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2. Bundesliga Nord, 22. Spieltag

Kielerinnen verabschieden sich mit Sieg in die Sommerpause

FFV Neubrandenburg - KSV Holstein Kiel 0:2 (0:1)

Text und Fotos: Hauke Hansen

31.5.2007   Mit dem 2:0 über Neubrandenburg am Pfingst- montag gaben sich die „Holstein Woman“ selber das Sahnehäubchen auf einen gelungenen Saisonabschluss 2006/2007. Durch den Punktgewinn im Gepäck verbesserten sich die Kielerinnen am letzten Spieltag der 2. Bundesliga Nord auf den 7. Tabellenplatz. Den Neu- brandenburgerinnen bleiben jedoch zwei Relegationsspiele gegen Erzgebirge Aue an den kommenden Wochenenden nicht erspart.

Die Neubrandenburgerinnen machten von Anfang an durch kluge Spielzüge reichlich Druck und erspielten sich ein ums andere Mal gute Torchancen durch Carolin Schumski (9., 33, 36), Katja Blehk (9.), Nicole Zweigler (17.) und Franziska Witt (29.) heraus. Nur beim Abschluss fehlte den 4-Tore Städterinnen das Glück. Die Kieler Torfrau Katna Ihrens hielt alles, was zu halten war.

Carola Ebert und Rachel Pashley

Hier versucht die Neubrandenburgerin Carola Ebert, Rachel Pashley am flanken zu hindern

Auf der Gegenseite hatten die „Holstein Woman“ mehr Glück und Geschick, die wenigen Torchancen auszunutzen. Die Kieler Stürmerin Sandra Bannas bereitete diesmal beide Tore vor. In der 38. Minute gelang ihr ein Musterpass auf Sabine Pürwitz, die mit einem Heber aus gut 25 Metern die gegnerische Abwehr überspielte und die zu weit vor dem Tor stehende Keeperin Anna Coldewey ausspielte. Mit dem 1:0 für die Kielerinnen ging es bei drückender Hitze in die Pause.

Catharina Schimpf und Kati Krohn

Catharina Schimpf (links) und Kati Krohn, die den Siegtreffer für Kiel erzielte, boten eine Sitzfußballeinlage

In Halbzeit zwei hatten die Neubrandenburgerinnen den Kielerinnen nicht mehr viel entgegen zu setzen. Mit der Führung im Rücken spielten die „Holstein Woman“ befreiter auf, machten mehr Druck und bekamen dadurch immer mehr Spielanteile.

In der 56. Minute hatte zwar Nicole Zweigler den Ausgleich auf den Fuß. Ihr 30-Meter Schuss verfehlte nur knapp das leere Kieler Tor. Im Gegenzug hatte


Schuss Carolin Schumski

Neubrandenburg hatte durchaus Chancen wie hier beim Schuss von Carolin Schumski in der 80. Minute. Doch die Gäste aus Kiel waren effektiver beim Ausnutzen ihrer Gelegenheiten, so dass sie am Ende die Punkte mit nach Hause nehmen konnten

Sandra Bannas die Möglichkeit das Spiel vorzeitig für die Kielerinnen zu entscheiden. Nach einem Solosprint (58.) durch die gegnerische Spielhälfte, hatte Banni bereits Torfrau Coldewey ausgespielt, jedoch Judith Gransow wehrte den Ball vor der Torlinie noch ab.

Als in der 62. Minute erneut Sandra Bannas Mittelfeldspielerin Kati Krohn mit einem Musterpass bediente, brauchte Krohn nur noch ihre Gegenspielerin Gransow auszuspielen und den Ball mit dem linken Fuß ins rechte untere Toreck zu drücken. Die 15 mitgereisten Kieler Anhänger bejubelten lautstark das 2:0.

 Catharina Schimpf und Svenja Scheffke

Catharina Schimpf und Svenja Scheffke im Kopfballduell

Die Neubrandenburgerinnen wollten das Spiel noch nicht verloren geben und spielten sich weitere Torchancen heraus. In der 80. Minute setzte Carolin Schumski einen Fernschuss ans Lattenkreuz des Kieler Tores. Die sonst gut agierende Kieler Torhüterin Katna Ihrens hätte in dieser Situation keine Chance gehabt, den platzierten Schuss abzuwehren.

Nina Jokuschies vor Katja Blehk

Kiels Kapitänin Nina Jokuschies erwischt hier den Ball vor Katja Blehk, Rachel Pashley kann sich gleich nach vorne orientieren

Auf Kieler Seite hatten Martina Pulkis (82.) und Sabine Pürwitz (85.) zwei weitere Möglichkeiten,


das Ergebnis nach oben zu korrigieren.

Am Ende war das 2:0 für die Kielerinnen mehr als verdient. Damit wurde, wie im Vorjahr, die Saison mit 33 Punkten beendet. Zwar konnte der 6. Platz aus dem Vorjahr mit 9 Siegen, 6 Unentschieden und 7 Niederlagen nicht erreicht werden. Aber das bessere Torverhältnis mit 38:35 Toren in dieser Saison (33:40 Vorsaison) spricht für eine konstante Leistungssteigerung der "Holstein Woman".Auf der Rückfahrt nach Kiel – die etwas länger dauerte – wurde der Saisonabschluss reichlich gefeiert. Am Samstag dürfen die „Holstein Woman“ nun auf der Ostsee bei einem gesponserten Surflehrgang zeigen, ob sie auch auf dem Wasser standhaft sind.

Sandra Bannas gegen Keeperin Coldewey

Sandra Bannas, die hier an Neubrandenburgs Keeperin Anna Coldewey vorbeizieht, bereitete beide Treffer vor



FFV Neubrandenburg:

Coldewey - Knoll, Schimpf, Oldendorf, Koop (46. Antje Wagner) - Witt, Ebert (46. Schmidt), Schumski, Gransow - Blehk, Zweigler (64. Waschitzek)

KSV Holstein Kiel:

Ihrens - Scheffke, Wölki, Pérez Traulsen (82. Stelck) - Mohr (46. Pulkis), Pashley, Jokuschies, Schildt (71. Ehrhardt), Krohn - Bannas, Pürwitz

Tore:
0:1 (38.) Pürwitz
0:2 (62.) Krohn

gelb: Gransow - Pashley

SR: Hahn (Berlin) mit guter Leitung

Zuschauer: 94


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