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Mannschaftsvorstellung zur Weltmeisterschaft 2011

Neuseeland – die große Unbekannte

Text von Roland Baumann

21.06.2011  In die Gruppe B neben Japan, England und Mexiko gesetzt und zum zweiten Male in Folge als WM-Teilnehmer qualifiziert, viel mehr wissen die Meisten nicht über die Mannschaft aus Neuseeland. Die Tatsache, dass aus dem Kader nur vier Spielerinnen international aktiv sind, ist für den Bekanntheitsgrad dieses Teams auch nicht gerade förderlich.


Rebecca Smith Die Ferns, wie sich die neuseeländische Frauennationalmannschaft nennt, sind in deutschen Gefilden eine schwierig einzuschätzende Mannschaft. Nachdem Australien sich jetzt nicht mehr über die Oceanien-Gruppe für die WM qualifizieren muss, hat Neuseeland dort leichtes Spiel. So brachten die Ferns die fünf Qualifikationsspiele mit einem Torverhältnis von 50:0 über die Bühne. Allein das Finale gegen Papua Neuguinea wurde schon mit 11:0 gewonnen. Wie gut sich die Mannschaft unter dem seit 2007 amtierenden Trainer John Herdman weiterentwickelt hat, zeigt die Qualifikationsrunde zur Olympiade 2008, als man gegen Papua Neuguinea recht knapp mit 2:0 gewinnen konnte. In einem Vorbereitungsspiel im Mai dieses Jahres verlor man zwar gegen China mit 0:1, konnte aber im Vorbereitungsturnier in der Schweiz gegen Wales (2:0) und Kolumbien (1:0) die Oberhand behalten. Nach der 0:1 Niederlage gegen Dänemark schlossen die Ferns dieses Turnier als Zweitplatzierte ab. In der neuen FIFA-Weltrangliste liegt Neuseeland derzeit auf Rang 24.


(Bild links: Die Spielführerin der Ferns, Rebecca Smith, ist beim VfL Wolfburg zu einer festen Größe geworden.
Bild: Sven E. Hafft
)


Hannah Wilkinson
In Deutschland stehen zur Zeit zwei Neuseeländerinnen unter Vertrag, zum einen die Käpitänin der Ferns, Rebecca Smith, beim VfL Wolfsburg und beim Herforder SV Hannah Bromley, die allerdings nicht den Sprung in den Kader für die WM 2011 geschafft hatte. Noch sieben weitere Spielerinnen haben Deutschlanderfahrungen. Bei der U20-WM von 2010 waren Torhüterin Erin Nayler, sowie Anna Green, Betsy Hassett, Annalie Longo, Sarah Mc Laughlin, Rosie White und Hannah Wilkinson im Team der Neuseeländerinnen mit von der Partie. Dort schied man aber in der Vorrunde gegen die schweren Gegner aus Schweden, Nordkorea und Brasilien vorzeitig aus.
Begegnungen mit der deutschen Mannschaft gab es bisher erst zwei, beide aus dem Jahr 1998. Damals gewann die deutsche Elf beide Partien, die Erste in Spremberg mit 4:1 und die Zweite in Dresden mit 8:0. Mit Ariane Hingst und Inka Grings sind heute noch zwei deutsche Spielerinnen mit Neuseelanderfahrungen aus diesem Partien nominiert.


(Bild rechts: Keine Angst vor großen Namen hat Hannah Wilkinson, die sich hier bei der U20-WM 2010 gegen zwei Schwedinnen durchsetzen konnte und ihr Team in Führung brachte. Bild: Tom Schlimme)

Gegen die hoch eingeschätzten Japanerinnen und Engländerinnen aus der Vorrundengruppe B werde es die Ferns schwer haben, ins Viertelfinale vorzustossen. Doch soll bekanntlich nichts unmöglich sein. Auf jeden Fall möchte man im Team der Ferns die ersten WM-Punkte einfahren.

U20-Team Der Kader :

Tor

Jenny Bindon (Hibiscus Coast), Aroon Clansey (Three Kings United), Erin Nayler (Eastern Suburbs)

Abwehr
Katie Bowen (Glenfield Rovers), Abby Erceg (Fencibles Untied), Anna Green (Three Kings United), Kristy Hill (Three Kings United), Ria Percival (Lynn Avon United), Ali Riley (Western New York Flash, USA), Rebecca Smith (VfL Wolfsburg, Deutschland)

Mittelfeld
Betsy Hassett (UCAL Berkeley, USA), Katie Hoyle (Glenfield Rovers), Annalie Longo (Three Kings United), Hayley Moorwood (Chelsea, Engl.), Kristy Yallop (Fencibles United)

Angriff
Sarah Gregorius (Eastern Suburbs), Amber Hearn (Lynn Avon United), Emma Kete (Three Kings United), Sarah McLaughlin (Claudelands Rovers), Rosie White (Three Kings United), Hannah Wilkinson (Glenfield Rovers)


(Bild links: Hier das neuseeländische U20-Team von 2010 in der Formation zum Spiel gegen Schweden. Aus diesem Team sind jetzt mit dabei Hannah Wilkinson (7), Erin Nayler (20), Anna Green (3), Rosie White (11), Betsy Hassett (8) und Annalie Longo (10). Bild: Tom Schlimme)






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