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Hallenturnier Jöllenbeck 2006Erfolgserlebnis JöllenbeckEin Erlebnisbericht von Turbine-Fan Detlef Püschel | ||
Von Detlef Püschel31.01.2006 Da ich letztes Jahr in Jöllenbeck total begeistert war, wollte ich dieses Turnier auch in diesem Jahr nicht verpassen. Vor 12 Monaten fuhr ich die 600 km mit der Bahn, was schon ein ziemliches Abenteuer war. Vor allem, weil vor Ort der ÖPNV nicht der zuverlässigste ist. Diesmal fuhr ich also mit meinem PKW nach Bielefeld, was zwar nicht streßfreier, aber dafür wesentlich preiswerter war! Dafür sollten auch zwei Mitfahrer sorgen, die ich unterwegs einsammelte.
1. Tag - Freitag, 13. Januar
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Vor Turnierbeginn finden sich die Fans auf der Tribüne ein, um sich die besten Plätze zu sichern Unterwegs tankte ich noch, Diesel für mein Auto, Kaffee & Croissants für mich. Bridgets Zug war pünktlich, und so ging es weiter Richtung Bielefeld. Auf dem Weg zum 2.Mitfahrer, gab es kurzzeitig ein Problem mit meiner Bordelektronik. Diese Macke hatte mein Wagen schon einmal, deshalb blieb ich ruhig. Nach einem kurzen Telefonat mit meiner Werkstatt, hatte sich das Problem von selbst gelöst. Es konnte also weiter gehen. So kamen wir Punkt 9 Uhr, an die Anschlußstelle Neustadt / Wied, wo Norbert schon sehnsüchtig auf uns wartete. Es war doch recht kalt draußen, so das Norbert froh gewesen ist, sich endlich ins Warme setzen zu können. Damit war die Fuhre komplett, und es konnte direkt nach Jöllenbeck gehen. Wir kamen gut voran, so das es danach aussah, dass wir genug Zeit hätten, um unsere Klamotten im Hotel abladen zu können, bevor wir uns ins Vergnügen stürzen konnten. Diese Planung war aber bald Makulatur, denn kurz hinter dem Kamener Kreuz, gab es Stau. Es waren aber noch gute 70 km bis Jöllenbeck! So schlichen wir unserem Ziel entgegen, aus drei Spuren wurden zwei, und daraus blieb bald nur noch eine übrig. Nach einer knappen Stunde ging es dann endlich zügig weiter, und wir gratulierten uns zu der Idee, doch lieber etwas eher loszufahren. Dank Navigationssystem, kamen wir kurz nach 12 Uhr am Hotel an, wo Norbert ausstieg, um den Zimmerschlüssel in Empfang zu nehmen. Unsere Taschen blieben im Auto, und ich gab dann "Dorfstrasse" im Navi ein, dort steht die Turnhalle der Realschule Jöllenbeck. Es dauerte ziemlich lange, bis Norbert wieder raus kam, doch dann konnte es weiter gehen. Kurze Zeit später waren wir endlich am Ziel. Jeder schnappte sein Krempel, und dann gingen wir in die Halle. Als wäre es abgesprochen gewesen, kam nun auch der Turbine-Bus vorgefahren, und wir begrüßten die Spielerinnen, Trainer und Betreuer. Schon am Eingang wuselte eine blau-weiße Menschentraube umher, kein Zweifel der Turbine-Anhang war wieder einmal sehr zahlreich vertreten! Nach der Begrüßung, und den "Gesundes Neues Jahr" Wünschen, nahm jeder seinen Platz ein, und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Eigentlich sollte die erste Partie FCR 2001 Duisburg gegen Sparta Prag lauten, aber der Hallensprecher verkündete, das sich die Mannschaft aus dem Ruhrpott etwas verspätet hätte, und somit das zweite Spiel, HJK Helsinki gegen FC Gütersloh 2000, den Vorzug bekäme. Dies wurde dann auch pünktlich angepfiffen. Die Lokalmatadoren legten gleich mächtig los, und ließen den Mädels aus dem Land der tausend Seen, keine Chance! Gütersloh gewann nach 1x 15 min Spielzeit mit 4:1. Nach einer kurzen Pause wurde dann die erste Partie nachgeholt, die von den Duisburgerinnen mit 2:0 gewonnen wurde. Damit waren die ersten Spiele, in der vom Veranstalter "Rote Gruppe" genannten Vorrundengruppe gespielt.
