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Dritte LigenDie Kraft des Südens2007 kommt die Regionalliga Süd wieder | ||
Warum stellt der Süden nur einen Aufsteiger?640.650 Frauen und 261.844 Mädchen (bis 16 Jahre) weist die Mitgliedsstatistik 2006 des DFB aus. 363.751 der 902.494 weiblichen Mitglieder sind in den fünf Verbänden des Regionalverbandes SFV organisiert, mithin gut 40%. Aussagekräftiger mag die Anzahl der Mannschaften sein. Im Frauenbereich stellt der Süden 1.189 der insgesamt 3.896 Teams, was immerhin einen Anteil von gut 30% ausmacht. Welche Größe man auch heranziehen mag, der Süden führt die Statistik stets mit erheblichem Vorsprung an. Bei den Frauenmannschaften folgt der Norden (985 = 25%), vor dem Nordosten (787 = 20%), dem Westen (706 = 18%) und dem Südwesten (229 = 6%). Wenn jeder Regionalverband einen Aufsteiger für die 2. Bundesliga stellt, ist wohl angesichts der dargestellten Kräfteverhältnisse zwischen Süd und Südwest von Ausgewogenheit auch nicht mehr ansatzweise zu reden. Auch flächenmäßig stellt sich die Relation fast genauso dar: Auf Rheinland Pfalz und das Saarland entfallen zusammen knapp 6% des Bundesgebiets, auf die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zusammen nahezu 34%. Selbst Hessen als kleinster SFV-Mitgliedsverband hat schon beinahe die Ausdehnung des ganzen Regionalverbandes Südwest und auch annähernd so viele Frauenmannschaften. Berücksichtigt man die größeren Entfernungen innerhalb des Südens, so müssen die Vereine des SFV erheblich mehr Zeit und Geld aufwenden als die Mitbewerber im Südwesten. Selbst wenn im SFV an den Oberligen als dritthöchster Spielklasse festgehalten werden würde, ist doch das Mißverhältnis gegenüber dem Südwesten eklatant und nicht nachvollziehbar. ![]() Katharina Baunach, hier im Trikot der Deutschen U 19
Auswahl, stand vergangene Saison noch in Diensten des SV 67 Weinberg (Bayernliga).
Inzwischen ist sie bei Bayern München unter Vertrag Bei Einführung der 2. Bundesliga mit insgesamt 23 Vereinen sah die regionale Verteilung einschließlich der beiden Absteiger wie folgt aus: 7 Süd, je 5 Nordost und West, 4 Nord und 2 Südwest. Hier trug der DFB den Kräfteverhältnissen sicherlich besser Rechnung. Ein Blick zum männlichen Jugendfußball und Männerfußball zeigt, daß der DFB durchaus in der Lage ist, Ligen regional angemessen zu bestücken oder zusammenzustellen. Die Junioren-Bundesliga ist z.B. in drei Staffeln geteilt, nämlich West, Nord/Nordost und Süd/Südwest. Und für die künftige 3. Profiliga im Herrenfußball wurde für den Südwesten bei der Verteilung der Startplätze keine feste Teilnehmerzahl festgelegt, vielmehr teilen sich die Regionalverbände West und Südwest ein gemeinsames Kontingent. ![]() Germania Pfungstadt und Jennifer Stammler (hier noch im Trikot des VfR 07 Limburg) sind dem Ziel Regionalligaaufstieg sehr nahe Für einen gerechteren Aufstiegsmodus lassen sich zahlreiche Modelle entwickeln. Bevorzugen sollte man vielleicht Regelungen, welche die Relegationsspiele zwischen den beiden Drittletzten der Zweitligastaffeln entbehrlich machen würden. Wenn sechs Teams aus der 2. Liga absteigen müssen, könnte dem SFV ein zweiter Aufstiegsplatz zugesprochen werden. Wird der Abstieg auf die beiden Letztplazierten jeder Staffel reduziert, gäbe es mithin nur noch vier Aufsteiger aus den Regionalligen, so könnten West und Südwest zusammengefaßt werden. Diese beiden Regionalverbände sind sowohl mannschafts- als auch flächenmäßig die kleinsten und zudem benachbart. |
Im
DFB-Pokal konnte sich der TGM/SV Jügesheim diese Saison bereits auf
Zweitliganiveau messen. Hier jubelt das Team nach dem Sieg über TuS
Niederkirchen | |
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Wie auch immer eine Neuregelung im Detail aussehen mag, es bleibt unverständlich warum es das beschriebene Mißverhältnis überhaupt gibt, aber auch, weshalb die Vertreter des SFV dies so hinnehmen. Leider war von Seiten des Süddeutschen Fußball-Verbandes bis heute keine Stellungnahme zu der besprochenen Thematik zu erhalten. Aufsteigen wollen vieleDen Aufstieg haben sich viele Vereine zum Ziel gesetzt. Während einige Klubs in die 2. Bundesliga emporsteigen wollen (mit Fettdruck hervorgehoben), peilen andere „nur“ die neue Regionalliga an (braune Schrift). Bis zum 01.04.07 mußten sich Interessenten für die Regionalliga dafür anmelden. Voraussetzungen sind auch zu erfüllen: Gemäß den Sonderbestimmungen für die Frauen-Regionalliga im Statut des SFV muß der Mannschaftstrainer mindestens im Besitz einer gültigen C-Lizenz sein. Außerdem muß ein Regionalligist mindestens eine Mädchenmannschaft haben, die im Punktspielbetrieb seines Landesverbandes teilnimmt und keine Spielgemeinschaft ist. Die