von Roland Baumann (Text)
und Nora Kruse (Fotos)
13.01.2008
Mit dem Erreichen des Viertelfinales bei nur zwei Niederlagen gegen die späteren Finalteilnehmer Turbine Potsdam und FCR Duisburg startete der
SC Freiburg mit dem neuen Trainer Alexander Fischinger achtbar ins neue Jahr. Die andere Freiburger Neuverpflichtung, Rahel Graf – dritte
Schweizer Nationalspielerin in den Reihen des SC – konnte wegen einer Verletzung dagegen noch nicht vorgestellt werden.
Im ersten Vorrundenspiel hatte man es mit der SG Wattenscheid 09 zu tun. Trotz des frühen Rückstandes durch das Tor von Mira Möller, hielten die
Breisgauerinnen dagegen und suchten ihre Chancen. Eine dieser Chancen nutzte dann auch Nadine Enoch, die auf der rechten Seite schön bedient wurde und
zum 1:1-Ausgleich traf. In der flott vorgetragenen Party konnte „Meli“ Behringer mit ihrem Treffer zum 2:1 dann sogar das erste Erfolgserlebnis unter
Dach und Fach bringen. Merza Julevic hatte kurz vor Schluss noch eine Großchance zum dritten Treffer, doch verfehlte das Tor knapp.
Der zweite Gegner war Turbine Potsdam, die in ihrem ersten Vorrundenspiel mit dem SC Bad Neuenahr beim 6:2 Sieg leichtes Spiel hatten. So leicht machte
es der SC Freiburg den Potsdamerinnen nicht. Erst parierte Marisa Brunner glänzend gegen eine durchgebrochene Turbine-Spielerin, dann hämmerte Behringer
aus gut zwanzig Metern den Ball unhaltbar für Desirée Schumann zum 1:0 in die Maschen. Es folgte ein munteres Spiel mit weiteren guten Torchancen auf
beiden Seiten. Mit dem Glück des Tüchtigen drehte Potsdam aber noch das Spiel. Zuerst konnte Essi Sainio den Ausgleich erzielen, bevor in der
Schlussminute Leni Larsen Kaurin mit dem 2:1 der Siegtreffer für Potsdam gelang.
Gegen den dritten Vorrundengegner, der SC 07 Bad Neuenahr, erzielte der SC sogar den höchsten Sieg im Verlauf des Turniers. Erst stocherte Behringer den
Ball zur 1:0 Führung ins Tor. Es folgten flüssige Kombinationen,
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Ein enges Turnier: Der SC um Merza Julevic (l.) gewann knapp gegen Lena Wermelts Wattenscheiderinnen und wurde erst von den späteren Turniersiegern
gestoppt.
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bei denen Susanne Hartel (zwei Treffer) und Myriam Krüger die Führung auf 4:0 ausbauten,
ehe Jana Sebastian der 1:4-Anschlusstreffer gelang. Kurz darauf hatte Freiburg ziemlichn Dusel mit zwei Lattentreffer. Doch Behringer ließ nichts
anbrennen und erhöhte auf 5:1. Den Schlusspunkte setzte Juliane Maier mit ihrem Treffer zum 6:1.
Damit war der SC Freiburg für das Viertelfinale qualifiziert. Hier hatte man es mit dem FCR Duisburg zu tun, der mit einem Unentschieden und zwei Siegen
Erster seiner Gruppe geworden war. Auch hier gab es wieder ein munteres Auf und Ab. Einer guten Gelegenheit für Myriam Krüger folgte das 1:0 für Duisburg
durch Anne van Bonn. Im Gegenzug zu einer Großchance für den FCR gelang Myriam Krüger mit einem energischen Antritt der 1:1 Ausgleich. Sekunden vor dem
Abpfiff kam das Aus für den Sportclub. Inka Grings hatte sich freigespielt und konnte zum 2:1 einnetzen.
Freiburgs neuer Trainer attestierter seinem Team ein Spiel mit Freude und Herzblut: "Auch wenn man die Spiele in der Halle nicht überbewerten darf, so
haben wir dennoch Selbstvertrauen getankt, und wenn wir in der Rückrunde gegen einige Gegner so auftreten, wie wir das heute gezeigt haben,
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gehe ich sehr zuversichtlich die nächsten 13 Spiele in der Bundesliga an. Zumal wenn man bedenkt, dass viele der erfahrenen Spielerinnen gar nicht
mitgespielt haben." Zum Abschluss des Turniers ging dann fast schon traditionell der Fair-Play-Preis an den SC Freiburg.
Unter die besten Drei kam der SC zwar nicht, Melanie Behringer (r.) durfte sich dafür aber erneut den Fairplay-Preis bei Hannelore Ratzeburg abholen.
Für den SC Freiburg waren im Einsatz:
Brunner, Kober - Kleiner, Hartel, Maier, Behringer, Faißt, Moser, Zirnstein, Julevic, Krüger, Enoch
Freiburgs Torschützinnen:
Behringer (4), Hartel (2), Krüger (2), Maier, Enoch
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