Jetzt im UEFA Cup Halbfinale steht die Mannschaft gegen euch, die euch das letzte Mal im Finale geschlagen hat. Was muss DIF besser machen, um ins Finale zu kommen?
Wir müssen so spielen, wie wir es gewohnt sind. Jeder muss sein Bestes geben und an den Erfolg glauben. Ich hoffe, wir können so auftreten wie wir zu Hause gegen Malmö FF gespielt hatten, denn dies war unser bestes Match in diesem Jahr.
Egal, wir haben eine gute Mannschaft und wir wissen, wenn wir unsere höchste Spielstärke erreichen, können wir Potsdam schlagen. Auf jeden Fall werden wir mit dem besten Team, das wir an dem Tag haben werden, auflaufen.

Eure Trainer haben Turbine Potsdam bei einem Spiel in Deutschland beobachtet. Was sagten sie, als sie zurückkamen?
Sie sagten, dass es ein gutes Spiel war; doch waren sie nicht sehr beeindruckt davon. Sicherlich wird Turbine gegen uns eine noch bessere Partie zeigen. Wir respektieren die Deutschen, denn wir wissen, dass sie eine sehr gute Mannschaft sind.

Auf welche Potsdamer Spielerin müsst ihr besonders achten? Weißt du, gegen wen du antrittst?
Ich denke, sie haben eine Mannschaft, die auf jeder Position gut besetzt ist. Wir müssen jede gut im Auge behalten.

Sara fliegt über den Rasen
Foto: Volker Lieberum

Gegen wen ich spielen werde, weiß ich nicht, das spielt für mich auch keine Rolle. Wichtig ist nur, dass ich mein Bestes geben werde, hoffe natürlich, dass ich erfolgreich sein werde und wir weiterkommen.

Was ist dein Tipp für die beiden Spiele?
Ach Volker, da habe ich keine Ahnung. Ich hoffe nur, dass wir am Ende als Gewinner vom Platz gehen werden. Ob dass dann mit einem Tor oder mehreren ist, ist dann vollkommen egal.


Sara beim Pokal gegen QBIK
Foto: Volker Lieberum

Warst du schon einmal in Deutschland (außer der Partie gegen Potsdam)?
Ich war schon mehrmals in Deutschland. Aber jedes Mal kam ich nur zum Fußball spielen dorthin. Rate mal, was ich da alles gesehen habe? Richtig, außer dem Sportplatz und dem Hotel gar nichts weiter.

Hast du eine Erklärung dafür, dass man in der Bundesliga keine Schwedin findet, obwohl umkehrt, deutsche Spielerinnen nach Schweden kommen?
Du stellst ja Fragen, die schwer zu beantworten sind. Wahrscheinlich kann man die Ligen auch nicht so vergleichen.

Sara gegen Rebbeca Ljungdahl von Kopparbergs/ Göteborg
Foto: Erik Muskus

Ich denke, dass wir in Schweden eine gute Liga haben und deshalb viele ausländische Spielerinnen hier Fußball spielen möchten. Die kommen aus Finnland, USA, Brasilien, Island, jetzt auch aus Deutschland zu uns, was sicher ein Zeichen für die Attraktivität Schwedens ist, aber auch, dass hier ein guter Fußball gespielt wird und das Umfeld um den


Frauenfußball stimmt. Vielleicht denken viele von uns, was sollen wir so weit von zu Hause weggehen, wenn wir das ganze, gute ausländische Fußballerinnen, daheim auch haben können.

Zum Schluss Sara, stellst du dich bitte unseren deutschen Lesern persönlich vor.
Mein Name ist Sara Thunebro und ich bin 26 Jahre alt. Mit sechs Jahren habe ich mit dem Fußball spielen angefangen. Seit nun neun Jahren spiele ich in der höchsten schwedischen Liga Allsvenska, davon zwei Jahre bei Gideonsberg GIF, drei Jahre bei Djurgården DFF, eins bei Älvsjö AIK und nunmehr drei Jahre bei Djurgården/Älvsjö.

Wie jeder andere, der Fußball spielt, habe ich wenig Zeit für zusätzliche Dinge. Doch wenn ich freie Zeit habe, besuche ich gerne meine Eltern Annika und Bengt, meinen Bruder Fredrik mit Tuva, seinem zweijährigen Kind sowie meine liebste Zwillingsschwester Johanna. Ich spiele Golf aber viel lieber gehe ich mit meinen Freunden aus oder bin draußen in der Natur. Ich habe einige Handicaps, z.B. im Golf 22,4.

Ich arbeite in der Firma Erik Ek Byggmaskiner AB, in der ich mit "administrative work and economy" tätig bin. Es ist eine 70%-Stelle, damit ich genug Zeit für den Fußball habe.

Vielen Dank Sara, dass du dir Zeit für uns genommen hast.

 Interview mit Petra Wimbersky(Turbine Potsdam)

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