Text: Sunny Bilder: Beate Wolter 22.1.2008
Der HSV konnte die Schmach aus Bonn wieder gut machen. Mit einem 5:2 im Finale gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II konnte sich der HSV im ersten Nord-Cup 2008 in Kiel durchsetzen. Über 1000 Zuschauer sahen ein spannendes Turnier in der Sparkassen-Arena mit vielen Toren, jedoch ohne grobe Fouls. Es gab lediglich eine Zweiminuten Strafe, keine gelbe Karte und keinen Strafstoß im gesamten Turnier.
In der Gruppe A konnten sich, wie zu erwarten war, die Bundesligisten SG Essen-Schönebeck und der 1. FFC Turbine Potsdam II fürs Halbfinale durchsetzen, die im letzten Gruppenspiel der Gruppe A um Platz 1 der Gruppe spielten. Es war ein schnelles und spannendes Spiel. Nach kurzer Zeit ging Turbine Potsdam II durch einen Doppelschlag von Pia Marxkord mit 2:0 in Führung. Im Laufe des Spiels konnte die SG Essen-Schönebeck durch Tore von Andrea Lenart und Melanie Hoffmann ausgleichen und sogar durch Charline Hartmann mit 3:2 in Führung gehen. Erinnerungen an die erste Partie der SG Essen Schönebeck im DFB Hallenpokal gegen den VfL Wolfsburg wurden wach, als die SG Essen Schönebeck mit 0:3 in Rückstand geriet und am Ende noch mit 4:3 gewinnen konnte. Dies wollte Turbine Potsdam II jedoch nicht zulassen und konnte am Ende durch Chantal Willers 3:3 ausgleichen. Somit wurde der 1. FFC Turbine Potsdam II Gruppenerster aufgrund der mehr geschossenen Tore und die SG Essen-Schönebeck Tabellenzweiter.
 Tor für die zweite Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam im Gruppenspiel gegen die SG Essen Schönebeck. Am Ende stand es 3:3
Diese beiden Mannschaften trafen im Halbfinale auf den HSV und Holstein Kiel, die sich in der Gruppe B durchsetzen konnten. Während der HSV beide Spiele souverän für sich entscheiden konnte, ging es im Spiel zwischen Holstein Kiel und dem FFC Oldesloe um den 2. Platz der Gruppe B und somit um den Halbfinaleinzug. Auch dieses Spiel war von Spannung geprägt und ging hin und her. Holstein Kiel ging durch Christina Krause in Führung, welche Marialiiza Kranz vom FFC Oldesloe ausgleichen konnte. Als erneut Holstein Kiel durch Lena Schrum in Führung gehen konnte, war es Desiree Steinike, die zum 2:2 ausglich. Nachdem Holstein Kiel ein drittes Mal durch Julia Oberst in Führung ging, konnte der FFC Oldesloe nichts mehr entgegen halten und verlor das Spiel mit 2:3.
 Gaitana Lippert vom Zweitligisten FFC Oldesloe erzielt hier das Tor zum 1:1 im Gruppenspiel gegen den Erstligisten Hamburger SV. Am Ende behielt aber der HSV mit 3:1 die Oberhand
Somit standen die Halbfinalpaarungen fest. Zuerst trat der FFC Turbine Potsdam II
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Der Hamburger SV gewann den erstmals ausgetragenen Nord-Cup in Kiel. Hier jubelt Tina Plessen über ihr Tor im Spiel gegen die SG Essen Schönebeck
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gegen Holstein Kiel an. Danach gab es die Partie SG Essen-Schönebeck gegen den HSV.
Bei der Partie 1. FFC Turbine Potsdam II gegen Holstein Kiel war der 1. FFC Turbine Potsdam II klarer Favorit. Aber manchmal
wackeln auch die hohen Favoriten. Und das war hier der Fall. Holstein Kiel ging durch Sandra Bannas mit 1:0 in Führung. Nun kämpfte Holstein Kiel, was das Zeug hielt, musste dann aber doch hinnehmen, dass der 1. FFC Turbine Potsdam II mit einem Doppelschlag in 60 Sekunden mit 2:1 in Führung ging. Bei Stand von 3:1 für den FFC Turbine Potsdam II konnte Holstein Kiel noch auf 2:3 herankommen, doch drehte Turbine Potsdam II nochmal auf und konnte die Partie am Ende mit 5:2 für sich entscheiden.
