Von Marko Schiller (Text und Fotos) 13.09.2005
Bei ungemütlichem und feuchtem Wetter fanden sich etwa 100 Zuschauer zum
Spiel des Aufstiegsaspiranten Tennis Borussia Berlin gegen die zweite
Mannschaft von Turbine Potsdam am Eichkamp ein. Dies war gleichzeitig ein
Wiedersehen des TeBe-Trainers Sven Thoß mit seiner alten Mannschaft. Diese wollte den
guten Saisonstart mit einem Punktgewinn in Berlin untermauern. Entsprechend
hatte das Potsdamer Trainergespann die Mannschaft aufgestellt und agierte mit
Viererkette und drei Spitzen.
Nach anfänglichem Abtasten beider Mannschaften gelang Turbine der erste
Paukenschlag. In der 9. Spielminute fand ein geschickt von Anne Heller durch
die Abwehr gespielter Ball Carolin Schiewe, und diese verwandelte freistehend
vor dem Tor zum 0:1 aus Sicht von TeBe. Dies führte zu Unruhe in der
Heimmannschaft, da man selbst kein gefährliches Angriffsspiel aufziehen
konnte.
Zudem machten die jetzt noch stärkeren Offensivbemühungen der Potsdamerinnen
der Berliner Abwehr zu schaffen. So konnten sie in der 14. Minute nur mit
Mühe einen schön vorgetragenen Angriff durch Jana Böhme über die rechte
Seite zur Ecke klären. Diese Ecke nutzte in der 15. Spielminute Carolin
Schiewe per Direktabnahme am langen Pfosten zum 0:2.

Pia Marxkordt leitet einen Angriff im Mittelfeld ein, im Hintergrund die
Potsdamer Ersatzbank
Mit dieser Führung im
Rücken verlegten sich die Potsdamerinnen nun auf solide Defensivarbeit mit
gelegentlichen Kontern. Die Berlinerinnen mühten sich gegen die stark
spielende Abwehr um Anne Mucha vergebens und liefen häufig ins Abseits.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Jana Böhme noch die Chance auf 0:3 zu
erhöhen, scheiterte allerdings an der Torfrau.
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Geburtstagsgrüße der Potsdamer Fans an die ehemalige Spielerin Franziska
Liepack, die einen Tag vorm Spiel Geburtstag hatte
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Personell und spielerisch unverändert ging es in die zweite Halbzeit.
Trainer Thoß hatte seine Mannschaft in der Halbzeit auf Offensive
eingeschworen. So verbesserte sich das Spiel der Hausherrinnen zunehmend,
ohne jedoch von Erfolg gekrönt zu sein. Viele Abseitspositionen und
schlechten Pässe in die Spitze verhinderten den zählbaren Erfolg. In der
61. Minute wechselte Trainer Kandler das erste Mal und brachte für die
ausgepowerte Jana Böhme, die treibende Kraft neben Carolin
Schiewe war, und brachte Nadin Sandmann.
In der 67. Spielminute brachte ein Eckball die Berlinerinnen zurück ins
Spiel. Beim Getümmel im Fünf-Meter-Raum wurde die Torfrau Bellinghoven
attackiert und Franziska Kelm köpfte ungehindert zum Anschlusstreffer ein.
Neue Hoffnung keimte bei Trainer und Mannschaft auf. Doch nur drei Minuten
später stellte Anne Heller den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Nach einem
Solo über die linke Seite bis in den Strafraum hinein, schloss sie mit einem
fulminanten Schuss ins rechte obere Eck ab.
Kurz darauf wechselte TeBe die Stürmerin Frauke Prüser ein und Potsdam
verstärkte das defensive Mittelfeld durch Paula, die die offensive und agil
agierende Annelie Brendel im Mittelfeld ablöste. Das Spiel war entschieden
und so spielten beide Mannschaften nur noch das Nötigste. TeBe fehlten die
Ideen und die Durchsetzungskraft, Potsdam war mit dem Ergebnis zufrieden.
Der Endstand wurde in der 80. Minute besiegelt, als die Torfrau von TeBe im
Strafraum einen harmlosen Ball unter dem Körper durchrutschen ließ und die
nachsetzende Nadin Sandmann zum 1:4 einschieben konnte.
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Dieser Angriff von Potsdams Jana Böhme wurde zur Ecke geklärt. Aus dieser resultierte das 2:0
TeBe darf sich vorerst von jeglichen Aufstiegsträumen verabschieden und
Turbine II setzt verdient seine Erfolgsserie in Liga zwei fort.
Aufstellungen:
TeBe Berlin
Prusas - Brückner, Schulz, Pürstinger - Manthey, Schoknecht, Kelm, Fietkau, N.Banecki - Straka (73. Prüser), S.Banecki
Turbine Potsdam II
Bellinghoven - M.Kerschowski, Mucha, Höfler, Schlanke - Parlow (75.Lüdtke), Heller, Brendel (73. Paula) - Marxkordt, Schiewe, Böhme (61. Sandmann)
Schiedsrichterin: Scheller
Tore:
0:1 Schiewe (9.)
0:2 Schiewe (15.)
1:2 Kelm (67.)
1:3 Heller (70.)
1:4 Sandmann (80.)
Gelbe Karte: Fietkau - Schiewe
Zuschauer: 94
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