Text und Bilder von Marko Schiller 26.9.2005
Bei sommerlichem Temperaturen und strahlendem Sonnenschein verfolgten 120
Zuschauer das Nachholspiel von Turbine Potsdam II gegen den SuS Timmel in
der Waldstadt in Potsdam.
Vom Beginn an agierten beide Mannschaften sehr agil und spielfreudig. Die
ersten zehn Minuten waren sehr ausgeglichen, jedoch ohne nennenswerte
Torraumszenen. So war es auch nicht verwunderlich, dass ausgerechnet ein
Schuss aus etwa zwanzig Meter von Nicole Parlow die Gastgeberinnen in
Führung brachte. Dies geschah in der 10. Spielminute und war der gelungene
Abschluss einer schönen Einzelleistung der Torschützin.

Auf beiden Seiten gab es spannende Torszenen, hier eine Kopfballchance für die Potsdamerin Josephine Schlanke. Doreen Buß von Timmel steigt mit hoch. Häufiger vor dem gegnerischen Tor war jedoch das Team von Potsdam.
Beflügelt von dieser
Führung, wurde das Potsdamer Spiel jetzt offensiver und es folgten diverse
Torchancen. So konnte die herauslaufende Torhüterin von Timmel, nur zwei
Minuten nach dem Treffer, noch knapp vor der durchgestarteten Jana Böhme
klären. Von nun an häuften sich die Chancen für Turbine, jedoch ohne
weiteren zählbaren Erfolg. Eine Kopfball- (18. Minute) und
Freistossmöglichkeit (29. Minute) vergab Carolin Schiewe, Pia Marxkordt
verfehlte in der 24. Minute nur knapp das Tor.
In der 34.Minute konnte jedoch vom
Potsdamer Anhang das mittlerweile verdiente 2:0 bejubelt werden. Aus etwa
elf Metern schoss Anne Heller unhaltbar für die Keeperin ein, nach schöner
Vorarbeit über die linke Aussenbahn von Annelie Brendel.

Das 2:0, der Ball schlägt gleich ein, Torschützin ist Anne Heller, die im blauweißen Trikot links von der Bildmitte mit dem Rücken zur Kamera steht.
Der Jubel war kaum
verklungen als der Ball erneut im Tor der Gäste zappelte. Torschützin war
die erneut stark aufspielende Jana Böhme in der 37. Spielminute. Der Druck
der Potsdamerinnen wurde nochmals intensiviert und so ergaben sich weiter
Chancen für Josephine Schlanke, Carolin Schiewe und Anne Heller.
Letztgenannte scheiterte in der Nachspielzeit eher an ihren Nerven, als an
der Torfrau, da sie diese bereits ausgespielt hatte und zu lange überlegte.
So konnte die Abwehr von Timmel letztlich doch noch klären. Mit 3:0 ging es
somit in die Pause, wobei die Gastgeberinnen durchaus höher hätten führen
müssen.
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Geburtstagskind Annelie Brendel (wurde am Samstag 22 Jahre alt) links, und
Juliane Höfler rechts stoppen einen Timmeler Angriff, vorgetragen von Marie Lücke am Ball und Tina Winston.
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In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel zunehmend. Der
Potsdamer Co-Trainer Klebitz meinte nach dem Spiel, man habe sich dem Wetter
angepasst und Sommerfussball geboten in der zweiten Halbzeit. Die Gäste
versuchten ihrerseits endlich zu Torchancen zu kommen und agierten
druckvoller und engagierter. Dies wurde durch eine zurückhaltendere
Spielweise der Hausherrinnen begünstigt. Höhepunkte gab es in den zweiten 45
Minuten nur sehr wenige. Josephine Schlanke sah in der 51. Minute die gelbe
Karte, der Trainer von Timmel wurde in der 66. Minute hinter die Barriere
gebeten, da er zum wiederholten mal die Coaching-Zone verlassen hatte und
sich lautstark über einen Pfiff der Schiedsrichterin beschwerte.

Potsdams Juliane Höfler konnte mit dem Spiel zufrieden sein.
In der
72.Minute dann ein Doppelwechsel auf Potsdamer Seite. Christin Lütdke kam
für Nicole Parlow und Nadin Sandmann für die verletzte Pia
Marxkordt (Schlüsselbeinbruch). In den letzten fünf Minuten der Partie versuchte
dann Potsdam noch mal das Ergebnis zu verbessern, aber sowohl Schiewe als
auch Böhme und Lütdke scheiterten. So blieb es beim verdienten 3:0
Heimerfolg der Turbinen. Damit klettern sie wieder auf Platz 2 der Tabelle
und fahren in 14 Tagen zum Spitzenspiel nach Gütersloh. Dort sollte mit der
gezeigten Leistung der ersten Halbzeit ein Punktgewinn möglich sein.
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Drei Anmerkungen zum Abschluss. Eine sehr faire Geste des Gästetrainers war
der Hinweis an die Potsdamer Bank, dass ein Fan von Timmel nach Abpfiff
einen bereitliegenden Ersatzball als “Souvenir” mitnehmen wollte und dies
dadurch verhindert werden konnte.
Er gehörte allerdings nicht zu der lautstarken und freundlichen Fangruppe
die ihr Team trotz Rückstand weiter anfeuerten und jederzeit in der
Waldstadt willkommen sind.

Die Fangruppe aus Timmel nach dem Spiel
Und abschließend ist erwähnenswert, dass endlich der Neubau in der Waldstadt
fertig gestellt werden konnte und somit endlich neue Umkleidekabinen und
Sanitäranlagen für die Spielerinnen bereitstehen.
1.FFC Turbine Potsdam II:
Ullrich - M.Kerschowski, Mucha, Höfler, Schlanke - Parlow
(72. Lütdke), Schiewe, Brendel - Marxkordt (72. Sandmann), Heller, Böhme
SuS Timmel:
Hilbers - D. Buß, Feddermann, Völsch, Ihben - Lücke,
Gulbis (39. Janssen), Büscherhoff - Wenke (46. Dirks), Winston, S. Buss (72.
van Laaten)
Tore:
1:0 Parlow (10.)
2:0 Heller (31.)
3:0 Böhme (36.)
Schiedsrichterin: Gathmann (Barsinghausen)
Gelbe Karte: Schlanke
Zuschauer: 120
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