Text und Fotos von Martin Kochem 13.9.2006
Mit einem leicht und locker herausgespielten 5:0-Kantersieg über den Universitätsclub aus Vitebsk startete der 1.FFC in dieses bekanntlich ja erst in letzter Minute nach Helsinki vergebene Miniturnier und untermauerte damit seine Ansprüche in Sachen Gruppensieg.
Jedoch brauchte der zäh ins Spiel kommende amtierende Titelträger gute 20 Minuten, ehe er sich sowohl an den im Finnair-Stadion zu Helsinki verlegten Kunstrasen der sogenannten "3.Generation" als auch an den erwartet destruktiv eingestellten Gegner gewöhnt hatte.
 Nur in der Anfangsphase musste FFC-Coach Dr. Hans-Jürgen Tritschoks seine Elf von der Seitenlinie aus energisch zurechtweisen, dann lief das Spiel für den FFC
Der von Beginn an entwickelte Druck führte in den Anfangsminuten lediglich zu einer Serie von Eckbällen, welche jedoch allesamt wirkungslos verpufften und keinerlei Torgefahr heraufbeschwörten. Nachdem sich für Renate Lingor mit Direktabnahme (19.) sowie Petra Wimbersky mit Kopfball (20.) erste zaghafte Torgelegenheiten geboten hatten, brach letztendlich Sandra Smisek den Bann, welche nach schöner Vorarbeit von Kerstin Garefrekes den Ball im Nachsetzen über die Linie drücken konnte.
 Kerstin Garefrekes (hier im Zweikampf mit Maryna Luchonak) bereitete die Tore 1 und 3 mustergueltig vor
Die Weissrussinnen kamen in der Folgezeit nur noch sporadisch an bzw. über die Mittellinie und waren augenscheinlich auf Schadensbegrenzung bedacht.
Diese gelang zunächst auch dank Torfrau Novikava ganz gut, konnte sich diese doch gleich zwei Mal gegen Lingor bzw. den anschließenden Nachschuss von Garefrekes auszeichnen (32.) sowie einen 20 m-Knaller von Louise Hansen problemlos entschärfen (39.). Kurz vor der Halbzeit war jedoch auch die beste Akteurin ihres Teams machtlos, als sich Birgit Prinz nach weiter Flanke von Louise Hansen in die Luft schraubte und mit einer Kopfball-Bogenlampe ins lange Eck die beruhigende 2:0-Pausen- führung erzielen konnte.
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Hoch her ging's zumeist im Strafraum der Weissrussinnen - hier kann Torfrau Sviatlana Novikava gerade noch vor Kerstin Garefrekes klären
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 Das 2:0 für den FFC: Birgit Prinz übersteigt alle und köpft ins lange Eck
Unmittelbar nach der Halbzeit sollte der FFC-Express dann erst so richtig ins Rollen kommen, doch vergaben zunächst sowohl Petra Wimbersky als auch Sandra Smisek jeweils mit schönen Direktabnahmen den weiteren Ausbau der Führung. Insbesondere sollte der wie immer äußerst eifrigen Ex-Potsdamerin ein Torerfolg leider verwehrt bleiben, hatte diese doch bei ihren weiteren Gelegenheiten (51./54.) das Pech buchstäblich an den Fußballstiefeln kleben.
 Petra Wimbersky (hier im Duell mit Aksana Shpak) klebte heute ungewohntes Schusspech an den Stiefeln
Besser machten es da vor leider nur etwa 80 Beobachtern ihre Mannschaftskameradinnen, denn sowohl Renate Lingor (wiederum nach schöner Vorarbeit von Garefrekes) als auch die von ihren Magen-Darmproblemen genesene Saskia Bartusiak (Kopfball nach Linksflanke der eingewechselten Judith Affeld) schraubten das Ergebnis auf ein deutliches 4:0.
 Saskia Bartusiak (verdeckt) ist vor Torfrau Novikava am Ball und köpft zum 4:0 ein
Den Schlusspunkt in einer mehr als einseitigen Begegnung setzte die sich mit nach vorne schleichende Louise Hansen, welche Bartusiaks Rückpass von der Torauslinie nur noch einzuschieben brauchte.
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Zufrieden zeigte sich Chefcoach Dr. Hans-Jürgen Tritschoks nach Spielende: "Nach holprigem Beginn auf für uns ungewohntem Geläuf sind wir nach dem 1:0 langsam aber sicher in Fahrt gekommen und haben den mit zunehmender Spieldauer immer mehr abbauenden Gegner letztendlich klar domniert. Natürlich gibt man dann im Verlauf eines solchen Spiels in Anbetracht der kommenden Aufgaben nicht mehr 100 %, das ist doch klar... Ich bin mit der geschlossenen Mannschaftsleistung sehr zufrieden, und auch spielerisch haben wir uns nach dem Seitenwechsel steigern können. Wir gehen voller Zuversicht in die beiden nächsten Partien und haben natürlich den von uns erwarteten Gruppensieg fest im Visier."
 Meike Weber (hier gegen Zoya Malinovskaya) kam zur Pause fuer die leicht angeschlagene Birgit Prinz und gefiel mit klugen, öffnenden Pässen im Mittelfeld
1.FFC:
Rottenberg - T. Wunderlich, Zerbe, Hansen - Kliehm, Bartusiak, Lingor, Garefrekes (75. Hartel) - Prinz (46. Weber), Wimbersky, Smisek (59. Affeld)
Trainer: Dr. Hans-Juergen Tritschoks
Vitebsk:
Novikava - Gromolyuk, Malinovskaya, Nikalayeva, Lutskevich - Lis, Ryzhevich, Ryzhova, Shpak, Luchonak - Tsiareshka (24. Khavanskaya /
63. Martyniuk)
Trainer: Viktor Navumau
Tore:
1:0 Smisek (25.)
2:0 Prinz (44.)
3:0 Lingor (55.)
4:0 Bartusiak (64.)
5:0 Hansen (90.)
Gelbe Karten: Tsiareshka, Nikalayeva
Schiedsrichterin: Alexandra Ihringova (SVK)
Assistentinnen: Alison Chapman (ENG), Minna Niskanen (FIN)
Zuschauer: ca. 80
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