Algarve-Cup

Knappe Niederlage im Finale

Deutschland – USA 0:1 (0:1)

Von Martin Kochem

22.3.2005    Zum allseits erhofften und großteils auch erwarteten Traumfinale zwischen den seit Jahren dominierenden Frauenfussball- nationen Deutschland und den USA kam es dann im extra zur EM der Männer im vergangenen Jahr neu erbauten Estadio Algarve vor den Toren Faros, welches diesem Endspiel zumindest den angemessenen äußeren Rahmen verleihte.

Ein imposanter Anblick: Das Stadion Estadio Algarve bei Faro

Bild: Martin Kochem

Etwa 500 Zuschauer verloren sich regelrecht im weiten Rund, welche eine abermals aggressiv beginnende DFB-Auswahl erlebten. Wer weiß schon, wie das Spiel gelaufen wäre, hätte die von Conny Pohlers steil geschickte Birgit Prinz nach einem Alleingang in der 16. Minute im 1:1-Duell gegen Torfrau Hope Solo mehr Glück im Abschluss gehabt – so kullerte ihr Flachschuss mit links von der Strafraumgrenze nur um wenige Zentimeter am rechten Eck vorbei…

Wimpeltausch vor dem Spiel

Martin Kochem

Diese hundertprozentige Torchance schien die bis dahin eher zurückhaltend auftretenden US-Girls dann endlich aufgeweckt zu haben. Diese erspielten sich im Anschluss daran ein optisches Übergewicht im Mittelfeld und erzielten in der 23. Minute den bereits spielentscheidenden Siegtreffer.


Die Siegermannschaft beim Algarve-Cup 2005 vor dem Endspiel

Bild: Martin Kochem

Nachdem Silke Rottenberg zunächst noch gegen die allein auf sie zustürmende Christie Welsh retten konnte, brachte diese den Nachschuss dann doch noch im Tor unter und eroberte sich mit ihrem fünften Turniertreffer gleichzeitig unangefochten die Torjägerkrone.

In dieser Szene konnte die Gefahr vor dem deutschen Tor abgewendet werden

Martin Kochem

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich die DFB-Elf zwar intensiv um den Ausgleich, kam jedoch gegen die gut gestaffelte US-Abwehr nicht wirklich zu zwingenden Torchancen. So verfehlten Anja Mittag (52.) sowie Renate Lingor (60.) mit Distanzschüssen relativ klar das Ziel und mussten sich somit den clever aufspielenden Mädels um US-Interimscoach Greg Ryan am Ende knapp aber keinesfalls unverdient geschlagen geben.

Trotz des vierten US-Turniersieges in Folge zog Bundestrainerin Tina Theune-Meyer am Ende ein überaus positives Fazit und zeigte sich für das bevorstehende „Unternehmen EM-Titelverteidigung“ durchweg zuversichtlich, was sie aufgrund der in allen Spielen gezeigten Mannschaftsleistung auch durchaus sein darf.


Deutschland:

Rottenberg – Stegemann, Jones, Günther (70. Fuss), Hingst – Carlson (33. Odebrecht), Lingor (86. Okoyino da Mbabi), Garefrekes - Prinz, Mittag (66. Smisek), Pohlers (83. P. Wunderlich).

USA:

Solo – Mitts, Reddick, Markgraf – Tarpley, Boxx, Wagner (75. Hucles), Chalupny, Lilly – Welsh, Wambach.

Tor: 0:1 Welsh (23.)

Gelbe Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Rote Karten: keine

Schiedsrichterin: Ionescu (Rumänien)

Zuschauer: ca. 500


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