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Uefa Cup, Hinspiel im HalbfinaleSpannend und torreich1. FFC Frankfurt - CF Bardolino Verona 4:2 (2:0) | ||
Text von Tom Schlimme |
Mit diesem wuchtigen Kopfball erzielte Conny Pohlers in der 5. Spielminute das Führungstor für Frankfurt | |
und drosch die auf dem holprigen
Platz unglücklich aufspringende Kugel knapp über die Latte. Erste Hundertprozentige vergeben! ![]() Raffela Manieri, die hier Kerstin Garefrekes den Ball weggrätscht, wurde in der 46. Minute ein und in der 84. Minute wieder ausgewechselt. Nach einer langen Verletzungspause war die National- spielerin noch nicht wieder so bei Kräften wie erhofft So sah zur Halbzeit alles bestens aus für den 1. FFC; doch nach der Pause kam gleich der Paukenschlag: Eckball Boni, Thomas wehrte mit dem Kopf etwas unglücklich an die lange Strafraumecke ab, und Giorgia Motta (nicht Maria Sorvillo, wie im Stadion verkündet) nahm den Ball einfach volley. Der Schuss rauschte mit solcher Wucht und verdeckt in die Maschen, dass Rotteneberg hinterher sagte, sie habe den Ball überhaupt erst gesehen, als er schon im Netz war. Ein Sonntagsschuss mit aufgrund der Auswärtstorregel besonderer Wichtigkeit! Eine zeitlang wirkten die Frankfurter Spielerinnen nun etwas nervös, vor allem die Hintermannschaft war bei langen Bällen nicht immer sicher. Doch in der 59. Minute hätte das dritte Frankfurter Tor nun endlich fallen müssen. Prinz hatte Pohlers steil geschickt, die umspielte Keeperin Carla Brunozzi, doch fünf Meter vor dem Tor passte Pohlers dann zur Seite Richtung der mitgelaufenen Garefrekes. Den Querpass drückte eine Spielerin von Verona fast ins eigene Tor, doch Maria Sorvillo kratze den Ball noch von der Linie. 20 Sekunden später knallte dann ein Schuss von Prinz an den Pfosten des Gästetores. Das war die dritte Hundertprozentige, die vergeben wurde, und an der Stelle dachte ich, „wenn solche Dinger nicht rein gehen, dann geht das heute hier gründlich schief...” ![]() Conny Pohlers hatte Carla Brunozzi schon wunderbar ausgespielt, gab dann aber ab, statt selbst zu vollenden Es hätte auch nicht viel gefehlt, dann hätte Verona das 2:2 gemacht. In der 72. Minute erwischte Panico wieder so einen langen Ball, überlief die Innenverteidigung des FFC, gab flach zu Gabbiadini weiter, doch der versprang der Ball etwas, so dass er aus vier Metern haarscharf über die Latte ging und sich erst hinter dem Frankfurter Tor senkte. In der 75. Minute warf sich Keeperin Rottenberg der heranstürmenden Panico im Strafraum in den Lauf, erwischte den Ball, aber auch Panico. Eigentlich wäre ein Elfmeter für Verona angesagt gewesen, doch die Pfeife der insgesamt guten Schiri Claudine Brohet aus Belgien blieb stumm. Das war jetzt wirklich Glück für den FFC, allerdings hätte ein Ausgleich zu diesem Zeitpunkt nicht dem Spielverlauf ent- sprochen. |
Zwei Minuten später köpfte Garefrekes den Ball nach Ecke von Prinz über das Tor von Bardolino, und noch einmal zwei Minuten später erzielte Prinz dann nach einem schön vorgetragenen schnellen Angriff (Thomas auf Garefrekes, die in die Mitte auf Prinz) das erlösende 3:1. Garefrekes bereitete dann auch das 4:1 für Pohlers vor, und nun schien die Frankfurter Welt wieder in Ordnung zu sein. Doch Gabbiadini spielte sich im Doppelpass mit Panico durch die Frankfurter Abwehr wie ein heißes Messer durch warme Butter, tunnelte die ihr entgegen kommende Rottenberg, und erzielte damit den Entstand von 4:2. ![]() Roberta Stefanelli, Giorgia Motta, Conny Pohlers und Carla Brunozzi sehen dem Schuss von Birgit Prinz hinterher, doch der Ball ging nur an den Pfosten
Auch wenn Frankfurts Trainer Tritschoks den vergebenen Großchancen nachtrauerte und Veronas Trainer Renato Longega mit der Schiedsrichterin haderte und die Schiedsricherinnen- leistungen im Frauenfußball ingesamt kritisierte, also keiner von beiden richtig zufrieden war, es war ein gutes Spiel mit gerechtem Ergebnis, das Zusehen hat Spaß gemacht. Offen blieb übrigens, ob im Rückspiel in Verona Frankfurts Spielmacherin Renate Lingor wieder mit von der Partie sein wird. Es hieß, sie sei sehr enttäuscht gewesen wegen ihrer Nichtberücksichtigung beim DFB-Pokalspiel in München, aber nach einem guten Gespräch im Laufe der Woche werde sie ab Montag wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Der Frankfurter Kader sei momentan sehr gleichmäßig und stark besetzt, und Tritschoks wollte das nach der langen Verletzungspause von Lingor gut eingespielte Team vor dem wichtigen Spiel in München nicht auseinanderreißen. ![]() Melania Gabbiadini, hier bedrängt von Sarah Günther, erzielte das wichtige zweite Tor für Bardolino Verona
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