 Rachel Pashley (blaues Trikot) erzielt hier den Ausgleichstreffer zum 1:1 für Kiel im Gruppenspiel gegen den Hamburger SV, doch wie immer in diesem Turnier steigerten sich die Hamburgerinnen noch und gewannen am Ende mit 4:1
Bei der Partie SG Essen-Schönebeck gegen den HSV war es mindestens genau so spannend. Es gab ein großes Hin und Her mit Chancen auf beiden Seiten und vielen Zweikämpfen. In der 6. Minute kam Christina Plessen an der linken Strafraumecke frei zum Schuss und donnerte den Ball platziert in die linke, obere Ecke des Tores. Die SG Essen-Schönebeck drängte auf den Ausgleich, hatte sogar einen Lattentreffer zu verzeichnen, musste jedoch kurz vor Schluss ein Eigentor hinnehmen, womit sich die SG Essen-Schönebeck alle Finalträume selber zunichte machte.
 Im Halbfinale lieferten sich Hamburg und Essen ein äußerst spannendes Spiel. Hier hat die Hamburger Spielführerin Janina Haye (rechts oben) Steffi Weichelt (am Boden) gestoppt, doch Francesca Weber sichert den Ball vor der sie verfolgenden Julia Weigel
Somit standen sich der FFC Turbine Potsdam II und der HSV im Finale gegenüber. Dieses Spiel war von Anfang an sehr offen. In der 3. Minute brachte Josephine
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Schlanke den HSV zum ersten Mal in diesem Turnier in Rückstand. An diesem Tag jedoch schien die Mannschaft des HSV nichts zu erschüttern und spielte kompromisslos ihren Stil runter. So war es auch kein Wunder, dass Heike Freese den 1:1 Ausgleich erzielen konnte.
Wie im gesamten Turnier, so war es auch im Finale so, dass die Mannschaft des HSV immer dann, wenn es eng wurde, noch eine Schippe aufsetzen konnte. Nach der 2:1 Führung für den HSV durch Julia Weigel konnte Monique Braun noch den 2:2 Ausgleich erzielen. Danach war es eine Gala für die Mannschaft des HSV, die ihre Stärke präsentierte. Tanja Vreden, Sarit Shenar und erneut Heike Freese waren es, die das Ergebnis am Ende auf 5:2 erhöhten.
Mit diesem Ergebnis wurde der HSV 1. Nord-Cup Sieger 2008. Spieler, Trainer und Veranstalter waren von dem 1. Nord-Cup begeistert. Sowohl Thomas Kandler, Trainer vom 1. FFC Turbine Potsdam II, als auch Achim Feifel, Trainer des HSV, bedankten sich nach dem Turnier bei den Veranstaltern für die Einladung. Thomas Kandler war von der Leistung seiner Mannschaft hoch erfreut. Das vorher gesteckte Minimalziel vom Halbfinale wurde erreicht und mit dem zweiten Platz das I-Tüpfelchen auf die Leistung gesetzt. Auch gratulierte er Achim Feifel und seiner Mannschaft zum Turniersieg. Der HSV habe es verdient gehabt, da sie an diesem Tag die beste Leistung aller Mannschaften gezeigt habe.
 Essens Abwehrspielerin Marina Himminghofen am Ball im Gruppenspiel gegen den TSV Nahe
Auch Achim Feifel war sehr über die Leistung seiner Mannschaft erfreut. Man habe seiner Mannschaft schon angemerkt, dass man im Vergleich zum DFB Hallenpokal in Bonn eine Woche mehr Training gehabt hätte, wodurch die Spritzigkeit und Aggressivität um einiges besser gewesen seien als in Bonn.
So endete der 1. Nord-Cup mit dem Sieger Hamburger SV. Man kann sich auf ein Wiedersehen im Jahr 2009 freuen.
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