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MTK Budapest siegt beim Hessischen Budenzauber

Domstadt-Supercup 2006 in Limburg

Text: Nora Kruse, Fotos: Peter Henkel

19.1.2006   Bereits zum 22. Mal lud der VfR 07 Limburg zum internationalen Hallenturnier. Rund fünfzehn Mannschaften von nah und fern folgten dem Ruf. Das Teilnehmerfeld reichte von Verbandsligisten über Oberligisten bis zum Bundesligist - vertreten durch den FSV Frankfurt. Den internationalen Anstrich bekam das Turnier durch den ungarischen Meister und Pokalsieger MTK Budapest der auch seine 'U18' mitbrachte.

Bereits am Samstag trug die nationale Spielklasse ihre Spiele aus, in der der VfR Limburg II und III gegen den 1. FFC Montabaur, den SV Thalheim, den SV Union Heyrothsberge und gegen die Zweitvertretung von Germania Wiesbaden antraten. Der VfR Limburg III durfte eigentlich nur als Ersatzmannschaft des TuS Elkershausen antreten, schaffte aber überraschend den Durchmarsch ins Finale, wo die Vereinskameradinnen der zweiten Mannschaft warteten.

MTK Budapest

Die Spielerinnen aus Ungarn zeigten auch außerhalb des Spielfeldes viel Einsatz

Nach regulärer Spielzeit, die bei diesem Turnier zweimal zehn Minuten beträgt, konnte das Spiel, noch nicht entschieden werden. Es kam zum Neunmeterschießen, bei dem die dritte Mannschaft für die nächste Überraschung sorgte - Turniersieg!

Germania Wiesbaden FSV Frankfurt

Der Schriedrichter beim Briefing mit den Teams von Germania Wiesbaden und dem FSV Frankfurt

Auf den dritten Platz spielte sich der SV Union Heyrothsberge, der allerdings ebenfalls ein Neunmeterschießen brauchte, um den Sieg perfekt zu machen.

Julia Manger

Julia Manger (FFC Frankfurt II) im Gruppenspiel gegen den 1.FFV Offenbach


MTK Budapest

Für die Gästen aus Budapest gab es nach dem Finale kein Halten mehr

Auch für die internationale Spielklasse begann das Turnier am Samstag, die ersten drei Gruppenspiale wurden ausgetragen. Während in Gruppe A der MTK Budapest die Mitmannschaften dominierte und die Tabelle nach dem ersten Spieltag anführte, machte es die 'U18' des Vereins genauso gut. Dennoch war es in ihrer Gruppe spannender, hielten hier doch auch der VfR 07 Limburg und Sportler ruft Sportler noch mit - lediglich der Brauweiler Pulheim II schien abgeschlagen.

Eyleen Aschenbach

Das Spiel um Platz 5: TuS Ahrbach gegen FFC Frankfurt II. Am Ball die FFC-Rückkehrerin Eyleen Aschenbach (Nr.7)

Der nächste Spieltag begann um 9.30 Uhr für die Zuschauer wohl noch ein bisschen früh, zunächst war in der Heinz-Wolf-Halle nicht viel los. Für einen Anflug von Fußballstimmung sorgten lediglich ungarischen Gesänge: spielte die A-Mannschaft aus Budapest, feuerte die 'U18' lautstark an - umgekehrt funktionierte die Unterstützung genauso gut. War der FSV Frankfurt am Samstag als Bundesligist mit drei Unentschieden alles andere als gut ins Turnier gestartet, holte die Bornheimerinnen nun auf.

FSV vs. MTK

Spielszene aus dem Finale

Die letzten beiden Gruppenspiele gegen Siegen und Wiesbaden wurden gewonnen, die Halbfinalteilnahme war erreicht. Dort bekamen die Zuschauer, die sich nun nach und nach einfanden, ein spannendes Duell zu sehen. Der FSV führte schnell, kassierte den Ausgleich und geriet in Rückstand. Der in der Bundesliga arg gebeutelte Verein behielt jedoch die Nerven und kämpfte. Das führte zum Ausgleich und wenige Sekunden vor Schluss sogar noch zum Siegtreffer.


Im anschließenden Finale kam der Gegner wieder aus Ungarn, die „Oldies" des Vereins warteten. Der ungarische Meister und Pokalsieger, gegen den der FSV im Gruppenspiel noch ein Unentschieden erkämpft hatte, war jetzt jedoch eine Nummer zu groß. Im Spiel um Platz drei setzte sich Sportler ruft Sportler (SrS) knapp mit 1:0 gegen die jungen Budapesterinnen durch und feierten ihren Sieg wie den Turniersieg.

Platz 3

Die Budapester 'U18' im Spiel um Platz 3 gegen Sportler ruft Sportler

Laute Freudengesänge der kirchlichen Fußballgruppe SrS, die an diesem Tag technisch und spielerisch voll zu überreugen wusste, erfüllten die Halle.

Siegerehrung

Die Spielführeinnen der ersten vier Mannschaften nehmen die Auszeichnungen entgegen

Der Domstadt-Supercup hat sich mittlerweile zu Recht einem festen Platz im deutschen Halenfußball erarbeitet. Viele spannenden Spiele konnten verfolgt werden und nicht selten ging es in ein Neunmeterschießen. Dies ist bekanntlich immer Glücksspiel- spannend aber dennoch! Bleibt für das nächste Jähr eigentlich nur der Wunsch nach ein bisschen mehr Publikum ...

Alle Ergebnisse des Turniers


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