UEFA-CUP Finale, RückspielUEFA-Cup Triumph mit WeltrekordFCR 2001 Duisburg - Zvezda-2005 Perm 1:1 (1:1) | ||
Text von Marion Kehren 23.05.2009 Der Pott ist nun endgültig im Pott!- Eine Woche nach dem grandiosen 6:0 Sieg gegen Zvezda-2005 Perm reichte den Löwinnen am Freitagabend vor der Weltrekordkulisse von 28.112 Zuschauern in der MSV-Arena ein 1:1 (1:1) Unentschieden um erstmals in der Vereinsgeschichte den europäischen Thron zu besteigen. Um 21:31Uhr reckte Kapitänin Inka Grings den UEFA-Pokal in den Duisburger Abendhimmel. Diesen Erfolg wird den Löwinnen keiner mehr nehmen können. Als dritte deutsche Mannschaft gewinnt mit dem FCR 2001 Duisburg, nach dem 1. FFC Frankfurt (2002, 2006, 2008) und Turbine Potsdam (2005), zum fünften Mal ein Bundesligist die begehrte Trophäe. Bereits vor dem Anpfiff herrschte Gänsehaut-Feeling pur. Niemand zweifelte wirklich daran, dass Perm die Schmach der letzten Woche noch hätte wett machen können. Die Duisburgerinnen, die ohne ihre gelb gesperrte Ideengeberin Linda Bresonik auskommen mussten, waren in der Anfangsphase viel zu nervös im Spielaufbau und standen sich oftmals selber im Weg. Die erste Gelegenheit für die Löwinnen hatte in der 14. Minute Lira Bajramaj, als diese mit einem kräftigen Rechtsschuss auf das Permer Tor schoss, aber an der hervorragenden Torhüterin Nadeschda Baranova scheiterte. Perms neuer sportlicher Leiter Stanislav Kharitonov hatte seine Mannschaft gut auf das Rückspiel eingestellt. Die Gäste standen kompakt in der Abwehr und agierten mutiger nach vorne. So wunderte es auch keinen, dass direkt die erste Permer Chance zur 0:1 Führung genutzt wurde. In der 25. Minute umspielte Dariya Apanaschenko Sonja Fuss und Anne van Bonn und schoss aus 14 Metern ins rechte untere Eck ein. ![]() Das Tor durch Dariya Apanaschenko zum 0:1. Die Spielerinnen des russischen Meisters zeigten im Rückspiel ihre Klasse, konnten das Ruder aber nicht mehr herum reißen Spätestens jetzt war klar, dass die Permerinnen das Rückspiel Ernst nahmen. Die Duisburgerinnen zeigten sich geschockt und versuchten alles daran zu setzen diesen Rückstand auszugleichen - man wollte tunlichst nicht mit einer Niederlage den UEFA-Pokal gewinnen. Doch trotz der unermüdlichen Anfeuerungen durch das Publikum fanden die Duisburgerinnen kein adäquates Mittel die Abwehr der Permerinnen zu knacken. Nach einem, von Annemieke Kiesel, ausgeführten Freistoß prallte der Schuss von Simone Laudehr ab. Doch im Gewühle des Permer Strafraumes war es letztlich Annike Krahn, die die Übersicht behielt und in der 45. Minute zum vielumjubelten 1:1 Ausgleichstreffer einschob. ![]() Mit vollem Einsatz grätscht Simone Laudehr in den Schußversuch von Vera Djatel In der zweiten Halbzeit nahmen die Duisburgerinnen verstärkt das Heft in die Hand und kamen zu mehreren guten Chancen, die aber allesamt nicht von Erfolg gekrönt waren. Durch diesen Offensivdrang wurden die Gäste förmlich zu Kontern eingeladen. Duisburgs Torhüterin Kathrin Längert musste ein ums andere Mal ihre guten Reflexe unter Beweis stellen. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Mannschaften, der jedoch nichts zählbares mehr aufweisen sollte. Die letzten Sekunden des Spieles wurden von den Fans |
Die Spielerinnen des FCR 2001 Duisburg konnten den ersten Europapokaltriumph der Vereinsgeschichte feiern - und bedankten sich danach bei den Fans, der Stadt Duisburg und dem MSV Duisburg, der die Arena zur Verfügung gestellt hatte. Sie alle haben zu diesem unvergesslichen Erlebnis beigetragen! | |
heruntergezählt und stimmten zum vereinten „Oh wie ist das schön” an. Als die Schiedsrichterin Jenny Palmqvist die Hand hob, auf den Mittelpunkt zeigte und das Spiel abpfiff, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. - ES WAR GESCHAFFT! ![]() Der Pokal bleibt in Deutschland, wechselt nur die Stadt - Duisburgs Kapitänin Inka Grings stemmt die Trophäe in die Höhe Bei der anschließenden Pressekonferenz konnte sich Stanislav Kharitonov nur noch verwundert über die Kulisse äußern:” Ich weiß gar nicht wie man es schaffen kann, bei einem Frauenfußballspiel, ein Stadion mit über 28.000 Zuschauern zu füllen. Das wäre in Russland so nicht möglich gewesen. Gibt es dafür ein Geheimrezept?” ![]() Eine imposante Kulisse - die MSV-Arena, kurz vor dem Anpfiff. Später wurde sogar mit einem neuen Zuschauerrekord von 28.112 der alte Weltrekord von Frankfurt gegen Umea in der Saison 2007/2008 geknackt! |
Eine strahlende Martina Voss wollte nur noch zu ihrer Mannschaft zurück und mit ihnen feiern. „Es war heute das erwartete schwere Spiel. Perm hat heute gezeigt, dass sie individuell gute Spielerinnen haben. Wir wollten das Spiel gewinnen, was uns heute aber nicht geglückt ist. Das Schöne heute war die Kulisse und das sensationelle Gefühl. Die Duisburger haben heute gezeigt, dass sie eine Sportstadt sind, dass sie uns ernst nimmt und uns unterstützen und dies war heute für mich persönlich das Wichtigste. Ich freu mich jetzt einfach nur und genieße den ersten gemeinsamen Titel mit meiner Mannschaft.” ![]() Größte Chance für den FCR in der zweiten Halbzeit durch Turid Knaak. Ihr Schuß kann nur noch in letzter Sekunde durch Nadezhda Baranova abgefangen werden.
FCR 2001 Duisburg:
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