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Weltmeisterschaft 2007, 2. Spieltag Gruppe CLockere drei Punkte für KanadaKanada - Ghana 4:0 (1:0) | ||
Von Katja Öhlschläger16.9.2007 Nach dem zweiten Spieltag der Gruppe C ist nach Argentinien mit Ghana die zweite Mannschaft bereits vorzeitig ausgeschieden. Die Afrikanerinnen fanden gegen die starke, aber nicht übermächtige kanadische Auswahl nicht die rechten Mittel, um die Truppe von Even Pellerud ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Nachdem beide Mannschaften mit einer Niederlage an ihr zweites Gruppenspiel gingen, konnte es für beide Seiten nur ein Ziel geben: gewinnen. Dieses untermauerten die Kanadierinnen, bei denen Katie Thorlakson für Melissa Tancredi in die Startelf aufgerückt war, von Beginn an eindrucksvoll. Gleich nach einer Minute hatte Kapitänin Christine Sinclair die ersten beiden guten Chancen, ließ aber noch die Präzision im Abschluss vermissen. ![]() Sophie Schmidt köpfte zum vorentscheidenden 2:0 ein. Das erste Tor war angesichts der Dominanz Kanadas nur noch eine Frage der Zeit. In der 13. Minute wäre es beinahe gefallen, als Sinclair Katie Thorlakson per Flanke bediente, deren Kopfball aber über das Torgehäuse ging. Besser machte es die Flankengeberin drei Minuten später. Lang hatte die Kapitänin mit einer Flanke auf den langen Pfosten bedient und Sinclair überwand Torfrau Memunatu Sulemana mit einem Kopfball unter die Latte. Sulemana stand dabei einige Meter vor dem Tor und machte keine gute Figur. In der Folge konnte sich Ghana etwas aus der Umklammerung lösen und versuchte, mit schnellen Kontern oder Fernschüssen zum Erfolg zu kommen. Damit scheiterte Florence Okoe in der 25. Minute ebenso wie Memuna Darku kurz vor der Pause. Die beste Gelegenheit auf den Ausgleich ergab sich allerdings in der dritten Minute der Nachspielzeit. Rumanata Tahiru hatte sich gut gegen zwei Abwehrspielerinnen durchgesetzt und auf Okoe geflankt. Diese kam Zentimeter vor der Torlinie zum Abschluss, traf aber nur die Latte. Mit dem 1:0 ging es in die Pause. In der Schlussphase der ersten Halbzeit hatten die Ghanaerinnen noch einmal für Gefahr sorgen können, doch es blieb überwiegend bei Stückwerk. Kanada schien jederzeit in der Lage, noch einmal eine Schippe draufzulegen. Nach dem Seitenwechsel verstärkte Ghana zunächst seine |
Bemühungen, die kanadische Führung zu egalisieren. Gloria Foriwa hatte in der 53. Minute mit einem Kopfball die beste Chance. Doch nur zwei Minuten später mussten die Afrikanerinnen erkennen, dass sie in der Abwehr zu verwundbar waren, um erfolgreich zu sein. Nach einer Ecke von Kristina Kiss konnte Olivia Amoako noch auf der Linie einen Sinclair-Kopfball klären, doch gegen den zweiten Versuch von Sophie Schmidt waren sie machtlos. Insbesondere bei Standardsituationen spielten die Kanadierinnen ihre physische Überlegenheit aus und wussten ihre Körpergröße gewinnbringend einzusetzen. Mit der Zwei-Tore-Führung verlegte sich die Pellerud-Elf nun vor allem auf Konter und überließen Ghana viel Platz. Hier offenbarte sich nun noch mehr, dass die Ghanaerinnen nicht zu einem geordneten Spielaufbau in der Lage waren. Spielmacherin und Spielführerin Adjoa Bayor blieb vieles schuldig. Distanzschüsse blieben ihre fast einzige Option, doch die kanadische Torfrau Erin McLeod hatte schon gegen Norwegen bewiesen, dass sie nicht so leicht zu überwinden ist. Bei den Kanadierinnen kristallisierte sich eine starke rechte Seite um Candace-Marie Chapman und die überragende Kara Lang heraus. Auch das 3:0 wurde über diese Seite vorbereitet. Lang kam an der rechten Strafraumgrenze an den Ball und Torfrau Sulemana entschied sich, aus ihrem Tor herauszueilen, um Lang vom Ball zu trennen. Diese aber hatte keine Mühe, Sulemana auszuspielen und auf Sinclair zu flanken, die nun nur noch ins freie Tor einschießen musste. Es war bereits das fünfte Tor von Sinclair bei Frauenfußball-Weltmeisterschaften. Damit überholte sie Charmaine Hooper und ist nun erfolgreichste WM-Torschützin Kanadas.
Auf diesem Bild wurde Andrea Neil beim Vier-Nationen-Turnier 2006 für ihr 100. Länderspiel geehrt. Gestern absolvierte sie ihr 131. Länderspiel und zog damit an Charmaine Hooper vorbei.
In der 84. Minute sorgte mit Andrea Neil eine weitere Spielerin für einen Rekord. Sie kam für Diana Matheson ins Spiel und absolvierte durch diesen Kurzeinsatz ihr 131. Länderspiel. Auch hier wurde Charmaine Hooper überholt. Zuvor hatte in der 77. Minute Martina Franko nach einer erneuten Ecke von Kristina Kiss, wieder per Kopf, für den 4:0-Endstand gesorgt. Sulemana hatte sich auch hier beim Eckball verschätzt und das Leder viel zu zentral weggefaustet. Für Franko war es das erste WM-Tor in ihrem ersten WM-Spiel überhaupt. |
Mit 31 Jahren ist sie die älteste WM-Debütantin Kanadas. Christine Sinclair ist mit nun fünf Toren bei Weltmeisterschaften die erfolgreichste kanadische Spielerin. Am Ende blieb mit 4:0 ein Ergebnis, das die spielerische und taktische Überlegenheit Kanadas widerspiegelt. Ein Ehrentreffer für Ghana wäre möglich gewesen, hätte aber eines größeren Einfallsreichtums bedurft. Insgesamt zeigte sich, dass die afrikanischen Teams noch großen taktischen Nachholbedarf haben und ihnen auch die körperliche Robustheit fehlt, um sich mit Kurzpassspiel gefährlich zum Strafraum des Gegners vorzuarbeiten. Die Distanzschüsse waren da oftmals nur Verlegenheitsaktionen. Kanada geht mit nun drei Punkten in die abschließende Begegnung gegen Australien, das nach dem Unentschieden gegen Norwegen vier Punkte mitbringt. Eine Partie, die hart umkämpft sein sollte, und in der Kanada unbedingt einen Sieg braucht, ist doch davon auszugehen, dass Norwegen zeitgleich gegen Ghana gewinnen wird.
Kanada
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