Hallenturnier in Bielefeld-Jöllenbeck

Sportlerfete Jöllenbeck, Samstag 08.01.2005

Skandinavische Teams begeistern

 

Von Stefanie Wolf

Über die Sportlerfete in Jöllenbeck gibt es nicht so wirklich viel zu berichten. Der Großteil des Publi- kums bestand aus Security-Leuten und Bielefelder Jugendlichen. Später wurden unter Bielefelds Jugend noch Isabell Bachor (Bad Neuenahr), Anja Mittag (Potsdam) und Lena Gößling (Gütersloh) gesichtet, das war’s aber auch. Es hieß, dass doch so einige Spieler- innen ihre Nasen in Bücher stecken mussten, um für bevorstehende Prüfungen zu lernen.

Den kurzen, aber sehr beschaulichen Höhepunkt des Abends bildete der Einzug dreier Brondby-Spielerinnen, die vom Essen in die Pausenhalle der Realschule Jöllenbeck kamen, in der die Party stattfand. Allen voran Mette Konge, die eine Art irischen Volkstanz darbot - sie kann weitaus mehr als nur Fußball spielen! Wer das nicht gesehen hat, hat definitiv etwas verpasst...

Trotz nicht ganz so lustiger Party wie im Vorjahr - das Turnier war wieder einmal ein voller Erfolg (und darauf kommt es ja schließlich auch an)!

Auch wenn nach den Absagen von Djurgården, Umeå und dem 1. FFC Frankfurt in der Öffentlichkeit ein wenig geunkt wurde, jetzt sei es nicht mehr interessant... - dies kann ich ganz und gar nicht bestätigen ! Nach wie vor ist es ein wahrer Genuss, den skandi- navischen Mannschaften beim Fußballspielen zuzuschauen.

Besonders SK Trondheims-Orn hat mir gefallen, aber auch Kolbotn IL und Brondby IF haben tollen Fußball gezeigt, auch wenn Brondby nur Platz 8 belegen konnte. Der skandinavische Fußball ist und bleibt großartig, und auf welchem Turnier kann man diese Teams schon sehen, ohne weit reisen zu müssen ?!

Es blieb auch durchgehend interessant an diesem Wochen- xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx


 
 
ende, was vielleicht wirklich am neuen Turniermodus lag (siehe Interview mit Markus Baumann) und auch an manchen Teams, die etwas schwächer anfingen (wie z.B. der HSV) und sich dann doch erheblich steigerten. Auch so einige Neunmeterschießen ließen das Geschehen nie langweilig werden (auch wenn ein Tor kein Tor war...aber bekanntlicherweise hat der Schiedsrichter ja immer Recht, nicht wahr...?)
 

Isabell Bachor vom SC 07 Bad Neuenahr (Foto: Nadine Bieneck)


Meine persönliche Meinung über die Wahl der besten Torhüterin (Bianca Weech/HSV) und der besten Spielerin des Turniers (Anne Dot Eggers Nielsen/Brondby IF): Beide Entscheidungen gehen voll in Ordnung, jedoch möchte ich an dieser Stelle Frederike Bittner vom FC Gütersloh 2000 nennen, die ich sehr gut fand, und ich sie als beste Torhüterin gewählt hätte. Was die alles gehalten und gerettet hat: Unglaublich ! Anne Dot von Brondby war sehr gut, unbestritten, mir




jedoch sind ebenfalls noch Monica Enlid und Goril Kringen von Trondheims-Orn sowie Liesbeth Migchelsen vom FFC Heike Rheine sehr positiv aufgefallen - und auch eine von ihnen hätte die Wahl zur besten Spielerin des Turniers verdient gehabt!

Es war wieder einmal ein unver- gessliches Wochenende: Vielen Dank, Jöllenbeck - wir freuen uns aufs nächste Jahr !

 

Weitere Statements zum Jöllenbecker Hallenturnier:

Vincent ten Voorde (Fanbetreuer des FFC Heike Rheine):

„Wir müssen zuerst dem TuS Jöllenbeck ein Riesenkompliment machen. Das Turnier war, wie immer, sehr gut organisiert. Es macht immer Spaß daran teilzunehmen.
Obwohl unsere Leistung insgesamt etwas enttäuschend war, bin ich mir sicher, dass es eine sehr gute Vorbereitung auf den Hallen-Cup in Bonn war. Ich hoffe, dass wir da wieder eine gute Leistung schaffen können."


Uwe Kitroschat (Trainer des FC Gütersloh 2000):

„Die Mannschaft hat sich weitestgehend hervorragend verkauft. Als einziger Zweitligist im Teilnehmerfeld sind wir als klarer Außenseiter in das Turnier gegangen und wollten so gut wie möglich mithalten, das ist uns mit Platz 6 gut gelungen. Nur mit dem ersten Spiel am Sonntag gegen Rheine können wir nicht zufrieden sein. Insgesamt bedeutet das Turnier für uns einen Imagegewinn. Wir würden uns freuen, demnächst den ein oder anderen Hallenbesucher bei unseren ohnehin nicht schlecht besuchten Heimspielen begrüßen zu können."

 

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