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DFB-Hallenpokal der Frauen 2010

Turbine Potsdam holt das Triple

Im Finale setzte sich Turbine Potsdam mit 3:0 gegen Bayern München durch

Text von Karin Reuter

26.01.2010   Rekordkulisse in diesem Jahr in der Magdeburger Bördelandhalle! Insgesamt 4.341 Zuschauer (Veranstaltungsrekord) wollten das Turnier sehen und wurden durch ein spannungsreiches Turnier belohnt. Der amtierende deutsche Meister 1. FFC Turbine Potsdam wurde seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich in beeindruckender Weise (6 Spiele, 6 Siege) zum dritten Mal den Titel in Folge, als man mit 3:0 über den FC Bayern München siegte. Außerdem war es der dritte Hallensieg der Potsdamerinnen in diesem Jahr, nach dem Sieg beim Nordcup in Kiel und bei "Weltklasse 2010" in Jöllenbeck vor einer Woche.

Trainer Bernd Schröder war sichtlich stolz auf seine Mannschaft. "Wir haben heute souverän und ohne Probleme gewonnen", sagte der dienstälteste Coach der Liga. Weiterhin fügte er noch hinzu: "Wir sind topfit! Und wenn wir mit solchem Selbstvertrauen wie hier in die Liga, in den DFB-Pokal und die Champions League gehen, dann ist vieles möglich."

1. FFC Turbine Potsdam

2010 in der Halle nicht zu schlagen: der 1. FFC Turbine Potsdam triumphierte auch in Magedburg

Bild: Christian Mittelbach

Aber das Hallenturnier hielt noch so manch andere Überraschung parat. So sorgte z.B. der Aufsteiger Saarbrücken für große Verwunderung, als das Team von Trainer Stephan Fröhlich im Viertelfinale gegen den amtierenden DFB- und UEFA-Pokalsieger FCR 2001 Duisburg mit 5:3 gewann. FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg war mächtig enttäuscht von ihrer Mannschaft und ordnete noch für den Sonntag, nach der Rückkehr aus Magdeburg, ein Sondertraining an, bevor es am darauf folgenden Montag ins Trainingslager nach Winterberg geht.

Ebenfalls besonders positiv wie der Aufsteiger erschien der FF USV Jena, der es mit seinem herzerfrischenden Auftritt ebenfalls bis ins Halbfinale schaffte. Trainerin Heidi Vater konnte ihre Freude nicht verbergen. Auch die Bayern aus München scheinen langsam wieder Aufwind zu bekommen und zeigten sich wesentlich gestärkt in der Halle.

Genoveva Anonma

Der FF USV Jena, im Vorjahr erst in die erste Bundesliga aufgestiegen, bestätigte seine gute Saisonleistung auch in der Halle und errreichte das Halbfinale. Hier ist Genoveva Anonma für Jena am Ball

Bild: Christian Mittelbach

Nach den Vorrundenspielen und den Viertelfinals traf im Halbfinale, unter den Augen der Nationaltrainerin Silvia Neid, der FF USV Jena auf Bayern München. Die Münchnerinnen hatten extrem viel Mühe mit den gut aufgestellten Jenaerinnen. Erst in einem dramatischen 9-Meter-Schiessen konnte sich das Team von Günther Wörle mit 8:7 (2:2) gegen den USV durchsetzen. Im zweiten Halbfinale trafen die Turbinen auf den 1. FC Saarbrücken. Auch hier machten es die Saarbrückerinnen wieder mächtig spannend, verloren aber mit ein wenig Pech mit 2:1 gegen den späteren Turniersieger.

Das Finale war weniger spektakulär, zu wenig hatten die Münchnerinnen den Brandenburgerinnen entgegen zu setzen. So gewannen die Potsdamerinnen verdient mit 3:0 durch Tore von Stefanie Draws, Nadine Keßler und Fatmire Bajramaj.

