. . . .

FanSoccer

Das Frauenfußball-Magazin



Finale – FVM-Frauenpokal 2010/2011

Mit Eifelpower zum Titelgewinn

SF Uevekoven – VfL Kommern 0:4 (0:1)

Bericht von Marion Kehren

29. März 2011
    Die Mannschaft des VfL Kommern sicherte sich mit einem 0:4 Sieg gegen den eine Klasse tiefer spielenden SF Uevekoven, zum zweiten Mal nach 2006, den Mittelrheinpokal.

Ausgelassene Freude bei VfL Kommern

Nach dem Sieg gegen den Verbandsligisten SF Uevekoven gab es kein Halten mehr und die Kickerinnen des VfL Kommern feierten ausgelassen den zweiten Pokaltriumph nach 2006.

Foto: Andreas Reimer

Dabei schien es vor ein paar Wochen noch gar nicht so sicher, dass der Endspieltermin eingehalten werden konnte. Denn bedingt durch den straffen Rahmenterminplan des DFB, dem unbedingten Willen den FVM-Pokal im Vorprogramm des DFB-Pokalfinales durchzuführen und den Wetterkapriolen der letzten Monate hatte sich der VfL Kommern erst in der vergangenen Wochen für das Finale qualifizieren können.

Der Regionalligist sicherte sich im Halbfinale mit einem 4:1 Sieg über den Verbandsligisten 1. FFC Bergisch Gladbach die Teilnahme an der Endrunde. Kuriosum und besonderes Ärgernis für Bergisch Gladbach dahingehend war allerdings, dass das Spiel zwei Mal stattfinden musste! In der ersten Paarung führten die Gladbacherinnen bereits mit 3:1 gegen Kommern, als das Spiel in der 65. Minute wegen Flutlichtausfalls abgebrochen und zwei Tage später neu angesetzt wurde und sie dieses verloren. Der SF Uevekoven (Verbandsliga) hatte es da wesentlich entspannter und stand bereits seit 4 Wochen als Finalist fest. Sie besiegten im Halbfinale die SpVg. Wahn-Grengel deutlich mit 3:0.

Auf dem Kunstrasenplatz der Ostkampfbahn, im Schatten des RheinEnergie Stadions, machte Kommern recht schnell deutlich, dass sie der Favorit in dieser Begegnung waren und dominierten über weite Strecken das Spielgeschehen. Uevekoven hatte mächtig Probleme ins Spiel zu finden, zu nervös waren sie in der Anfangsphase und ließen sich weit in die eigene Hälfte zurück drängen. Das druckvolle Spiel der Kommernerinnen wurde in der 25. Minute zum ersten Mal in Zählbares umgesetzt, als Elena Knipp einen Schuss von Tanja Kendel abstaubte und ins gegnerische Netz traf. Danach verflachte das Spiel etwas, Kommern blieb weit hinter seinen Erwartungen zurück und Uevekoven war nicht dazu in der Lage aus dieser Situation Profit zu schlagen. Erst kurz vor der Pause hatte der Verbandsligist (aus der Nähe von Wegberg) die Ausgleichsmöglichkeit in Form eines Handelfmeters, aber Kapitänin Christel Behr vergab diese Chance kläglich und setzte den Ball neben das gegnerische Gehäuse.

Auch in Halbzeit zwei änderte sich anfangs nicht viel. Erst als Uevekoven seine Defensive öffnete und den Ausgleich suchte, nutzte Kommern die Lücken in der gegnerischen Abwehr aus und ebnete mit einem Treffer „Marke Billardtor“ den Weg auf die Siegerstraße. Suzanne Clysters passte punktgenau auf Tanja Kendel, die jedoch im ersten Anlauf nur den Pfosten traf. Doch der Abpraller landete nochmals vor ihren Füßen und das 0:2 war perfekt. Fünf Minuten später war es wiederum Kendel, die mit dem 0:3 alles klar machte. Den Schlusspunkt zum 0:4 setzte Stephanie Möseler mit einem wunderschönen Treffer in der 80. Minute. Zum zweiten Mal nach 2006 sicherte sich der VfL Kommern aus der Eifel den Mittelrheinpokal und damit auch Teilnahme am DFB-Pokal in der nächsten Saison.


SV Uevekoven:
Sahl - Beckers, Bertrams, Dehgahn, Grünewald (40. Clahsen); Claeren (84. Grubert), Wolters, Hünnekens, Hermanns, van de Flierdt (62. Löß)


VfL Kommern 1960 e.V.:
Gebhardt - Bonzelet, Clysters, Gohlke, Kendel (84. J. Müller), Knipp (75. Ackermann), Koehne, Möseler, St. Müller, Teixeira (72. Nellessen), Streller


Tore:
0:1 Knipps (25.)
0:2 Kendels (61.)
0:3 Kendels (66.)
0:4 Möseler (80.)


Schiedsrichter:
Nicola Laura Jepkens mit Romina Holschbach und Alexandra Engels


Zuschauer:
ca. 350


Bilder:
Oben:
Leider viel zu selten gab es spannende Zweikämpfe wie hier zwischen Stefanie Müller (blaues Trikot) und Lisa Clahsen (weißes Trikot). Kommern hatte das Spiel über weite Teile fest im Griff. (Foto: Marion Kehren)
Mitte: Wer hat die Lufthoheit? (Foto: Andreas Reimer)
Unten: Die Enttäuschung sitzt tief! Uevekovens Kapitänin Christel Behr muß von Teamkollegin Kristina Wolters getröstet werden. (Foto: Andreas Reimer)



Weitere Bilder findet auf PugBowler!


Zu den unteren Ligen


Zur FanSoccer-Startseite