Insgesamt 102 Tore galt es zu bejubeln, und keine einzige Zeitstrafe, gelbe oder gar rote Karte trübte den hervorragend organisierten Fußballgenuss. Die Siegerinnen aus Potsdam erhielten neben dem Cup auch eine Prämie von 2.500 Euro, die zweitplatzierten Frankfurterinnen immerhin auch 1.500 Euro für die Vereinskasse.
Insbesondere in den Vorrundenspielen zeigte der 1. FFC Frankfurt hochklassiges Kombinationsspiel und war – nicht zuletzt aufgrund hervorragender Leistungen von Weltfußballerin Birgit Prinz und Nachwuchstalent Meike Weber – die beste Mannschaft der Vorrunde. 13 Punkte, 16 Tore und nur ein Gegentreffer standen nach den ersten 5 Spielen zu Buche, und auch beim vor Spannung knisternden 0:0-Remis im ersten Spiel gegen Turbine Potsdam hätte der FFC eigentlich den Sieg verdient gehabt. Der Sieg im hochdramatischen Halbfinale gegen den FC Bayern München gelang erst durch ein 5:4 nach 9-Meter-Schießen, doch im Finale raubten letztlich Unkonzentriertheiten in der Deckung dem FFC den Turniersieg. Wermutstropfen für Potsdam: Nach einem unglücklichen Zusammenstoß zwischen Birgit Prinz und Petra Wimbersky im Finale musste Wimbersky mit Verdacht auf eine Kapselverletzung ausgewechselt werden.
Der undankbare Vize-Titel war für FFC-Trainer Dr. Hans Jürgen Tritschoks dennoch kein Grund zur Trauer: "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen. Sie hat trotz keinerlei Hallenvorbereitung ein tolles Turnier gespielt.