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UEFA-Cup-Viertelfinale (Rückspiel)

Ein Sieg für die Moral, aber nicht fürs Weiterkommen

1. FFC Turbine Potsdam - Brøndby IF Kopenhagen 2:1 (0:1)

Text von Marko Schiller, Fotos von Jan Kuppert

24.10.2006

Es hätte schon wirklich eines Fußballwunders bedurft, um Potsdam noch in die Runde der letzten Vier zu bringen. Aber schon in Hamburg deutete sich an, dass das Team dazu derzeit nicht in der Lage ist.

Aferdita Kameraj, Bettina Falk Hansen

Bettina Falk Hansen (r.) erzielte das 1:0 für Kopenhagen. Hier versucht sie auf unkonventionelle Weise im Duell mit Aferdita Kameraj an den Ball zu kommen.

Personell beließ es Trainer Schröder bei der gleichen Aufstellung wie drei Tage zuvor in der Hansestadt Hamburg. Das Team hatte gezeigt, dass es in dieser Konstellation am stabilsten ist. Der Trainer sah die Chance in einem frühen Tor und der Unterstützung der Fans. Letzteres war von Beginn an zu spüren, aber es haperte bei der Chance zum Tor. Es dauerte fast 15 Minuten, ehe Potsdam sich die erste zwingende Torchance erarbeiten konnte. Da hatte aber Kopenhagen bereits die erste Großchance und hätte damit jegliche Gegenwehr brechen können.

Jubel Brøndby IF Kopenhagen

Dänischer Jubel über das 1:0 und die Qualifikation für das Halbfinale.

Potsdam bekam jetzt aber das Spiel zunehmend in den Griff und profitierte dabei von der defensiveren Haltung der Däninnen. Chancen durch Arinae Hingst und Isabel Kerschowski blieben jedoch ungenutzt. Aber Kopenhagen lauerte auf seine Chance und konnte den komfortablen Vorsprung des Hinspiels gelassen verwalten.

Kurz vor dem Pausenpfiff passierte es dann doch. Bettina Falk Hansen traf per 17-Meter-Schuss ins linke untere Eck: 0:1, das Ende aller UEFA-Cup-Träume, das war damit klar. Fünf Tore in einer Halbzeit waren einfach nicht drin, dessen war man sich bewusst auf den Rängen.


Peggy Kuznik, Britta Carlson

Aufgegeben haben sie nicht, das "Wunder von Potsdam" blieb für Peggy Kuznik, Britta Carlson und ihre Mannschaft dennoch nur ein Traum.

Trotzdem wollte das Team von Potsdam sich würdig aus dem Pokal verabschieden und

Britta Carlson, Cecilie Frandsen

Britta Carlson (vorne) sorgte mit ihrem Treffer zum 2:1 in der Schlussminute für einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss. Hinten Cecilie Frandsen.

Selbstvertrauen tanken für den Sonntag gegen Duisburg. Den Anfang machte die erneut starke Ariane Hingst mit ihrem Treffer zum 1:1 in der 49. Minute, der dem 0:1 sehr ähnlich war.

Inken Becher, Maiken Pape

Maiken Pape (r./links Inken Becher) eilt von einem Erfolg zum nächsten. In der WM-Qualifikation erzielte sie das Siegtor gegen Finnland, jetzt erreichte sie mit ihrem Club das UEFA-Cu-Halbfinale.

Dies setze auch neue Motivation bei allen frei, aber es war einfach nicht der Tag der Turbinen. Chancen von Conny Pohlers, Essi Sainio oder Aferdita Podvorica fanden nicht den Weg ins Tor.


So schien es denn schiedlich friedlich 1:1 auszugehen, aber dann patzte die gute dänische Nationaltorfrau Tine Cederkvist einmal in diesem Spiel. Britta Carlson war in der Nachspielzeit an der rechten Torauslinie in Richtung Tor unterwegs, als die Keeperin eine Hereingabe erwartete und den Weg für einen Direktschuss von Carlson öffnete. Diese traf routiniert zum verdienten 2:1, der allerdings nur für die Moral, nicht fürs Weiterkommen nutzte.

Conny Pohlers

Was tun? Stürmerin Conny Pohlers.

Insgesamt hatte sich Kopenhagen in den beiden Spielen seine Halbfinalteilnahme redlich verdient.

Turbine Potsdam:

Angerer – Peter, Becher, Kuznik – Carlson, Sainio, Hingst, Zietz – I.Kerschowski (68. Podvorica), Pohlers, Kameraj

Brøndby IF:

Cederkvist – Andersen, A. Nielsen, Konge (66. K. Nielsen), Sörensen, S. Jensen (78. Pedersen) , Bukh, Olsen, L. Jensen, Falk, Pape (88. Lövendorf)

Tore:
0:1 Falk (45.)
1:1 Hingst (49.)
2:1 Carlson (90.)

SRin: Eva Oedlund (Schweden)

Gelb: Paaske-Sørensen, Pape

Zuschauer: 1156

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