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Anja Mittag (r.) plauscht mit Ex-Turbine Lena Hohlfeld, die jetzt beim polnischen Meister KS AZS Wroclaw im Tor steht Nun folgte die andere Vorrundengruppe, vom TUS Jöllenbeck nur kurz die "Grüne Gruppe" genannt. Hier begannen der aktuelle Tabellenführer in der dänischen Liga, Fortuna Hjörring, und der aktuelle Tabellenvierte der deutschen Bundesliga, SC 07 Bad Neuenahr, mit ihrer Vorrunde. Nach verteiltem Spiel trennten sich beide einvernehmlich mit 1:1! Jetzt war es endlich soweit, der Titelverteidiger vom letzten Jahr betrat das Spielfeld. Der aktuelle UEFA Pokal - Sieger, und DFB Pokal - Sieger, 1. FFC Turbine Potsdam, traf auf den aktuellen Meister aus Polen, KS AZS Wroclaw. Diese Paarung entbehrte nicht einer gewissen Ironie, denn im polnischen Tor stand mit Lena Hohlfeld, eine ehemalige Turbine-Spielerin zwischen den Pfosten, die sicher hoch motiviert in diese Begegnung ging. Doch es half ihr wenig, denn Turbine machte gleich Nägel mit Köpfen, und gewann sein Auftaktmatch mit 3:0! Während der 15 min Spielzeit, wurde es erstmals richtig laut in der Halle, denn die Turbine-Fans zeigten ebenfalls von Beginn an, wozu sie fähig waren! Auch ihre große Blockfahne hatten sie dabei, obwohl der Platz etwas knapp war. Damit hatte auch in der grünen Gruppe jeder einmal gespielt. Nun war wieder die rote Gruppe dran. Die nächste Begegnung endete mit einer großen Überraschung, Die Lokalmatadorinnen aus Gütersloh, nahmen den favorisierten Duisburgerinnen die ersten Punkte ab, und erreichten ein sehr gutes 2:2! Ohne Inka Grings, fehlte den Mädels vom Rhein, eine sichere Vollstreckerin. Die andere Begegnung gewannen die Frauen aus der goldenen Stadt, und ließen den Nordlichtern aus Helsinki nicht den Hauch einer Chance! Damit gewann Sparta Prag seine ersten drei Punkte mit 4: 1. Damit ging es wieder in die grüne Gruppe: In der Partie Fortuna Hjörring - KS AZS Wroclaw gewannen die Polinnen durch zwei äußerst kuriose Tore. Da beide Torhüterinnen der Däninnen verletzt waren, stand eine Feldspielerin im Kasten. So praktizierten die Fortunen ein sehr offensives, aber auch gewagtes Spiel. Bei beiden Gegentoren kullerte der Ball ins dänische Tor. Somit hatte nun auch Wroclaw 3 Zähler auf der Habenseite. In der Partie Turbine Potsdam - SC 07 Bad Neuenahr gewann der hohe Favorit mit dem denkbar knappsten Ergebnis 1:0!
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Den Titel verteidigt: Turbine Potsdam | |
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In der roten Gruppe bezwangen die Pragerinnen die Frauen aus Gütersloh deutlich mit 3:0 und HJK Helsinki verlor auch sein drittes Spiel gegen den FCR Duisburg mit 0:2. Somit hatte in dieser Gruppe bereits jeder gegen jeden gespielt. In Gruppe Grün fehlte dazu noch die Begegnung Bad Neuenahr - Wroclaw, die die Kurstädterinnen mit 2:0 für sich gestalten konnten. Die andere Paarung lautete Turbine - Fortuna, wo die Däninnen mit selbiger im Bunde zu stehen schienen, denn die Schröder-Truppe hatte doch mehr Mühe mit den bissigen Nordländerinnen, als ihnen lieb war. Zweimal ging Fortuna in Führung, doch Turbine konnte mit seiner individuellen Klasse und mit der vollen Unterstützung seiner Fans die Kiste wieder umbiegen und gewann dann doch deutlich mit 4:2! Nun stand noch das erste Rückspiel in beiden Gruppen auf dem Programm. In der roten Gruppe standen sich nun wieder Sparta und der FCR gegenüber. Hatten die Duisburgerinnen die erste Begegnung noch gewinnen können, zeigten die Frauen von der Moldau nun wo der Hammer hängt! Sie waren eigentlich die bessere Mannschaft, konnten den schwächelnden Duisburgerinnen allerdings nur ein 3:3 aufzwingen. Der FC Gütersloh 2000 gewann auch die zweite Begegnung mit dem frischgebackenen finnischen Meister und verwehrte diesen auch hier den Punktgewinn. Nach 15 min stand es 2:0 für den Lokalmatador! Damit standen die HJK-Damen bereits als Teilnehmer der Plazierungsrunde fest, denn mit 0 Punkten konnten sie auch am Sonntag die Halbfinals nicht mehr erreichen. Die anderen drei Mannschaften konnten sich dagegen noch alle Chancen ausrechnen, denn sie trennte lediglich ein Punkt.
