Finale, ARAG-Niederrheinpokal 2008/2009Klare Sache für Borussia MönchengladbachVfL Borussia Mönchengladbach - SV Rees 6:0 (4:0) | ||
Text und Bilder von Marion Kehren 02.05.2009 Der Gewinn des „ARAG-Niederrheinpokal” hieß gestern das Ziel der beiden Niederrhein-Verbandligisten VFL Borussia Mönchengladbach und SV Rees. Man konnte gespannt sein auf diese Partie, hat Rees doch einen alten „Trainerfuchs” in seinen Reihen, nämlich den ehemaligen FCR Duisburg Coach Jürgen Krust. Borussia Mönchengladbach hingegen sorgt zurzeit in der Verbandsliga für Furore, es fehlt nur noch ein Punkt um den Aufstieg in die Regionalliga bereits drei Spieltage vor Schluss dingfest zu machen. Beide Mannschaften waren heiß auf das Spiel. Zum Einen ging es um ein schönes Preisgeld, aber viel wichtiger war es, dass der Gewinner direkt in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals einzieht. Bei sommerlichen 22° C begann die Partie auf der Sportanlage des SV Walbeck bei Geldern recht verhalten. Beide Mannschaften kennen sich aus der laufenden Saison nur zu gut und waren darauf bedacht nicht in den ersten Minuten in Rückstand zu geraten. Die Gladbacherinnen hatten jedoch ein leichtes Übergewicht und kamen zu einigen Torchancen u.a. durch Natalie Barauskas, die aber Eva Heinen im Reeser Tor mit einigen wunderschönen Paraden zu Nichte machen konnte. ![]() Natalie Barauskas machte heute ein hervorragendes Spiel, selbst drei Reeserinnen konnten sie nicht aufhalten. Nach ca. 20 Minuten erhöhte die Borussia das Tempo und zog nun ihr vielzitiertes Kombinationsspiel, was sie in dieser Saison auszeichnet, auf. Die Reeserinnen hatten ein ums andere Mal das Nachsehen, zu langsam waren die Damen vom SV Rees in den Reaktionen und es fehlte der Biss in der Mannschaft. So kam es auch nicht völlig überraschend als Karina Hünnekens nach einem wunderschönen Sololauf über das halbe Spielfeld mit einem gefühlvollen Heber aus 17 Metern zum 1:0 traf. Man durfte gespannt sein wie die Reeserinnen diesen Rückstand hinnehmen würden. Kapitänin Bergisa Heide trieb ihre Mannschaft nach vorne, aber es schien als hätten sie kein Rezept gegen die kompakt stehenden Gladbacherinnen zur Hand. Stattdessen waren es wieder die Borussinnen, die mit schnellen Spielzügen ein ums andere Mal vor dem gegnerischen Tor auftauchten. In der 32. Minute behielt Natalie Barauskas die Übersicht im Gewühl des 5-Meterraumes und schob zum 2:0 ein. ![]() Das Tor zum 3:0 durch Bianca Jäschke. Weder TW Eva Heinen noch Lisa Reuß, Mitchel Ney und Laura Gassling konnte sie aufhalten. Links freut sich die mitgelaufene Borussenkollegin Natalie Brauskas. Der Jubel war noch nicht ganz verklungen da klingelte es schon wieder im Reeser Tor. Stürmerin Bianca Jäschke hatten einen von Eva Heinen parierten Ball abgefangen und aus nächster Distanz zum 3:0 |
Die Siegermannschaft des diesjährigen Niederrheinpokals! Man darf gespannt sein wie sich Borussia in der Regioanlliga West schlägt. Auf jeden Fall werden sie mit diesem Team eine Bereicherung sein! | |
eingeschoben. Nun war der Bann endgültig gebrochen und die Reeserinnen hatten dem ganzen nichts mehr entgegenzusetzen. Den Halbzeitstand von 4:0 besorgte schließlich Melanie Kronen, die einen wunderschönen Pass von Sarah Peters dazu nutze einen Flachschuss ins unter linke Eck zu platzieren. ![]() Ein sichtlich enttäuschter Jürgen Krust So kam wie es kommen musste und Mönchengladbach führte nach 50 Minuten mit 5:0 wieder durch Bianca Jäschke. Die Borussia spielte kontrolliert ihr Programm ab und war zu jeder Zeit Herr der Lage. Trainer Oliver Lörsch konnte stolz auf seine Mannschaft sein. Schlusspunkt für eine stets hoch überlegende Gladbacher Mannschaft setzte die zuvor eingewechselte Jaqueline Berger, als diese kurz vor Abpfiff mit einem Heber aus ca. zwanzig Metern zum 6:0 Endstand traf. Danach kannte der Jubel keine Grenzen und die nach Geldern mitgereisten Fans schwenkten fröhlich ihre Borussenfahnen. ![]() Das zweite Tor am heutigen Tage durch Bianca Jäschke, wieder haben Mitchel Ney und Eva Heinen das Nachsehen. |
Trainer Oliver Lörsch konnte sich die ein oder andere Träne nicht verkneifen, zu stolz ist er auf die Mannschaft. Die Krönung könnte bereits am Wochenende erfolgen, wenn seine Mannschaft vorzeitig den Aufstieg in die Regionalliga West schaffen sollte. Schade nur, dass Lörsch in der nächsten Saison die Erfolge nicht mehr mit der Mannschaft teilen kann, denn unverständlicherweise wurde sein auslaufender Vertrag bei der Borussia nicht verlängert. Walter Hützen, Präsident des Fußballverbandes Niederrhein, ehrte gemeinsam mit der Frauenfußballausschussvorsitzenden Gisela Schmitz die Mannschaften, die es bis zum Endspiel in Walbeck geschafft hatten. Dank des Sponsors ARAG-Rechtsschutz konnte sich die Borussia neben dem Wanderpokal noch über einen Scheck von 1.750.-€ freuen. Somit dürfte der nächsten ausgelassenen Party nichts im Wege stehen. Aber auch das Team aus Rees konnte noch einen Scheck über 500€ mit nach Hause nehmen. ![]() Die Sektdusche ihrer Kapitänin Sara Kienitz samt Pokal lassen sich Torhüterin Deborah Look und Jaquline Berger nicht nehmen
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