Meisterschaft der Bayernliga ist entschieden und geht an den FC Bayern München II. Das kommt nicht unerwartet. Beachtenswert ist allerdings, daß die Verantwortlichen des Vereins endlich auch ihre Reserve wieder dem Wettbewerb auf höherer Ebene aussetzen wollen – im günstigsten Fall also auf Ebene der 2. Bundesliga. Für die 2. Liga hatten auch der SV 67 Weinberg und der TSV Schwaben Augsburg gemeldet. Während sie Bayern II die Teilnahme an der Relegation nicht mehr streitig machen können, ist dem Zweit- und Drittplazierten andererseits ein Platz in der Regionalliga sicher. Der TSV Uengershausen und der TSV Pfersee Augsburg können den Punkteabstand zu den vorgenannten Klubs nicht mehr aufholen. Sollte München aber die Relegation erfolgreich beenden, könnte einer dieser beiden Vereine noch in die Regionalliga einziehen. Diese Möglichkeit ist der SpVgg Hausen auch theoretisch nicht mehr gegeben. Große Spannung herrschte bis Christi Himmelfahrt in der Oberliga Baden-Württemberg. Um die Meisterschaft und eine mögliche Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga lieferten sich der ASV Hagsfeld und der VfL Sindelfingen II. ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch gerade am „Eintracht-Tag“ ging der Gleichschritt verloren. Während Sindelfingens Reserve bei Eintracht Seekirch nicht über ein 2:2 hinaus kam, siegte der ASV deutlich mit 4:0 bei der Kirchheimer Eintracht. Hagsfeld hat vor dem letzten Spieltag drei Punkte Vorsprung vor Sindelfingen und die deutlich bessere Torausbeute und hat damit die Meisterschaft so gut wie sicher. Der Tabellenführer aus dem Karlsruher Nordosten könnte somit vielleicht den namhaften Stadtrivalen KSC in der 2. Bundesliga ersetzen. Für den VfL war die Situation ohnedies komplizierter. Für einen Aufstieg in das Fußball-Unterhaus des Frauenfußballs müßte der 1. Mannschaft der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga glücken. Denn nur dann wäre es der 2. Mannschaft erlaubt in die 2. Bundesliga zurück zu kehren, aus der man ja Ende der vergangenen Saison nur aufgrund des Abstiegs der 1. Mannschaft aus der Eliteliga ausscheiden mußte. ![]() Vor zwei Jahren feierte der VfL Sindelfingen II schon mal den
Aufstieg in die 2.Liga. Diesmal wird es wohl nur zur Regionalliga reichen
Etwas enttäuschend verlief das Spieljahr für den FV Löchgau. Der ambitionierte Verein aus dem Kreis Ludwigsburg wollte eigentlich erneut Meister werden und in die Aufstiegsrelegation kommen. Dieser Zug ist bereits abgefahren und selbst der Startplatz für die Regionalliga ist für den derzeitigen Tabellendritten noch nicht ganz sicher. Hinter Löchgau lauert der VfR Engen mit drei Punkten Abstand noch auf seine Chance und hofft gleichzeitig, daß der baden-württembergische Relegationsteilnehmer den Aufstieg in die Zweitklassigkeit schafft. Dagegen müssen der SV Eintracht Seekirch und der TSV Ludwigsburg ihre Hoffnungen auf die Regionalliga begraben. |
Wieder anders ist die Lage in der Oberliga Hessen. Wie in Bayern steht hier zwar der Meister mit dem TGM/SV Jügesheim schon länger fest, doch im Kampf um die Regionalligaplätze waren bis vor kurzem noch sechs weitere Vereine beteiligt. Als erster Regionalliga-Aspirant mußte der FSV Schwarzbach die Segel streichen. Vergangenen Spieltag verabschiedete sich dann der VfR 07 Limburg aus dem Rennen, nachdem die Domstädter Tabellennachbar SV Gläserzell unterlegen war. Für die Limburger, die im Viertelfinale des Hessenpokals kürzlich den Favoriten aus Jügesheim bezwingen konnten, wäre der Aufstieg in die Regionalliga sicherlich ein schönes Festgeschenk zur Feier des 100jährigen Vereinsjubiläums gewesen. Beim SV Gläserzell werden alle Daumen gedrückt, der eine für den Aufstieg des Hessenmeisters, der andere für einen Sieg des DFC Allendorf über den RSV Roßdorf und beide zusammen dafür, daß nur ein Klub aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga absteigt. Nur dann könnte der Aufsteiger aus Fulda den Sprung in die Regionalliga als Tabellenvierter schaffen. ![]() Alexa Gantner hat mit ihrem FV Löchgau bereits vergangenes
Jahr Erfahrung mit der Relegation zur 2. Bundesliga gesammelt
Erstaunlich gut im Rennen liegt auch noch der RSV Roßdorf. Der Aufsteiger aus der Nähe von Marburg bestreitet gerade seine erste eigenständige Saison in der Oberliga, nachdem man früher schon einige Spielzeiten als Spielgemeinschaft zusammen mit der SG Schröck in dieser Klasse verbrachte. Einen eigenen Sieg am Samstag vorausgesetzt, könnte das Team von Spielertrainerin Nina Kirchhain noch vom vierten auf den dritten Tabellenrang vorstoßen, treffen doch die beiden vor Roßdorf plazierten Mannschaften am letzten Spieltag direkt aufeinander.
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