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Regionalliga West, 4. Spieltag

Larissa Kock im Torrausch

SG Lütgendortmund - SG Essen Schönebeck II 4:2 (4:0)

Bilder und Text von Gerhard Herrmann

18.9.2006   Im Rauhen Holz lud die SG Lütgendortmund zum Spitzenspiel. Gegner: das Reserveteam des Bundesligisten SG Essen Schönebeck. Für die SGL ein Gegner mit vielen Fragenzeichen. Beide Teams starteten gut in der Regionalliga West. Lüdo mit sieben Punkten aus drei Spielen. Die SGS mit sechs Punkten aus zwei Runden. Für beide Teams ein absoluter Prüfstein mit richtungs- weisendem Charakter.

Die Heimmannschaft hatte keinen Ausfall zu beklagen. Alle Frauen an Bord und fit für das Spiel. Beim Gast fehlte urlaubsbedingt Naddia Gäggeler. Doch die Mannschaft wurde mit Jennifer Balkenhol und Fatma Özcan vom Bundesligateam verstärkt.

Nadine Kirsch

Lütgendortmunds Kapitänin Nadine Kirsch, hier am Ball, sorgte für einen guten Spielbeginn ihrer Elf

Bei schönsten Wetterbedingungen wurde das Spiel angepfiffen. Die SG Lütgendortmund machte sofort Druck. Die Gastgeber zeigten sofort, wer Frau im Haus ist. Besonders stark Spielführerin Nadine Kirsch und Kathrin Hauenschild. Beide Spielerinnen setzten sich immer wieder in ihren Zweikämpfen durch.

Sandra König

Neue SGL Nummer Eins Sandra König

In der sechsten Spielminute knallte Larissa Kock den Ball an die Querlatte. Zwei Minuten später nutzte dann Meike Dworak eiskalt einen Fehler von Fatma Özcan aus. Lüdo’s Neuzugang knallte das runde Leder ins Essener Gehäuse zum 1:0. Ein Tor, das zusätzlich Kräfte bei der SG Lütgendortmund frei setzte. Der Gast aus Essen wirkte verkrampft. In der Defensive klappte nichts. Im Mittelfeld konnte man und im Sturm wollte man nicht.

So kam Essen auch erst in der 20. Minute zur ersten Tormöglichkeit. Stefanie Rohrbecks Schuss wurde noch zur Ecke abgewehrt. Jennifer Balkenhol setzte dann den Eckball übers Tor. Auf der Gegenseite schoss dann wieder Larissa Kock alleine vor Janine Jung am Tor vorbei (22.Minute). Zwei Minuten später wieder vor dem Tor der Heimmannschaft scheiterte erneut Stefanie Rohrbeck nach einer schönen Kombination von Fatma Özcan und Sandra Glahn. Dann begann die Halbzeit für Larissa Kock. Die SGL Stürmerin scheiterte einmal an Sarah Strenger. Einer präzise Flanke von Kock konnte Torhüterin Jung noch eine Richtungsänderung geben. Ein Freistoss dann in der 30. Spielminute von Denise Hedegger auf Larissa Kock. Kopfball Kock und 2:0 für Lütgendortmund.

In der 33. Spielminute dann Ecke Denise Hedegger. Ein Lupfer von Larissa Kock über Janine Jung und 3:0. Bei beiden Toren sah Essen’s Torhüterin Janine Jung nicht gerade glücklich aus. Die SGS verliert den Ball nach Wideranstoß.


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Larissa Kock, im roten Trikot hier bewacht von Danny Arndt und einer verdeckten Essener Spielerin, gelangen in vier Minuten drei Tore

Nadine Brandt schickt na - wen schon - Larissa Kock. 4:0 Doppelschlag und Hattrick in einem und Riesenjubel bei den Fans von Lütgendortmund.

