Von Leena Puranen Übersetzung und Ergänzungen: Volker Lieberum Fotos Jan Kuppert und Leena Puranen 31.01.2006
Beim Hallenturnier in Jöllenbeck war in diesem Jahr zum ersten Mal der finnische Meister der Saison 2005, HJK Helsinki, vertreten. Leena Puranen, die im letzten Jahr noch beim Vorjahres- meister FC United Jakobstad/ Pietarsaari spielte, schickte FanSoccer ihre Eindrücke vom und um das Turnier in Jöllenbeck.
Unser Ausflug nach Deutschland hat wirklich Spaß gemacht. Es war eine gute Gelegenheit, dass sich die neuen Teammitglieder (auch ich) besser kennen lernen konnten.
 Leena bei ihrem alten Verein FC United in Pietarsaari
Foto: Privat Leena Puranen
Am Morgen frühstückten wir erst einmal und anschließend ging es raus zu einem kleinen Spaziergang, um richtig wach zu werden. Die Spielbegegnungen waren schon wichtig in Jöllenbeck, doch für uns war es genauso wichtig, dass unser Teamgeist gestärkt wurde. So bestimmten unsere Trainer, dass alle Spielerinnen, auch die verletzten, die dieses Mal nicht spielen konnten, trotzdem mit auf die Reise kamen, um mit uns allen zusammen zu sein.
Am Abend entspannten wir uns und spielten das Quiz Trivial Pursuit. Zum Schlafen waren wir in Doppel- oder Drei-Bett-Zimmern untergebracht und die Zimmer- einteilung wurde ausgelost.
Von Helsinki aus fuhren wir mit einem Bus nach Tampere und wir flogen mit Ryan Air nach Frankfurt-Hahn. Ein Minibus brachte uns vom deutschen Flughafen in vier Stunden nach Bielefeld. Auf der Fahrt hatten wir ziemlich wenig Platz, doch zumindest hatte jeder wenigstens einen eigen Sitz. Ein Teil versuchte etwas zu schlafen, andere unterhielten sich und lachten dabei viel, einige hörten Musik. Um zwölf Uhr in der Nacht erreichten wir dann unser Hotel und wir wollten einfach nur ins Bett gehen und schlafen.
Zur Ergänzung und zur Vorbereitung auf die Spiele machten wir einige extra Trainingseinheiten.
Um das Verletzungsrisiko zu minimieren führten wir Übungen durch, die unsere Bauch- und Rückenmuskeln besonders trainierten. Auch die verletzten Spielerinnen absol- vierten ihr eigenes Trainings- programm und liefen draußen Runden und festigten Bauch- und andere Muskeln. Während des Turniers, das eine gute Erfahrung für uns war, saßen sie unter den Zuschauern und feuerten unsere Mannschaft an.
Ich selbst spielte nicht am Samstag und meine Mannschaft verlor alle ihre Spiele.
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Jessica Thorn von HJK Helsinki im Spiel gegen Markéta Ringelová von AC Sparta Praha
Foto: Jan Kuppert
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Es war unser erstes Mal, das wir in der Halle diesen Modus spielten und wir kannten die Regeln nicht so recht. Natürlich muss man auch erwähnen, dass die anderen Teams besser als wir waren.
Doch bis Sonntag hatten wir dann einige wichtige Dinge über den Hallenfußball dazu gelernt und so verloren wir nur zwei Begeg- nungen, spielten eine Remis und gewannen ein Spiel. Ich selbst erzielte zwei Tore und bereitete ein anderes mit einem guten Pass vor.
 Tiina Salmén gegen Stephanie Goddard vom FC Gütersloh 2000
Foto: Jan Kuppert
Es hat mir viel Spaß gemacht zu spielen und sehr aufregend die guten und berühmten Spielerinnen wie Silke Rottenberg, Anja Mittag und Inka Grings bei so einem Turnier zu sehen und vor allem gegen sie zu spielen.
An all den Spieltagen waren wir tagsüber ohne warmes Essen, dafür standen uns so viele Bananen und Äpfel zur Verfügung, dass wir gar nicht alle essen konnten.
 Jessica Thorn gegen Christina Drewitz vom FC Gütersloh 2000
Foto: Jan Kuppert
Nach den Spielen gab es endlich was Warmes zu essen und wir bekamen Coca Cola zu trinken, die uns besonders gut schmeckte, da wir den ganzen Tag nur Wasser getrunken hatten.
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Am ersten Tag gingen wir aber etwas Brot, Käse, Schinken und Saft kaufen, denn nur Bananen, Äpfel und Wasser war nicht genug für uns. Glücklicherweise war das Geschäft gerade um die Ecke, so mussten wir nicht lange laufen und wir bekamen etwas zum Essen und jeder die nötige Kraft um wieder zu spielen.
Unsere letzte Nacht war sehr friedlich, da wir nach dem Turnier doch etwas müde waren. Wir hingen nur so im Hotel herum als wir mit dem Dinner fertig waren. Einige von uns, die über 18 Jahre alt sind, durften beim Essen sogar ein Bier trinken.
 Leena im finnischen Nationaldress bei der EM der U19 in Ungarn
Foto: Privat Leena Puranen
Am nächsten Morgen wurden wir früh geweckt, frühstückten und dann fuhr uns der Bus zurück nach Hahn. Unser Zeitplan war sehr eng und wir mussten uns ganz schön sputen, damit wir den Flieger ereichten. Glücklicherweise hatte unser Flug etwas Verspätung, so dass alles klappte.
Wir waren dann um zehn Uhr Abend zurück in Helsinki.
Das Turnier war sehr schön und ich denke das HJK Damenteam wäre daran interessiert nächstes Jahr wieder zu kommen, wenn man uns dazu einlädt.
Fanbericht von Turbine-Fan Detlef Püschel:
Erfolgserlebnis Jöllenbeck
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