machten sie doch die gleichen Fehler wie die Gastgeberinnen. „Die erste
Halbzeit war ziemlich schwach“, so Trainer Thomas Kandler. „Wir haben viel zu viele Fehlpässe gemacht.“ Von Güterslohs amerikanischer Spitze Lauryn
Welch zeigte sich Kandler dagegen begeistert, „die hat uns ganz schön zu tun gegeben“. Noch mehr hätte Welch ausrichten können, wenn sie bei ihren
Angriffen nicht so allein gelassen worden wäre. Nicht selten hatte sie es mit drei Gegenspielerinnen zu tun, ihre Teamkameradinnen rückten zu langsam
oder gar nicht auf. Auch die Zuspiele auf Welch waren mehr schlecht als recht und kamen meist in Form von hohen Bällen auf die doch recht kleine
US-Amerikanerin.
|
Monique Kerschowski hat gut lachen: Absolut verdient war ihr Ausgleichstreffer in der zweiten Halbzeit. | |
Eine etwas stärkere Viertelstunde erlebten die Gastgeberinnen zu Beginn der zweiten Halbzeit. Zunächst hatte Kristina Gessat nach einem Freistoß die
Möglichkeit zur Führung, doch die Potsdamer Abwehr konnte den Ball noch von der Linie kratzen. Nach 53 Minuten fand Anja Barwinskys Flanke Jacqueline
Scheuren, die den Ball souverän im Potsdamer Kasten unterbrachte. Die Neu-Gütersloherin war es auch, die vier Minuten später noch die Chance hatte,
auf 2:0 zu erhöhen, doch Torhüterin Maria Doll war zur Stelle.
Jacqueline Scheuren ist beim FCG zur Stammspielerin avanciert und krönte ihre engagierte Leistung mit dem Führungstreffer. „Es war ein gerechtes Unentschieden“, erklärte Kandler nach der Partie und auch Birker stimmte ein. Es trafen zwei Mannschaften aufeinander, die beide unter ihren Möglichkeiten geblieben waren und sich in der Anzahl der Fehler in nichts nachstanden. Fehlpässe in Hülle und Fülle, Ungenauigkeiten, wenig Bewegung – obwohl man im Vorfeld vom Spitzenspiel der zweiten Liga gesprochen hatte, hatte diese Partie |
nur wenig Unterhaltungswert.
Da Gütersloh nach fünf Jahren in dieser Saison unbedingt den Aufstieg ins Oberhaus realisieren möchte und Potsdam auch als Meister keine
Aufstiegsberechtigung hätte, ordnete Birker diesen Punkt jedoch in die Kategorie wertvoll sein. „Gegen Potsdam werden noch ganz andere Mannschaften
straucheln.“
| |