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Regionalliga West

Kampf um den Klassenerhalt

FSC Mönchengladbach - FC Gütersloh 2000 II 3:2 (2:1)

Text und Bilder von Marion Kehren

17.05.2009

In der Regionalliga-West, steht bereits seit einigen Wochen der FFC Brauweiler Pulheim, demnächst 1. FC Köln, als Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest. Doch spannend ist es nach wie vor am Tabellenende. So findet man dort u.a. die Sportfreunde Siegen, den FFC Heike Rheine und auch seit geraumer Zeit den FSC Mönchengladbach, jener Verein, der einst als „Die Talentschmiede des deutschen Mädchen- und Frauenfußballs” (O-Ton Egidius Braun im Jahre 2000) geschätzt wurde. Bekannte Größen aus dieser Talentschmiede sind u.a. Fatmire (Lira) Bairamaj, Navina Omilade und Barbara Müller.


Zwei Spieltage vor Schluss steht der FSC mit dem Rücken zur Wand und musste nun heute alles daran setzen sich ein wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Mit dem FC Gütersloh 2000 II kam ein, so hoffte man, leichter Gegner. Denn Gütersloh steht schon seit Längerem als erster Absteiger in der Regionalliga-West fest. Doch wer gedacht hatte es würde ein Spatziergang für die Gladbacherinnen werden wurde eines Besseren beleert.

Sabine Kuypers

Gladbachs Wirbelwind Sabine Kuypers versuchte immer für Unruhe in der Gütersloher Abwehr zu sorgen .

Das Spiel begann ziemlich zerfahren und auf beiden Seiten hagelte es Fehlpässe en mas. Zu nervös waren die Gladbacherinnen in die Partie gegangen, denn man wollte um jeden Preis jenes Schicksal verhindert welches Güterloh II schon erwischt hatte. Doch die Gütersloher behielten einen klaren Kopf und wollten nicht kampflos das Spielfeld verlassen. Nach einem Fehlpass von Julia Mones reagierte Christina Vocke am schnellsten und schoss den Ball in der 13. Minute aus kürzester Distanz zum 0:1 ein. Gladbachs Trainer Wolfgang Wassenberg war außer sich und feuerte seine Mannschaft unaufhörlich an.

Barbara Müller

Kopfballversuch von Barbara Müller im Gütersloher Strafraum, der Ball verfehlt aber letztendlich nur um Zentimeter sein Ziel.

Die Gladbacher rissen sich nun vermehrt am Riemen, doch entweder scheiterten sie an ihrer eigenen Unkonzentriertheit, der gut aufgestellten Gütersloher Abwehr oder sie hatten einfach nur Pech, wie z.B. Nadine Timmermanns deren Torschuss in der 17. Minute wirklich nur um Millimeter das gegnerische Tor verfehlte.


Sarah Özdemir

Kampf um jeden Ball - Die Gladbacherin Katja Classen-Houben hatte die Güterloherin Sarah Özdemir stehts gut im Griff, diese konnte heute keine Akzente setzen.

In der 25. Minute wurde den Gladbacherinnen ein Freistoß zugesprochen und diese Chance lies sich Barbara Müller, die ehemalige Bundesligaspielerin, nicht nehmen. Aus ca. 20 Metern hämmerte sie den Ball unaufhaltsam ins Gütersloher Tor und es stand 1:1. Wenige Minuten später legte der FSC Mönchengladbach nach. Nach einer gut gelungenen Hereingabe über rechts von Christine Schneijdeberg in den Lauf von Barbara Müller schoss diese zur 2:1 Pausenführung ein.

Barbara Müller

Barbara Müller kannden Schussversuch von Natascha Vine in letzter Sekunde noch abfangen.

Nach der Halbzeit zeigte sich Gütersloh wenig geschockt von dem Rückstand und versuchte weiter vor das gegnerische Tor zu kommen. Aber weder Sarah Özdemir noch Nadine Austmeyer schaffte es Akzente zu setzen. Im Gegenzug versuchte die laufstarke Sabine Kuypers die Gütersloher Abwehr durcheinander zu wirbeln, blieb aber ebenfalls erfolglos. Das Spiel blieb weiter zerfahren. Beide Trainer rauften sich zeitweise die Haare über die ungenauen Pässe und unnötige Ballverluste ihrer Mannschaften. Während dieser Phase war es schließlich Jo Vasey, die den Überblick behielt und nach Zuspiel von Nadine Timmermanns, völlig freistehend vor dem gegnerischen Tor, zum 3:1 einschoss.

Marina Hermes

Gütersloh in höchster Not, aber Marina Hermes kann den Ball noch irgendwie um den Torpfosten lenken.

Wer gedachte hatte das der FSC nun diesen beruhigenden Vorsprung halten wolle hatte sich geirrt.


Die Gladbacherinnen wollten mehr, aber es sollte einfach nicht sein. Es gab zwar Torchancen im Minutentakt, aber die Gladbacherinnen wurden Opfer ihrer eigenen Nerven und mussten bis zum Schlusspfiff weiter zittern. Güterloh bekam wieder mehr Spielanteile und kam durch Natascha Vine und Sarah Özdemir in den letzten 20 Minuten häufiger gefährlich vor das Gladbacher Tor. Schließlich war es Nadine Austmeyer, die den 3:2-Anschlusstreffer erzielte (84.).

Nun begann das große Zittern bei den Gladbacherinnen, doch sie hatten Glück und brachten den Sieg über die Zeit. Der dritte Sieg in Folge war perfekt! Der FSC hat damit nun auch die Abstiegsränge verlassen. Am Sonntag können sie mit einem Sieg gegen den GSV 1910 Moers den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Trainer Wolfgang Wassenberg war sichtlich erleichtert und atmete erst einmal tief durch.

Freude

Freude bei den Gladbacherinnen über den dritten Sieg in Folge - der Klassenerhalt kann nun aus eigener Kraft geschafft werden.

FSC Mönchengladbach:
Müller S., Müller B., Paffrath, Classen-Houben, Timmermanns (90. Kranz), Mones (35. Vasey), Conrads, Knoche, Schneijderberg (83. Wyatt), Fischer, Kuypers

FC Gütersloh 2000 II:
Berg, Austmeyer, Vocke, Steinsträter, Hermes, Heihoff, Vine, Özdemir, Kmoch, Heidenreich, Hillebrenner

Tore:
0:1 Vocke (13.)
1:1 B. Müller (25.)
2:1 B. Müller (31.)
3:1 Vasi (56.)
3:2 Austmeyer (84.)

Gelbe Karten: Hermes, Kranz

Zuschauer: 50




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