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15.05.2012
Bericht und Bilder von Dietmar Haß
Am letzten Spieltag der Regionalliga Nord traf auf Platz 12 am Weserstadion der Fünfte der Tabelle, der SV Werder Bremen II, auf den Tabellenzweiten TSV Eintracht Immenbeck. Beide Teams hatten eine gute Rückrunde gespielt, doch für beide ging es im Saisonfinale um nichts mehr als den Tabellenplatz zu verteidigen und ein gutes Spiel zu zeigen. Am Ende siegte Werder II mit 4:3 nach einem vor allem in der ersten Halbzeit unterhaltsamen Spiel.

Jubel, Trubel, Heiterkeit - zumindest bei den Werder-Spielerinnen Leonie Kempin, Maria Kleinfeld, Nina Woller und Carina Menke (v.l.n.r.). Bei Immenbecks Sophie Gerkens ist die Gefühlslage eine andere.
Mit einem schmalen Kader von gerade einmal zwölf Spielerinnen war der TSV Eintracht Immenbeck an die Weser gereist. Unter anderen fehlten mit Fenna Elfers und Maria Maddalena Marrocu zwei treffsichere Stürmerinnen. Mit Fabienne Stejskal war aber die Top-Torjägerin des Teams dabei. Sie war es, die sich in der 12. Minute über die linke Bremer Abwehrseite durchsetzen konnte und den Ball zu Sarah-Vanessa Stöckmann passte, die keine Mühe hatte aus kurzer Distanz die Führung für die Gäste zu erzielen. Bis dahin war Werder II eigentlich das etwas bessere Team und hätte in der 9. Minute auch in Führung gehen können. Doch Carina Menke traf nach Vorarbeit von Nina Woller den Ball nicht richtig.
Die Gastgeberinnen ließen sich durch den Rückstand aber nicht schocken und spielten munter nach vorn. Das gab jedoch Raum für Immenbecker Konter wie in der 18. Minute, als Denise Danner Fabienne Stejskal bediente, die aber an Werders Torfrau Ilka Brokamp scheiterte. Auf solche Konter lauerten die Gäste und ließen Werder II weitgehend das Spiel machen. Das hatte Folgen, denn Werder II konnte ein ums andere mal in der ersten Halbzeit Immenbecks Abwehr ausspielen. In der 22. Minute konnte Maleen Gerkens gerade noch den Torschuss von Leonie Kempin verhindern. Eine Minute später kam sie jedoch zu spät und Immenbecks Torfrau Milena Bargsten war chancenlos gegen den Schuss von Ann-Christin Bopp.
Die Bremer Freude über den Ausgleich währte nur kurz, denn keine sechzig Sekunden später brachte Fabienne Stejskal mit einem Heber über Ilka Brokamp die Gäste wieder in Führung. Aber wieder beeindruckte das die Bremerinnen nicht. Sie behielten ihre offensive Spielweise bei und hatten in der 30. Minute gleich zwei Chancen zum Ausgleich. Zunächst war der Fuß von Maleen Gerkens bei einem Schussversuch von Leonie Kempin im Weg. Den nachfolgenden Eckstoß von Nina Woller nahm Carina Menke direkt, verfehlte aber das Tor. Fünf Minuten später jedoch durfte Werder II jubeln, denn Carina Menke erzielte den erneuten Ausgleich. Aber es dauerte wieder nicht lang und Werder II lag wieder im Rückstand. Nach Zuspiel von Denise Danner war Fabienne Stejskal völlig frei vor dem Werdertor und schob den Ball zum 2:3 ein.
Und das muntere Tore schießen in der ersten Halbzeit ging weiter. Jetzt war wieder Werder II dran. Nur eine Minute nach dem erneuten Rückstand lief Nina Woller, nach feinem Pass von Ann-Christin Bopp, aufs Immenbecker Tor zu und ließ Torfrau Milena Bargsten beim 3:3 keine Chance. Wiederum nur eine Minute später bediente Nina Woller mustergültig Carina Menke, die Werder II mit 4:3 in Führung brachte. Damit ging es in die Pause.
Nach dieser ereignisreichen ersten Halbzeit konnte es in der zweiten Halbzeit nicht besser werden. Wurde es auch nicht. Die Bremerinnen hatten weiter mehr Ballbesitz, agierten aber insgesamt etwas vorsichtiger. Ein paar Chancen gab es dennoch für die Werderanerinnen, die aber weder Nina Woller (58.), noch die eingewechselte Sara Jobe (71./83.) noch Carina Menke (90.) nutzen konnten. Der TSV Eintracht Immenbeck versuchte zwar noch zum Ausgleich zu erzielen, da aber in der zweiten Halbzeit die Bremer Abwehr konzentriert spielte und den Gästen an diesem Tag auch die Mittel fehlten, sprang außer einem Fernschuss von Ann-Kathrin Lüth (72.), der das Tor verfehlte, nichts mehr heraus.
Alles in allem ein verdienter Sieg für das zweite Frauenfußballteam des SV Werder Bremen, das als Aufsteiger einen ausgezeichneten fünften Platz am Ende der Saison belegt und sogar eine bessere Heimbilanz als Zweitligaaufsteiger Holstein Kiel aufweist. Der TSV Eintracht Immenbeck rutschte durch diese Niederlage am letzten Spieltag noch auf den vierten Platz ab, da zeitgleich der HSV II und auch FC Bergedorf 85 ihre Spiele gewannen. Doch wie in der Vorsaison ist die Immenbeckerin Fabienne Stejskal mit 23 Saisontoren Torschützenkönigin der Regionalliga Nord.
  
SV Werder Bremden II:
Brokamp Dundon, Möhlmann, Bohling (76. Lorenz), Adam Woller (69. Jobe), Bopp, Sachau, Kleinfeld Kempin, Menke (90. Liesigk)
TSV Eintracht Immenbeck:
Bargsten Bochmann, Lüth, M. Gerkens, Bastin (55. Albers) S. Gerkens, Danner, Wülfgen, Mertz, Stöckmann Stejskal
Tore:
0:1 Stöckmann (12.)
1:1 Bopp (23.)
1:2 Stejskal (24.)
2:2 Menke (35.)
2:3 Stejskal (39.)
3:3 Woller (40.)
4:3 Menke (41.)
Gelbe Karten:
- / -
Schiedsrichterin:
Nicole Fink (Delmenhorst) mit Nina Blank und Fabian Meinken
Zuschauer:
75
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