Stefanie Goddard vom Lokalmatadoren FC Gütersloh im Zweikampf mit Potsdams Ariane Hingst
ROTE GRUPPE, Tabelle nach dem ersten Tag
GRÜNE GRUPPE, Tabelle nach dem ersten Tag Als das letzte Spiel aus war, ließen wir die Turbinen noch einmal hochleben, und planten dann unsere abendlichen Aktivitäten, zunächst wollten wir ins Hotel, Zimmer besichtigen, und Klamotten verstauen. Bridget hatte bei den Turbine-Adlern ein Hotelzimmer gebucht, zu uns gesellte sich ein Turbinen-Fan, den ich immer nur Herthaner nenne, weil er außer Turbine noch Hertha-Fan ist! Er kam mit der Bahn nach Jöllenbeck, ohne zu wissen, wo er schlafen wird. Norbert besorgte ihm ein Zimmer in unserem Hotel, und so fuhren wir zu dritt zum Hotel Heidsiecker Heide. Schon als wir den Schlüssel geholt haben, kam mir die Architektur seltsam bekannt vor. Das Hotel sah von außen wie ein ostdeutscher Plattenbau aus! Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Hotel gesehen, welches die Rezeption im 5. Stock hat! OK, die Zimmer waren sauber und auch sonst war alles in Ordnung. Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, wollten wir etwas essen gehen. Da in Hotelnähe nichts zu finden war, fuhren wir wieder in die Ortsmitte. Dort fanden wir den "Gasthof zur alten Eisenbahn", wo wir gut gegessen haben, und anschließend den Tag gemütlich ausklingen ließen. Wir fuhren zum Hotel zurück, und wollten gleich schlafen gehen. Nur unser Herthaner beschloß noch einen Spaziergang zu machen.
3. Tag - Sonntag, 15. Januar Dieser begann für den FCR ziemlich erfreulich, denn nun war auch endlich Inka Grings eingetroffen, und schickte sich an, die Torjägerliste zu verändern. Konnte Gütersloh am Vortag noch einen Punkt ergattern, waren sie diesmal absolut chancenlos! Duisburg gewann mit 5:0, und war somit bereits im Halbfinale, weil im 2. Match die Pragerinnen gegen die HJK-Spielerinnen nicht über ein 2:2 hinauskamen. Somit konnten auch die Mädels aus der finnischen Hauptstadt ihren ersten Punkt bejubeln!
Nadine Fols (Bad Neuenahr/Mitte) setzt sich hier gegen Potsdams Karolin Thomas (l.) und Isabel Kerschowski durch Auch in der grünen Gruppe, begann der 2. Tag mit einer Torflut. Die Fortunen aus Hjörring, gewannen gegen Wroclaw deutlich mit 3:0 und setzten sich so vor Bad Neuenahr! Die Kurstädterinnen hatten auch im zweiten Vergleich mit Turbine das Nachsehen und unterlagen klar mit 1:3! So blieben sie auch hinter Fortuna auf Rang 3.
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Die letzten Vorrundenspiele der roten Gruppe bestritten Gütersloh gegen Sparta Prag und der FCR Duisburg gegen HJK Helsinki. Gütersloh holte gegen Prag die entscheidenden Punkte und konnte sich somit für das Halbfinale qualifizieren! Duisburg holte gegen HJK Helsinki auch 3 Punkte und war somit klarer Gruppenerster. In der anderen Gruppe, verlor der SC 07 Bad Neuenahr völlig überraschend, gegen KS AZK Wroclaw mit 1:4! Damit konnten sie die Däninnen nicht mehr einholen, und so konnten sich diese auch eine hohe Niederlage gegen Turbine Potsdam leisten. Trotz des 1:5 im letzten Spiel waren die Fortunen im Halbfinale!
