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Freundschaftsspiel

Frauen-Fußball-Feiertag bei Union am 1.Mai

Union Berlin - Hertha 03 Zehlendorf 7:2 (4:0)

Text von Marko Schiller

08.05.2006
Im Rahmen des 2. Frauen-Fußballfeiertags vom 1.FC Union Berlin trat das Frauenteam von Union (Regionalliga Nordost) gegen die Frauen von Hertha 03 Zehlendorf (Verbandsliga) an und gewann standesgemäß mit 7:2.

Allerdings gab es dabei einiges zu sehen. Die spielerische Klasse beider Mannschaften überraschte mich und meine Begleiter doch erheblich. Die bessere Mannschaft war eindeutig Union Berlin, was sie bereits in der zweiten Spielminute durch das 1:0 verdeutlichten. Nach einer Ecke traf Susann Kunckel per Kopf. Dem folgten diverse Torchancen der Gastgeberinnen, die allesamt erfolglos blieben. Hertha Zehlendorf konnte sich nur gelegentlich aus der Umklammerung befreien und eigene Angriffsversuche starten. So schlug lediglich eine Torchance für die Gäste am Ende der ersten Halbzeit zu Buche.


Die Unionerinnen hingegen langten noch ein paar Mal zu. Nicht in Form von Fouls, sondern von schönen Torraumszenen und Toren. In der 35. Minute war es Julia Schlotte, die das Ergebnis auf 2:0 erhöhte. Direkt eine Minute später erzielte Katrin Wierth das 3:0 für die Gastgeberinnen. Die Führung war hochverdient und gut herausgespielt. Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte dann Susanne Gärtner, die per Foulelfmeter zum Halbzeitstand von 4:0 traf.

Sie war es auch, die den Torreigen in der zweiten Hälfte eröffnete mit dem 5:0 und später unter Applaus ausgewechselt wurde, da es das letzte Spiel für sie im Union-Dress war. Sie verlässt den Verein in Richtung Ausland aus privaten Gründen. Nur kurze Zeit später erhöhte Julia-Davide Mewes auf 6:0.

Es drohte ein zweistelliges Ergebnis zu werden, wenn Hertha nicht langsam dagegenhielt. Dies taten sie dann auch kräftig und kamen zu einigen Torchancen, da die Unionerinnen in der Abwehr


leichfertig agierten. So war das 6:1 durch Zwingenberg nur logische Konsequenz und der Anfang des Aufbäumens des Gegners..

Leider gab es für den bereits den nächsten Rückschlag, als in der 74. Minute die Unionerinnen den alten Abstand wieder herstellten. Dennoch gaben sich die unterklassigen Gäste nicht auf und so gab es auf beiden Seiten viele Möglichkeiten. Eine davon verwandelte Bohr zum 2:7 aus Sicht von Zehlendorf.

Dies war dann auch der Endstand eines schönen und abwechslungsreichen Spiels in der Alten Försterei in Berlin und der Schlusspunkt des angesetzten Frauen-Fußball-Feiertages. Das Rahmenprogramm mit zwei Mini-Turnieren von Jugendmannschaften über den gesamten Vormittag und bis zum Spiel der Damen war gelungen und lockt vielleicht noch mehr Mädchen in die einstige Männerdomäne Fußball.


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