Von Peter Henkel
08.09.2007
Nach 16 Jahren sind zum zweiten Mal auch wieder die Spielerinnen aus Neuseeland mit dabei. Lange Zeit war ihnen der Weg zur Weltmeisterschaft in der Qualifikation durch den überlegenen Nachbarn Australien versperrt. Doch nach dem Wechsel von Australien in die asiatische Konföderation AFC sieht die (Fußball-) Welt für die "Kiwis" nun anders aus.
Die neuseeländische Torhüterin Rachel Howard steht in der Bundesliga beim TSV Crailsheim unter Vertrag.
Auf der Website ihres Clubs führt sie ein WM-Tagebuch.
Foto: TSV Crailsheim
Zwar fand das Qualifikationsturnier unter schwierigen klimatischen Bedingungen in Papua-Neuguinea statt, so erlitt die Mittelfeldspielerin Emily McColl einen Hitzschlag, doch am Ende war der Wettbewerb für das Team aus Neuseeland ein Selbstläufer. Mit klaren Siegen gegen Tonga (6:1), die Salomon-Inseln (8:0) und die Gastgeber (7:0) konnte im April das letzte Ticket nach China gelöst werden.
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Rebecca Smith (Mitte, hier mit Sandra Berggren und Anna Bodén, Teamkolleginnen aus ihrem schwedischen Club Sunnanå SK) wird als erfahrene Spielführerinnen dem jungen Team aus Neuseeland eine wichtige Stütze sein.
Foto: Thomas Berglund
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Trainiert wird die Auswahl des neuseeländischen Verbandes (NZF) von John Herdman, einst Jugendtrainer beim englischen Club FC Sunderland, der auch schon das U20-Team bei der Weltmeisterschaft in Russland betreute. So verwundert es nicht, dass viele Spielerinnen des A-Kaders aus jener U20-Auswahl kommen.
Ergänzt werden die jungen Spielerinnen durch erfahrenere Kräfte wie die aus den USA stammende Spielführerin Rebecca Smith.
Sie dürfte manchem deutschen Fan noch aus ihrer Zeit beim 1.FFC Frankfurt und dem FSV Frankfurt bekannt sein.
Weitere Schlüsselspielerinnen der Kiwis sind Wendi Henderson (35 Jahre, 55 Länderspiele) und Maia Jackman (32 Jahre, 37 Länderspiele). Letztere ist vermutlich die stärkste Spielerin im Team. Jackman zeichnet sich im Kader durch außerordentliche Fitness und Kampfgeist aus. Das sie auch international eine Topspielerin ist, dokumentierte ihre Berufung in das FIFA All-Star-Team bei einem Spiel gegen China anlässlich der WM-Gruppenauslosung in Wuhan.
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Trotz der deutlichen Qualifikation bleibt den Kiwis in der Endrunde nur die Aussenseiterrolle. Länderspiele in den vergangenen 12 Monate gegen die WM-Teilnehmer Australien, China, Kanada und die USA endeten allesamt mit, zum Teil hohen, Niederlagen.
Dennoch fordert Maia Jackson, die nach der Weltmeisterschaft ihre Karriere beendet, von ihren Mitspielerinnen sich nicht von namhaften Gegnern einschüchtern zu lassen: "Bei einer Weltmeisterschaft gibt es keine leichten Siege, und wir werden es hoffentlich auch niemandem zu leicht machen".
Rachel Howard Blog
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