Die Abwehr der SG Schönebeck glich einen Torso. Lena Schüth hätte vor der Pause noch das 5:0 machen müssen. Doch sie traf nach toller Einzelleistung von Kathrin Hauenschild das Tor nicht. Der Pausenpfiff war für SGS Trainer Bobby Kienast und den SGS Anhängern eine Erlösung. Die Führung für den Gastgeber hochverdient und auch die Höhe war in Ordnung. Das Spiel der SGS war etwas für das Gruselkabinett auf der Cranger Kirmes.

Stefanie Rohrbeck und Jennifer Balkenhol

Fünf Mal Anstoss in Halbzeit Eins: Stefanie Rohrbeck und Jennifer Balkenhol

Bobby Kienast reagierte und wechselte. Stefanie Ducke-Kopec und Carina Glahn kamen ins Spiel. Sarah Strenger und Fatma Özcan verließen den Platz. Besonders Fatma Özcan spielte heute weit unter Form.

Für Lütgendortmund gab es keinen Grund das Team zu ändern. Das Spiel lief optimal. Meike Dworak hatte auch sofort wieder eine Tormöglichkeit. Die SG L hatte mehr als eine Stunde den Gegner im Griff. Doch dann ließ auch die Konzentration ein wenig nach. Sandra König verhinderte einen Anschlusstreffer. Lüdo’s Torhüterin war schneller am Ball als Jennifer Balkenhol. Steffi Ducke erzielte dann in der 68. Spielminute das 1:4. Beim SGS Anhang kam noch einmal Hoffnung auf. In Mönchengladbach konnte man einen Rückstand noch zu einem Sieg verarbeiten.

Steffi Ducke-Kopec und Kerstin Geesmann

Steffi Ducke-Kopec (vorn im blauen Trikot) wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt und erzielte den Anschlusstreffer für Essen. Hinten Lüdos Kerstin Geesmann

Es begann ein Auf und Ab. Doch beide Seiten konnten sich nicht entscheidend durchsetzen. Sandra König konnte in der 84. Spielminute noch einmal vor Jennifer Balkenhol retten. Doch König konnte den Ball nicht festhalten und Sandra Glahn konnte das Ergebnis noch auf 2:4 aus Essener Sicht korrigieren.


Die SG Lütgendortmund hat den Sieg verdient. Das Team um Tom Baeck zeigte über sechzig Spielminuten eine sehr gute Leistung und spielte aufstiegsreif. Die Mannschaft wird ein Wörtchen um Platz Eins mitreden. Auch wenn man durchaus großen Respekt im Rauhen Holz vor dem FCR 2001 Duisburg hat. Das Potential ist vorhanden, das Team ist im Begriff zu einer guten Mannschaft zusammenzuwachsen.

Die SG Schönebeck II zeigte trotz katastrophaler ersten Halbzeit noch eine gute Moral. Der Regionalliga Aufsteiger wird sicher nicht nach der heutigen Leistung das Wort Aufstieg in den Mund nehmen wollen und können. Doch das heute gezeigte ist für die SGS Reserve sicherlich kein Maßstab. Die Mannschaft von der Ardelhütte kann weitaus besser Fußball spielen.

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Sandra Glahn (links), hier leicht angeschlagen, schoss das letzte Tor in diesem Spiel, den 2:4 Anschlusstreffer für Essen. Rechts Verena Marzinkowski



SG Lütgendortmund

König - Geesmann, Hedegger, Bücker (75. Dretakis), Kirsch, Czyganowski, Kock (69. Littek), Schüzh (87. Plaszczyk), Marzinkowski, Hauenschild, Dworak

Trainer: Tom Baeck

SG Essen Schönebeck II

Jung- Tancyus, Böhme, S. Glahn, Berns, Rohrbeck, Balkenhol, Strenger (46. C. Glahn), Rohloff, Arndt, Özcan (46. Ducke-Kopec) Trainer: Bobby Kienast

Tore:
1:0 Dworak (8.)
2:0, 3:0, 4:0 Kock (30./33./34.)
4:1 Ducke-Kopec (68.)
4:2 S. Glahn 84.

Gelbe Karte: Böhme

Schiedsrichter Gregor Werkle

Zuschauer 159


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