Von Marko Schiller (Text) und Jan Kuppert (Fotos) 05.04.2006
Zur Freude der Turbineanhäger erlaubte der Spielplan der Ersten auch mal
wieder einen Besuch der Zweiten von Potsdam, und dann ausgerechnet auch noch
im Lokalderby.
So war die für Waldstadtverhältnisse große Anzahl von Zuschauern nicht
verwunderlich. Dazu versüßte bestes Fußballwetter in Potsdam das gebotene
Spiel. Beide Mannschaften gingen mit viel Schwung in die Partie und Potsdam konnte
bereits in der 2. Minute die erste herausgespielte Chance, über die rechte
Seite, durch Wiebke Balke verzeichnen. Gefährlicher wurde es bei einer Ecke
in der 5. Minute, wobei sich das Erfolgserlebnis nicht einstellen wollte.
In der 8.Minute verzeichnete dann TeBe seine erste Torchance, als sie im
Anschluss an ihre 1.Ecke die Verwirrung im Potsdamer Strafraum nicht nutzen
konnten.
Dann ließ der anfängliche Schwung allerdings langsam nach und beide
Mannschaften begannen sich zu neutralisieren, und somit waren Torchancen
Mangelware. Dafür wurden diverse Abseitspositionen der Gästemannschaft
registriert.
In der 15.Minute konnten sich die Hausherrinnen dann über links erfolgreich
durchsetzen und gefährlich nach innen passen, aber zuletzt war dann doch
noch ein Verteidigerbein der Gäste dazwischen.
 Potsdams Wiebke Balcke im Zweikampf mit Natalia Mataln
In der 23. Minute setzte sich dann Carolin Schiewe über die rechte Seite
durch, passte von der Grundlinie in die Mitte zu Nadin Sandmann, die den
Zweikampf gegen die Abwehrspielerin verlor. Bei dieser Aktion verletzte sich
die Potsdamerin am Sprunggelenk und mußte direkt ins Krankenhaus gebracht
werden. Die Trainer reagierten sofort und brachten an ihrer Stelle Pia
Marxkordt in die Partie.
 Nadine Sandmann musste mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden und wird vermutlich mehrere Wochen ausfallen. Gute Genesung!
Das Spiel verflachte zunehmend und erst in der 42. Minute erwachten alle
wieder bei einem tollem Fernschuss der Gäste. Somit ging es mit 0:0 in die Halbzeitpause.
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Großer Jubel bei den TeBe-Ladies nach dem Sieg in (fast) letzter Minute.
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Leider bestätigte sich das Bild der letzten Minuten der ersten Halbzeit auch
in der zweiten Halbzeit. Vieles gelang auf beiden Seiten nicht und so
bedurfte es eines Weitschusses von Nicole Parlow, der auf die Latte
klatschte, um für Szenenapplaus zu sorgen.
 Akrobatische Einlage von Pia Marxkordt - hinten Michaela Schulz.
In der 65. Minute wechselte dann der Gästetrainer seine Stürmerin aus, für
Franziska Kelm kam Kerstin Straka.
Langsam erarbeitete sich TeBe ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld und
bekam das Spiel immer mehr in den Griff. Zunächst war es jedoch Juliane
Höfler in der 74.Minute, die das erste Tor des Tages auf dem Fuß hatte. Fast
im direkten Gegenzug konnten sich zwei TeBe-Spielerinnen durchsetzen und
tauchten vor Stephanie Ullrich auf. Diese blieb lange stehen und konnte so
die Möglichkeit vereiteln.
 Pia Marxkordt (l.) im Kopfballduell mit Ex-Turbine Franziska Liepack.
Kurz darauf reagierte Potsdams Trainergespann und brachte Verena Baier für
Nicole Parlow.
Die letzten Minuten dominierte dann TeBe und kam zu weiteren Chancen. Dabei
konnte sich die Potsdamer Torfrau sehr gut in Szene setzen und
hunderprozentige Torchancen vereiteln. Allerdings unterlief ihr in der 86.
Minute der spielentscheide Fehler. Nachdem sie zuvor noch glänzend zur Ecke
geklärt hatte, unterlief sie eben diese
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hereingeschlagene Ecke und Kerstin
Straka konnte per Fuß zum 0:1 verwandeln.
Die leichte Schlußoffensive der Heimmannschaft konnte TeBe souverän
überstehen und so stand es am Ende 0:1 und die Revanche für das verlorene
Hinspiel in Berlin war gelungen.
Gästetrainer Sven Thoß äußerte sich später zufrieden über die Leistung seiner
Mannschaft. Aufgrund der guten zweiten Halbzeit seines Teams ging für ihn
der knappe Sieg auch in Ordnung. Überrascht zeigte er sich von den
schwindenden Kräften der Turbinen in den letzten Spielminuten, aber er betonte,
dass sie sicher noch das Spiel gegen Wolfenbüttel in den Beinen hatten. Eine
sicherlich faire und korrekte Einschätzung des Gästetrainers.
 Ex-Turbine-Trainer Sven Thoß sammelte mit TeBe wichtige Punkte gegen seinen alten Club.
Aufstellungen
1. FFC Turbine Potsdam II
Ullrich - M.Kerschowski, Schlanke, Mucha, Höfler - Schiewe, Parlow (77. Baier), Heller, Hagemann - Balcke, Sandmann (29. Marxkord)
TeBe Berlin:
Prusas - Borochinski, Liepack, Krengel, Yaren - Schoknecht, Schulz, Mataln, Fietkau, Brückner - Kelm (65. Straka)
Tore:
0:1 Straka (86.)
Karten: -
Schiedsrichterin: Daniela Schneider (Limbach-Oberfrohna)
Zuschauer: 95
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