12. Volksbank-Frauenmasters in Viersen-Dülken, Sporthalle RansbergRegionalligist FSC Mönchengladbach siegt in letzter Sekunde | ||
Text von Marion Kehren 17.01.2008 Mit einer Überraschungspartie wurde der diesjährige Sieger des renommierten Volksbank-Masters in Viersen-Dülken ermittelt. In förmlich letzter Sekunde setzte sich der Regionalligist-West FSC Mönchengladbach gegen den überraschend starken Landesligisten III TuRa Brüggen durch. Das Frauenmasters ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Hallenturnierserie im Fußballverband Niederrhein geworden und wurde bereits zum 12. Male vom Dülkener FC organisiert und ausgetragen. Qualifiziert hatten sich zuvor für dieses Turnier die Meister und Vizemeister vom Fußballverband Niederrhein in diversen Qualifikationsturnieren der Kreise 4 (Mönchengladbach/ Viersen), 5 (Grevenbroich/ Neuss) und 6 (Kempen/ Krefeld). ![]() Oft war es sehr spannend. Hier im Spiel um Platz drei eine Spielerin von Foruna Dilkrath beim Schoot-Out. Am Ende gewann jedoch Borussia Mönchengladbach mit 3:2 Mit Blick auf die im Jahr 2011 ausgetragene Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft, mit Spielen auch im Mönchengladbacher Borussenpark, ist daher geplant in den nächsten Jahren den Mädchen- und Frauenfußball noch weiter zu fördern und in dem Rahmen soll das Masterturnier eine bedeutende Rolle spielen. Nähere Einzelheiten wurden noch nicht bekannt gegeben, aber Gespräche sollen in den nächsten Tagen erfolgen. Das diesjährige Turnier hatte seine ganz besonderen Reize. So traten doch gleich drei Verbandsligisten (Victoria Krefeld, Borussia Mönchengladbach und Fortuna Dilkrath), ein Regionalligist (FSC Mönchengladbach), ein Bezirksligist (1.FC Grevenbroich-Süd) und zwei Landesligisten der Gruppe 3 (TuRa Brüggen und Dülkener FC) an. ![]() Alma Gjugja im Halbfinale, hier setzt sich die Mönchengladbacherin im weißen Trikot gegen zwei Brüggerinnen durch Alleine aus den beiden Vereinen FSC Mönchengladbach und Fortuna Dilkrath wurden bereits mehrere Bundesliga- und Nationalspielerinnen wie z.B. Sandra Albertz, Navina Omilade, Barbara Müller und Lira Bajramaj hervorgebracht. Und somit war es natürlich auch interessant zu sehen, welche Spielerinnen sich besonders bei diesem Turnier zu empfehlen wussten. Nach der Vorrunde hatten sich die beiden Favoriten aus Mönchengladbach sowie Fortuna Dilkrath und überraschender Weise |
Sieger beim 12. Volksbank-Frauenmasters in Viersen-Dülken: Das Team des FSC Mönchengladbach | |
der Landesligist TuRa Brüggen durchgesetzt. Und somit kam es zu den Halbfinalpaarungen Borussia Mönchengladbach gegen TuRa Brüggen und Fortuna Dilkrath gegen den FSC Mönchengladbach. Das erste Halbfinalspiel (10 min. Spieldauer) zwischen Borussia Mönchengladbach und TuRa Brüggen, die sich in dieser Saison mit der Ex-Bundesligaspielerin Sandra Albertz verstärkt haben, war lange Zeit recht ausgeglichen. Und gerade diese Sandra Albertz war es auch, die Brüggen mit einem Volleyschuss mit 1:0 in Führung brachte. Es dauerte eine ganze Weile, bis Mönchengladbach sich von diesem Schock erholt hatte, doch Alma Gjugja schaffte den Ausgleich. Die Partie wurde zusehend spannender und es hielt die fast 200 Zuschauer nicht mehr auf den Bänken. Zu schön wäre es, wenn das kleine beschauliche Städtchen Brüggen dem Riesen aus der Nachbarstadt ein Bein stellen könnte. Und die Überraschung gelang! Katja Hermans machte den Traum des Landesligisten wahr und schob kurz vor Schluss den Ball zum 2:1 Siegtreffer ein. ![]() Im Finale trafen mit Sandra Albertz (im grünen Trikot) und Barbara Müller zwei ehemalige Erstligaspielerinnen aufeinander
Im zweiten Halbfinale ging es wesentlich beschaulicher zu. Weder Fortuna Dilkrath noch der FSC Mönchengladbach konnten Akzente setzen, zu ausgeglichen war das Spiel. Besonders hervorzuheben ist allerdings die Leistung der Keeperin Silke Quack, die Dilkrath ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. 5 Minuten vor Schluss war es dann Christine Schneijderberg vom FSC, die sich ein Herz fasste und den Ball volley zum 1:0 Endstand ins Netz hämmerte.
Nun folgte das Endspiel, in dem zweimal 10 Minuten gespielt wurden. Es stellte sich die Frage, ob Brüggen nun auch in der Lage sein würde, einem Regionalligisten ein Bein zu |
stellen. Lange konnte das Spiel offen gehalten werden und Brüggen ging sogar nach sieben Minuten in der ersten Halbzeit mit einem wunderschönen Quertreffer von Vanessa Langer in Führung. In der zweiten Halbzeit drückte der FSC mächtig aufs Tempo und fiel mehr durch diverse Fouls auf, als durch sportliche Leistung. Ein ums andere Mal wurden die Spielerinnen von Brüggen in Mitleidenschaft gezogen und so kam es zu den ersten beiden Hinausstellungen des gesamten Turnierverlaufes. Ausgerechnet in diesen wirren und hektischen Minuten fiel der Ausgleich durch Barbara Müller zum 1:1. Alles schien auf ein weiteres Shoot Out hinauszulaufen, die Halle tobte, keiner der Zuschauer saß mehr auf seinem Platz als 10 Sekunden vor Schluss Nadine Timmermanns vom FSC mit einem Heber zum glücklichen 2:1 Sieg traf. ![]() Eine Szene aus dem Finale: Katja Hermans im grünen Trikot des TuRa Brüggen bedrängt das Tor des FSC Mönchengladbach. Hermans wurde später zur besten Spielerin des Turniers gewählt Man muss sagen, ein durchweg interessantes und gut durchorganisiertes Turnier und es bleibt abzuwarten, welchen Stellenwert es nächstes Jahr einnehmen wird. Die Organisatoren könnten sich auf jeden Fall vorstellen, das Teilnehmerfeld dieses beliebten Turniers auf 16 Mannschaften aufzustocken und somit vielleicht ein Qualifikationsturnier für die Endrunde des jährlichen Hallen-Niederrheinpokals auszurichten.
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