Regionalliga WestKampf um den KlassenerhaltFSC Mönchengladbach - FC Gütersloh 2000 II 3:2 (2:1) | ||
Text und Bilder von Marion Kehren
Gladbachs Wirbelwind Sabine Kuypers versuchte immer für Unruhe in der Gütersloher Abwehr zu sorgen . Das Spiel begann ziemlich zerfahren und auf beiden Seiten hagelte es Fehlpässe en mas. Zu nervös waren die Gladbacherinnen in die Partie gegangen, denn man wollte um jeden Preis jenes Schicksal verhindert welches Güterloh II schon erwischt hatte. Doch die Gütersloher behielten einen klaren Kopf und wollten nicht kampflos das Spielfeld verlassen. Nach einem Fehlpass von Julia Mones reagierte Christina Vocke am schnellsten und schoss den Ball in der 13. Minute aus kürzester Distanz zum 0:1 ein. Gladbachs Trainer Wolfgang Wassenberg war außer sich und feuerte seine Mannschaft unaufhörlich an. Kopfballversuch von Barbara Müller im Gütersloher Strafraum, der Ball verfehlt aber letztendlich nur um Zentimeter sein Ziel. Die Gladbacher rissen sich nun vermehrt am Riemen, doch entweder scheiterten sie an ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der gut aufgestellten Gütersloher Abwehr oder sie hatten einfach nur Pech, wie z.B. Nadine Timmermanns deren Torschuss in der 17. Minute wirklich nur um Millimeter das gegnerische Tor verfehlte. |
Kampf um jeden Ball - Die Gladbacherin Katja Classen-Houben hatte die Güterloherin Sarah Özdemir stehts gut im Griff, diese konnte heute keine Akzente setzen. | |
In der 25. Minute wurde den Gladbacherinnen ein Freistoß zugesprochen und diese Chance lies sich Barbara Müller, die ehemalige Bundesligaspielerin, nicht nehmen. Aus ca. 20 Metern hämmerte sie den Ball unaufhaltsam ins Gütersloher Tor und es stand 1:1.
Wenige Minuten später legte der FSC Mönchengladbach nach. Nach einer gut gelungenen Hereingabe über rechts von Christine Schneijdeberg in den Lauf von Barbara Müller schoss diese zur 2:1 Pausenführung ein. Barbara Müller kannden Schussversuch von Natascha Vine in letzter Sekunde noch abfangen. Nach der Halbzeit zeigte sich Gütersloh wenig geschockt von dem Rückstand und versuchte weiter vor das gegnerische Tor zu kommen. Aber weder Sarah Özdemir noch Nadine Austmeyer schaffte es Akzente zu setzen. Im Gegenzug versuchte die laufstarke Sabine Kuypers die Gütersloher Abwehr durcheinander zu wirbeln, blieb aber ebenfalls erfolglos. Das Spiel blieb weiter zerfahren. Beide Trainer rauften sich zeitweise die Haare über die ungenauen Pässe und unnötige Ballverluste ihrer Mannschaften. Während dieser Phase war es schließlich Jo Vasey, die den Überblick behielt und nach Zuspiel von Nadine Timmermanns, völlig freistehend vor dem gegnerischen Tor, zum 3:1 einschoss. Gütersloh in höchster Not, aber Marina Hermes kann den Ball noch irgendwie um den Torpfosten lenken. Wer gedachte hatte das der FSC nun diesen beruhigenden Vorsprung halten wolle hatte sich geirrt. |
Die Gladbacherinnen wollten mehr, aber es sollte einfach nicht sein. Es gab zwar Torchancen im Minutentakt, aber die Gladbacherinnen wurden Opfer ihrer eigenen Nerven und mussten bis zum Schlusspfiff weiter zittern. Güterloh bekam wieder mehr Spielanteile und kam durch Natascha Vine und Sarah Özdemir in den letzten 20 Minuten häufiger gefährlich vor das Gladbacher Tor. Schließlich war es Nadine Austmeyer, die den 3:2-Anschlusstreffer erzielte (84.). Freude bei den Gladbacherinnen über den dritten Sieg in Folge - der Klassenerhalt kann nun aus eigener Kraft geschafft werden.
FSC Mönchengladbach:
| |