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2. Bundesliga Nord, 18. SpieltagKlassenziel erreicht!KSV Holstein Kiel - 1. FC Lok Leipzig 2:1 (0:1) | ||
Text und Fotos von Hauke Hansen26.4.2007 Der Verbleib der „Holstein Woman” in der 2. Frauen-Bundesliga Nord ist für die Kielerinnen nur noch Formsache. Gegen Lokomotive Leipzig erspielten sich die Holsteinerinnen drei wichtige Punkte und belegen mit 10 Punkten Abstand zum Relegationsplatz eine gesicherte Position im Tabellenmittelfeld. Den glücklichen Sieg stellten nach 0:1-Rückstand das Stürmerduo Sandra Bannas per Foulelfmeter und Nicole Preiß zum 2:1 für die Kieler sicher. Jetzt kommt der „Holstein Woman” Express in Fahrt! Mit dem 2:1 gegen Lokomotive Leipzig bauten die Kieler ihre Erfolgsserie auf 13 Punkte aus fünf Spielen aus. Auch, wenn es einer Portion Glück bedurfte. Die Kielerinnen erreichten nur mit Hängen und Würgen gegen am Ende nur noch neun Leipzigerinnen den Abpfiff. Schon der Start fing sehr holprig - dieses Prädikat verdiente sich auch der Platz - an. Schon in der 2. Minute köpfte Karoline Aulrich im dritten Versuch - Keeperin Katna Ihrens und Stefanie Mohr „putzen” 2 mal den Ball vor dem Kasten weg - zur Führung für die Sachsen ein. Fortan taten sich die „Holstein Woman” schwer, Tormöglichkeiten heraus zu spielen. Das bevorzugte schnelle Spiel durch das Mittelfeld war kaum möglich. ![]() Karoline Aulrich, hier bedrängt von Nina Jokuschies mit einem Fallrückzieher, erzielte bereits in der 2. Minute die Führung für Leipzig. Leipzigs Spielführerin Anja Pioch nahm erfolgreich Stürmerin Sandra Bannas in enge Manndeckung. Auch, wenn die Kielerinnen mal durch waren, gab es des öfteren zweifelhafte Abseitsentscheidungen durch das Schiedsrichtergespann. Da auch die Gäste um Trainer Frank Tresp trotz optischer Vorteile keine zwingende Tormöglichkeiten den Zuschauern präsentierten, fehlte bei herrlichem Wetter die richtige Spannung vor den Toren. ![]() Leipzigs Kapitänin Anja Pioch klärt hier vor Sandra Bannas Sommerfußball? Nach dem ersten Platzverweis für Lok mehr denn je. Nachdem Anja Fleischer in der 15. Minute gelb sah, zeigte die Unparteiische der Leipzigerin nach harmlosem Foulspiel vier Minuten später die gelb-rote Karte. Bei einem zügig ausgeführten Freistoß soll die Leipzigerin nicht den korrekten Abstand eingehalten haben. Holstein Kiel versuchte in Überzahl das Spiel offener zu gestalten. Aber ohne nennenswerten Erfolg. Selbst nach einem weiteren Platzverweis der Leipziger, ließen die Gäste kein Entfalten der Kieler zu. Kurios: nach Notbremse einer Leipzigerin an Nicole Preiß zeigte Schiedsrichterin Trenkner der besten Torschützin in Liga Nord die rote Karte! Das Kieler Publikum |
Nicole Preiß (links) erzielt das Siegtor für Kiel, Katrin Franke und Torfrau Griseldis Meißner sind machtlos | |
verstand die Fußballwelt nicht mehr. Hatte die Referee eine Schwalbe gesehen? Dann bitte gelb! Oder war es ein nachträgliches Foul von Preiß? Dann wäre die rote Karte gerechtfertigt! Nein, nein – es war ein Foul ihrer Gegnerin. Auf dem Weg vom Platz kam für Nicole Preiß an der Seitenauslinie rechtzeitig der Rückruf und der Handshake von der Unparteiischen. Schiedsrichterin Trenkner bemerkte nach kurzer Orientierung noch rechtzeitig ihre Fehlentscheidung. Foul von Leipzig, rot für Leipzig. Aber: Wo war die Täterin? Nach langer Rücksprache mit der zuständigen Assistentin herrschte weiter Ungewissheit. Erst nach einem Wortwechsel mit Loks Spielführerin Anja Pioch gab es Gewissheit. Für die sich zur Mittellinie zurückgezogene Innenverteidigerin Stefanie Beltz gab es die rote Karte. ![]() Beinahe versehentlich vom Platz gestellt: Nicole Preiß, die von Stefanie Beltz (am Boden) nur per Notbremse gestoppt werden konnte. Am Ende sah dann doch Beltz die rote Karte Sandra Bannas drückte nach aufregenden Minuten cool und sicher den Elfmeterball rechts unten ins Tor zum Ausgleich (57.). 11 Kieler gegen 9 Leipziger! Zwei Spielerinnen also mehr, jetzt müsste es doch endlich mehr Torchancen geben! Weit gefehlt! Die Kielerinnen verstanden es nicht, diese(n) Vorteil(e) zu nutzen, da die Sachsen jeglichen Spielfluss zu Nichte machten. Die Gastgerber zeigten zu wenig Bewegung ohne Ball, waren ungenau im Spielaufbau und versuchten immer zuviel(?) mit langen Bällen durch die Mitte zu spielen. Wahrlich kein Genuss für die Zuschauer. ![]() Kopf an Kopf: Leipzigs Keeperin Griseldis Meißner und Kiels Stürmerin Sandra Bannas Wie gut, dass Doreen Bock den Gastgeberinnen nicht den Sonntag verdarb. In der 75. Minute marschierte Loks Nummer 20 zielstrebig durch die Kieler Abwehr Richtung Tor. Ihr Flachschuss aus spitzem Winkel vorbei an der |
herauseilenden Torfrau Ihrens verfehlte das lange Eck nur knapp. Ahhhhhh! Aufatmen auf der Holstein-Bank. ![]() Leipzigs Sabine Dettmer klärt hier in höchster Nor vor Jytte Stelk, Torfrau Griseldis Meißner braucht nicht mehr einzugreifen
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