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UEFA-Cup-Finale (Hinspiel)Potsdam erlebt Debakel und Frankfurt greift nach Europas Thron 1. FFC Turbine Potsdam – 1. FFC Frankfurt 0:4 (0:1) | ||
Bilder von Jan Kuppert |
Zum ersten Mal im Jahr 2006 geschlagen - und schon Verlierer, liebe Erfolgsfans? | |
schob unbedrängt zum 0:2 ein. Der Schock auf Potsdamer Seite saß tief. Frankfurt verlegte sich nun mehr und mehr auf Konter und Potsdam musste das Spiel machen. Dies war in diesem Spiel allerdings nicht die Spezialität der Turbinen. Das 0:3 durch Kerstin Garefrekes belegte vielmehr, dass Fortuna diesmal auf Seiten der Gäste war. Ein Schuss von Birgit Prinz sprang vom Pfosten zurück ins Spielfeld und dort direkt an die „im Weg“ stehende Garefrekes. Das Spiel war entschieden, da deutlich wurde, dass Potsdam weder spielerisch noch läuferisch etwas dagegenzusetzen hatte. Leider mussten sich die wirklichen Fans jetzt nicht nur der eigenen Hilflosigkeit wegen des traurigen Zwischenstands erwehren, sondern auch der zunehmenden Unmutsäußerungen der Erfolgsfans. Dazu kommen noch die Einer der gefürchteten dynamischen Antritte von Birgit Prinz (l.), die von Babett Peter nicht nur in dieser Szene nicht zu halten war. Herren, die die Gelegenheit nutzen um einen Vorwand zum Trinken zu haben und nach nur einer Halbzeit nicht einmal mehr wissen, was sie da brüllen. Sicher wünschen wir uns alle ein volles Stadion und viele motivierte Zuschauer, allerdings muss man sich zunehmend diesem Phänomen stellen. Manchmal wünsche ich mir in solchen Momenten, dass der Ordnungsdienst frühzeitig durchgreift und besoffene pöbelnde Leute rausschmeißt und mit Stadionverbot belegt. Sie schaden dem Sport und dem Ansehen derer, die sich jedes Wochenende mit auf die Reise zu den Spielen begeben und für den Fußball und ihr Team alles geben. Sicher lebt der Sport auch von Emotionen, aber diese müssen sich im Rahmen des normal Erträglichen halten.
Rein sportlich endete das Spiel schlussendlich 0:4, nachdem nur sechs Minuten nach dem 0:3 erneut Renate Lingor das Tor traf. Die Abwanderung vieler begann in diesem Moment. Es zeigt, wie schnell in einigen Köpfen aus Heldinnen Verliererinnen werden und welch Begehrlichkeiten und Druck der Erfolg mit sich bringt. Uschi Holl zeigte zwei kleine Schwächen, hier konnte sie einen Freistoß nur noch zur Seite wegfausten, war ihrer Mannschaft sonst aber ein sicherer Rückhalt. Diesem Druck wird sich auch Frankfurt am Samstag vor eigenem Publikum stellen müssen - allerdings mit einer blendenden |
Ausgangslage. Zwar müssen die Hessinnen den Meisterschaftspokal nach Potsdam ziehen lassen, aber so wie es aussieht, kriegen sie dafür den Europapokal. Abschließend bleibt nur zu sagen, dass eine sehr gute Mannschaftsleistung der Frankfurterinnen, gepaart mit den Quäntchen Glück, einen deutlichen Auswärtssieg ermöglichte und Frankfurts Coach Hans-Jürgen Tritschoks strahlte über beide Ohren. damit den Potsdamerinnen den Titelhattrick verdarb. Allerdings möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass wiederum ein unerfreuliches Phänomen aufgetreten ist. Die Schiedsrichterleistungen halten mit den Leistungen der Mannschaften und deren Entwicklung nicht mehr mit. Was bereits in der Bundesliga zu Kontroversen führte, zeigte sich auch in diesem Spiel. Trotz der Tatsache, dass das Gespann aus Schweden kam, waren die Leistungen einem UEFA-Cup-Finale nicht gerecht. Sandra Albertz (r.) umspielt Torfrau Nadine Angerer und schiebt zum 0:2 ein.
Bericht aus Frankfurter Sicht | |