Text und Fotos von Martin Kochem 17.9.2006
Auch im letzten sowie bedeutungslos gewordenen Gruppenmatch gegen die Gastgeberinnen gab sich der 1. FFC Frankfurt keine Blöße und blieb mit einem locker herausgespielten 2:0-Erfolg am Ende dieses Miniturniers gegentor- sowie verlustpunktfrei.
Vor der „Rekordkulisse“ von 400 Zuschauern (darunter zahlreiche Schulklassen der Deutschen Schule in Helsinki) bemühten sich die Finninnen zwar redlich, ihre letzte theoretische Chance auf ein Weiterkommen beim Schopfe zu packen, doch war für die Blau-Weißen spätestens am Frankfurter Strafraum Endstation.
 Saskia Bartusiak kann hier von Heidi Ahonen gerade noch gestoppt werden
Die Innenverteidigung um Tina Wunderlich und Christina Zerbe ließ –wie bereits in den vorangegangenen Partien- praktisch so gut wie gar nichts zu, sodass die beiden Nationaltorhüterinnen Silke Rottenberg bzw. nach dem Wechsel Uschi Holl einen äußerst geruhsamen Mittag verbringen durften.
Die kurzfristig für die leicht angeschlagene Petra Wimbersky (Muskelverhärtung im Aduktorenbereich) in die Mannschaft gekommene Judith Affeld auf der linken sowie Katrin Kliehm auf der rechten Seite konnten sich immer wieder in die FFC-Angriffe einschalten, jedoch blieben klare Torchancen vor dem Seitenwechsel Mangelware.
So lief Kerstin Garefrekes nach 10 Minuten quasi mit dem Ball gegen den Pfosten und bei Birgit Prinz’ Geschoss aus halbrechter Position (27.) konnte sich die aufmerksame HJK-Torfrau Matikainen mit einer guten Parade auszeichnen.
Eine wirklich sehenswerte Kombination führte kurz vor dem Pausentee dann doch noch zur verdienten Frankfurter Führung, als Judith Affeld einen Rückpass der Weltfussballerin des Jahres mit einem überlegten Schuss aus 15 m ins lange Eck verwerten konnte.
Nach 54 Minuten folgte sodann die Entscheidung, als Kerstin Garefrekes mit einem Traumpass von Renate Lingor auf die Reise geschickt wurde, diese Torfrau Matikainen locker umkurvte und das Spielgerät lässig einnetzen konnte.
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Torfrau Matikainen war bei beiden Gegentoren machtlos - hier packt sie mit konzentriertem Blick bei einem Flankenball zu
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Der FFC nahm nun mindestens einen weiteren Gang aus dem Spiel heraus und kam lediglich durch Prinz (56.) sowie Lingor (61.) zu weiteren Chancen, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben.
 Gegen einen Antritt von Kerstin Garfrekes ist meist kein Kraut gewachsen - hier kann Eveliina Sarapää nur hinterherhecheln.
Doch ließ man am heutigen Tage Gnade vor Recht ergehen und stattdessen die Finninnen -sehr zur Freude ihrer (wenigen) Anhänger- etwas mitspielen. Nach Abpfiff dieses lockeren Trainingsspielchens hatte FFC-Coach Dr. Hans-Jürgen Tritschoks durchaus Verständnis für den relativ unspektakulären Auftritt seines Teams: „Für uns war es heute das 4. Spiel in 7 Tagen, da ist es doch klar, dass man nicht mehr macht als nötig. Wir haben das Spiel zu jedem Zeitpunkt bestimmt und den Gegner jederzeit unter Kontrolle gehabt. Dass ich dann einige Nationalspielerinnen im Hinblick auf deren kommenden Einsätze in der Natio schonen wollte, ist –so denke ich- nachvollziehbar.
Wichtig ist es für uns, einen Kader zu haben, um auf jeder Position frei wählen zu können. Es macht mir ausgesprochen Spaß zu sehen, wie sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel weiterentwickelt, dadurch mehr und mehr zusammenwächst und immer mehr Spielfreude an den Tag legt.
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Wir gehen mehr als selbstbewusst an die kommende Aufgabe Viertelfinale heran und brauchen vor keiner Mannschaft Angst zu haben….“
 Die beiden Torschützen Judith Affeld (links) und Kerstin Garefrekes nach getaner Arbeit
HJK Helsinki:
Matikainen – Pyhäjärvi, Hyyrynen, Salmen, Tjeder - Lindström, Sarapää (82. Äman), Puranen (60. Hartikainen), Thorn – Talonen (66. Hietanen), Ahonen.
Trainer: Timo Lounio
1.FFC Frankfurt:
Rottenberg (46. Holl) - T. Wunderlich, Zerbe, Affeld, Kliehm – Weber, Bartusiak, Lingor (65. Marciak), Garefrekes – Prinz, Smisek (75. Hartel).
Trainer: Dr. Hans-Jürgen Tritschoks
Tore:
0:1 Affeld (41.)
0:2 Garefrekes (54.)
Gelbe Karten: keine
Schiedsrichterin: Alexandra Ihringova (SVK)
Assistentinnen: Kamena Georgieva (BUL), Alison Chapman (ENG)
Zuschauer: 176
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