GRÜNE GRUPPE Tabelle nach der Vorrunde
Mit diesem Tabellenstand waren nun auch die Halbfinale und die Plazierungsrunden klar: Im Spiel 1 setzte sich Bad Neuenahr gegen Prag durch, und gewann mit 3:1. Im Spiel 2 verlor Wroclaw erstaunlich klar mit 0:3, HJK Helsinki, die in der Vorrunde nur einen Punkt geholt haben, waren somit schon mal mindestens 6.! Das erste Halbfinale war ein richtiger Krimi. Fortuna ging mit 2:0 und 3:1 in Führung, aber die Duisburgerinnen kämpften sich wieder tapfer ran, so stand es nach 15 min 3:3 unentschieden. Es gab also Neunmeterschießen! Dies konnte Fortuna für sich entscheiden, obwohl ja eigentlich eine Feldspielerin im Tor stand. Diese machte ihre Sache aber sehr gut und hielt zwei Neuner! Endstand war dann 5:6 nach Nenmeterschießen! Im vierten Spiel hatte Turbine keine Mühe die Lokalmannschaft aus Ostwestfalen zu besiegen. Gütersloh hatte anders als im letzten Jahr keine Chance und verlor klar mit 1:4. Somit waren die letzten Partien klar und die Spannung wuchs!
Spiel um Platz 7 Am Ende belegten die Spielerinnen aus der Moldaumetropole den 7. Platz, denn sie bezwangen den polnischen Meister mit 2:1. HJK Helsinki verlor mit 2:3 gegen die Kurstädterinnen aus Bad Neuenahr und werden sechste. Im kleinen Finale unterlag Gütersloh erwartungsgemäß dem FCR Duisburg und belegt am Ende einen hervorragenden vierten Rang!
Die Turbine-Fans entrollen vor dem Finale ihre Blockfahne Doch nun ging es um die Wurst, Turbine traf zum dritten Mal auf die Fortunen aus Hjörring! Dieses Mal gelang den Havelstädterinnen allerdings kein Endspurt wie beim 4:2 in der Vorrunde. Nachdem Fortuna abermals in Führung ging konnte Turbine durch „Ommel“ ausgleichen und ging durch Karo in Führung. Leider konnte diese nicht behauptet werden und es gab nach dem 2:2 somit das zweite Neunmeterschießen im Turnier! Alle Schützinnen verwandelten sicher, ausgerechnet die Torschützenbeste Conny patzte bei ihrem Versuch! Nun begann das große Zittern beim Turbine-Anhang! Ein Hauch von DFB - Pokalkrimi in Essen kam auf! Dann schoß eine Dänin neben den Pfosten, wieder Ausgleich, Turbine legte wieder vor und dann hielt Stephanie Ullrich den entscheidenden Neunmeter und das war der Sieg!!! Auf den Rängen fielen sich die Turbine-Fans in die Arme, wohl zum tausendsten Mal erschallte in der Sporthalle der Realschule in Jöllenbeck das " TURBINE, TURBINE, TURBINE!"
Glückliche Sieger: Britta Carlson, Conny Pohlers, Nadine Angerer und Ariane Hingst (v.l.n.r.) Bei der anschließenden Siegerehrung wurde der Turbine-Triumph noch perfekter! Nachdem die Mannschaft ohne Punktverlust den Pokal gewonnen hatte und Conny Pohlers die Torkanone gewann, wurde sie auch zur besten Spielerin des Turniers gewählt! Doch das war immer noch nicht genug, denn einen Titel gab es noch zu vergeben, den der besten Torfrau. Und auch der ging an Turbine Potsdam, denn „Nadze“ wurde zur besten Torfrau des Turniers gewählt! Somit ging also ein äußerst erfolgreiches Hallenfußballturnier zu Ende, zumindest wenn man Turbine-Fan ist! Wir verabschiedeten uns von den Spielerinnen und von den anderen Turbine-Fans, bis nächstes Wochenende in Bonn. Vielleicht mit ähnlichem Erfolg! Dann machten wir drei uns wieder auf die Heimreise, die erfreulicherweise ohne Staus vonstatten ging. Norbert setzte ich in Neustadt / Wied ab, Bridget brachte ich bis nach Heilbronn und auch ich kam so gegen 0.30 Uhr Zuhause an!
Info: Dies ist eine gekürzte Fassung des Fanberichts von Detlef. Wer den ganzen Text lesen will, wird hier fündig:
Leena Puranen von Teilnehmer HJK Helsinki schickte uns einen Bericht zum Turnier aus der Sicht einer aktiven Spielerin: | |