Jubel Potsdam

Auch über diesen Sieg war der Jubel der Spielerinnen aus Potsdam wieder groß

Bild: Karin Reuter

Linda Bresonik

Linda Bresonik beim fliegenden Wechsel der Duisburgerinnen

Bild: Karin Reuter


Lira Bajramaj

Wie auch eine Woche zuvor in Jöllenbeck ragte Lira Bajramaj wieder aus dem Team des 1. FFC Turbine Potsdam heraus und wurde erneut zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Im Bild kann Susann Utes vom FF USV Jena die Nationalspielerin nicht entscheidend stören

Bild: Christian Mittelbach

Sieger des DFB-Hallenpokals:
Turbine Potsdam

Weiteres Klassement:
2. Platz FC Bayern München
3. Platz USV Jena

Ehrung Kathrin Längert

Kathrin Längert vom Turnierzweiten FC Bayern München wurde zur besten Keeperin des Turniers gewählt

Bild: Christian Mittelbach

Kathrin Längert hält

Im Viertelfinale parierte Kathrin Längert im Neunmeterschießen in einer Glanzleistung gegen Meike Weber - So zog Bayern München gegen den 1. FFC Frankfurt ins Halbfinale ein!

Bild: Christian Mittelbach

Zur besten Spielerin des Turniers wurde Nationalspielerin Fatmire Bajramaj (Turbine Potsdam) ausgezeichnet. Als erfolgreichste Torschützin zeichnete sich U 20-Nationalspielerin Alexandra Popp (FCR Duisburg), mit fünf Treffern, aus. Zur besten Torhüterin wurde Kathrin Längert (Bayern München) gewählt, die Auszeichnung für die fairste Mannschaft ging an den SC Freiburg.

Steffi Jones und Lira Bajramaj

WM-OK-Chefin Steffi Jones bei der Ehrung von Lira Bajramaj als beste Spielerin des Turniers

Bild: Christian Mittelbach

Nächstes Jahr fällt, aufgrund der WM im eigenen Lande das Hallenturnier aus. Im Jahr 2012 soll die Veranstaltung wieder neu ausgeschrieben werden.

Bördelandhalle in Magdeburg

Die Bördelandhalle in Magdeburg ist als Austragungsort des DFB-Hallenpokals nicht unumstritten. Etliche Fans trauern dem Flair von Bonn nach, wo der Wettbewerb über Jahrzehnte stattfand, und einige beklagen die langen Anfahrtswege von ihrem Wohnort aus. Doch Tatsache ist, beim zweiten Turnier in Magdeburg wurde ein neuer Zuschauerrekord erreicht!

Bild: Karin Reuter


Laura Vetterlein vs. Simone Laudehr

Liganeuling 1. FC Saarbrücken machte den etablierten Teams schwer zu schaffen und warf im Viertelfinale den FCR Duisburg aus dem Rennen. Hier stochert Laura Vetterlein gegen Weltmeisterin Simone Laudehr nach dem Ball

Bild: Christian Mittelbach

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So sah das dann auf der Anzeigetafel aus. Das hätte sich vor dem Turnier auch kaum jemand vorstellen können!

Bild: Karin Reuter

Mandy Islacker

Auf dem Weg ins Finale musste der FC Bayern München zweimal ins Neunmeterschießen - erst gegen Frankfurt, dann gegen Jena. Im Bild aus dem Viertelfinale führt Mandy Islacker den Ball gegen Frankfurts Neuzugang, Jang-Mi Lee aus Südkorea

Bild: Christian Mittelbach

Jang-Mi Lee

Frankfurts Neuzugang Jang-Mi Lee, links Conny Pohlers

Bild: Karin Reuter

FCR

Die Löwinnen aus Duisburg konnten sich diesmal keine Krone aufsetzen

Bild: Karin Reuter

Alexandra Popp

Eine Spielerin desw FCR Duisburgs gewann dann doch noch: Alexandra Popp, hier beim Blick auf das winterliche Magdeburg, wurde Torschützenkönigin des Turniers

Bild: Karin Reuter



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