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U21-Länderpokal FinaleHattrick für NiederrheinNiederrhein - Brandenburg 4:2 (3:1) | ||
Von Detlef Püschel20.06.2006 Fatmire Bajramaj brachte ihre Mannschaft frühzeitig auf die Siegerstraße und legte noch zweite weitere Treffer nach. Nach dem Anpfiff legten die Platzherrinnen gleich los wie die Feuerwehr und kamen nach einem groben Stellungsfehler in der Brandenburger Abwehr schon in der 5. Minute zu einem schönen Tor durch Fatmire Bajramaj. Durch diesen schnellen Führungstreffer geschockt, gelang den Brandenburger Turbinen in der Anfangsphase nichts Konstruktives nach vorne. Hinten dagegen waren Babett Peter, Josephine Schlanke und Carolin Schiewe absolut überfordert mit den pfeilschnellen und technisch starken Duisburgerinnen Fatmire Bajramaj, Patrizia Hanebeck und Jennifer Oster. So konnten die Gastgeberinnen durch einen Doppelschlag von Patrizia Hanebeck (15.) und erneut Fatmire Bajramaj (17.) auf 3:0 erhöhen. Anja Mittag hielt ihre Truppe aus Brandenburg mit ihren zwei Toren im Spiel, konnte die Finalniederlage aber nicht verhindern. Archivfoto: Volker Lieberum Das Rezept war immer das gleiche - mit präzisen Pässen durch die Brandenburger Schnittstelle, auf die schnellen Spitzen. Da zeigten sich doch deutliche Vorteile der erstligaerfahrenen Duisburgerinnen gegen die Turbinen aus dem Anschlusskader der ersten Mannschaft. Diese hatten ganz klare Nachteile in der körperlichen und auch mentalen Schnelligkeit. Durch eine schöne, kämpferische Einzelleistung von Anja Mittag konnten die Turbinen in Minute 37 noch verkürzen. Aber viel mehr gelang den Brandenburgerinnen nicht, sodass U21-Nationalkeeperin Kathrin Längert nicht viel Arbeit bekam. Dann war Halbzeit, und die Brandenburger Turbinen verließen mit langen Gesichtern das Spielfeld. Nach der Pause waren die Schützlinge von Auswahltrainer Thomas Kandler, der auch die zweite Mannschaft von Turbine Potsdam coacht, wie ausgewechselt und kamen viel besser ins Spiel. Kurz nach dem |
Die Gewinner vom FV Niederrhein mit ihrer Trainerin Martina Voss (Mitte mit Pokal). | |
Wiederanpfiff erzielten, erneut durch eine sehr kämpferische Anja Mittag, die Brandenburgerinnen den Anschlusstreffer (47.). Nun stand auch die Abwehr viel besser, vor allem weil sich Peggy Kuznik öfters mit einschaltete. Trafen schon in der Bundesliga aufeinander, nun im Länderpokal erneut: Isabel Kerschowski (l.) und Annike Krahn. Jetzt dominierten die Gäste das Spiel und kamen desöfteren zu guten Gelegenheiten, die sie allerdings sehr fahrlässig und viel zu hektisch abschlossen. Symptomatisch dafür war ein Gerangel vor dem niederrheinischen Tor, als gleich drei Brandenburgerinnen den Ball nicht über die Linie drücken konnten. U20-Nationalspielerin Simone Laudehr macht mit der Auswahl Niederrheins den Titel-Hattrick perfekt. So kam es, wie es kommen musste. Ein Verlegenheitsangriff der Gastgeberinnen brachte die endgültige Entscheidung. Leider unterlief Torfrau Christina Bellinghoven dabei ein kapitaler Patzer, als ein Kullerball von Fatmire Bajramaj in ihre kurze Torwartecke rollte (65.). Mit ihrer internationalen Erfahrung stabilisierte Peggy Kuznik die junge Brandenburger Abwehr.
Nun kamen die Gastgeberinnen wieder zurück und besannen sich auf ihre Tugenden aus Halbzeit eins. Das Brandenburger Angriffsspiel wurde durch den erneuten 2-Tore-Rückstand fast komplett abgewürgt. Nur unkontrollierte Einzelaktionen waren noch zu sehen. Fast hätte so eine Aktion noch einmal Spannung ins Geschehen gebracht, als Isabel Kerschowski |
den Ball an die Latte hämmerte und Anja Mittag erfolgreich abstaubte (83.). Leider hatte das Schiedsrichtergespann aber eine Abseitsposition gesehen, und so blieb es beim 4:2. Insgesamt muss man sagen, dass der Sieg der Niederrheintruppe absolut in Ordnung ging. Das Ergebnis hätte sogar noch viel höher ausfallen können, denn die schlechte Schiedsrichterin Moiken Jung übersah einen 100%-igen Strafstoß für die Mädels vom Niederrhein. Und auch die nicht viel besseren Assistentinnen, darunter Miriam Dräger, verhinderten mit ominösen Abseitsentscheidungen ein Brandenburger Debakel. Mirja Kothe war eine der wenigen Essenerinnen, die sich in die stark vom FCR Duisburg geprägte Mannschaft Niederrheins "reinmogeln" konnte. Leider musste man heute erneut feststellen, dass die junge Turbine-Reserve noch nicht erstligatauglich ist. Da gibt es noch einiges zu tun. Doch der erneute Gewinn der B-Juniorinnen-Meisterschaft, die ja diese U21-Mannschaft in der nächsten Saison auffüllen wird, lässt doch hoffen, das der Brandenburger FF-Nachwuchs auch nächstes Jahr ganz oben mitspielen wird. Gratulation an den U21-Länderpokalsieger 2006, die Mannschaft Niederrheins!
Aufstellungen Niederrhein Brandenburg: | |