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DFB-Pokal, Viertelfinale

Entscheidung erst im Elfmeter-Krimi

SC 07 Bad Neuenahr – FC Bayern München 5:6 (0:0) (0:0)

06. Dezember 2011
Bericht von Sandra Kunschke, Fotos von Guido Kölzer und Sandra Kunschke

Der SC 07 Bad Neuenahr wollte im Pokal Viertelfinale Wiedergutmachung für die bittere 0:1 Niederlage im Ligaspiel gegen den FC Bayern München. Die wenigen Zuschauer im Apollinarisstadion sahen ein umkämpftes Spiel. Nach torlosen 120 Minuten, mussten die Würfel im Elfmeterschießen fallen. Almuth Schult wurde zur tragischen Figur, sie scheiterte mit ihrem Elfmeter an Münchens Keeperin Kathrin Längert.

Team USA bei der WM 2011


Karussell der Gefühle bei beiden Mannschaften während des Elfmeterschiessens. (Foto: Guido Kölzer)


Lena Lotzen, Peggy Kuznik
Das Team von Colin Bell musste auf Nationalspielerin Celia Okoyino da Mbabi verzichten, sie zog sich letzte Woche im Ligaspiel gegen den Hamburger SV einen Muskelfaserriss zu. Dafür war nach einem halben Jahr erstmals wieder Nicole Rolser mit von der Partie, genau wie Bianca Rech. Auch die Bayern aus München hatten Personalprobleme zu bewältigen und so hatte man bereits für die vergangenen Ligaspiele Sandra de Pol reaktiviert.

Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften einen richtigen Fight, mit einem leichten Vorteil für die Heimelf. Einen Freistoß von Laura Störzel kkonnte Längert so gerade noch entschärfen, der Freistoß von Peggy Kuznik knallte ans Aluminium. Auf der Gegenseite verfehlte Lena Lotzen das Ziel nur knapp. Mitte der ersten Hälfte drehte sich das Bild, Bayern hatte sich eine streckenweise Dominanz erspielt. Gerade über die rechte Seite übten sie durch Lena Lotzen und Laura Feiersinger mächtig Druck aus, kamen aber nie zwingend in den Neuenahrer Strafraum. Nach einer Ecke von Petra Wimbersky köpfte Carina Wenninger Richtung Tor und die Neuenahrer Torhüterin Almuth Schult lenkte das Leder soeben noch an die Latte, um es im Nachfassen sicher aufzunehmen.

Sarah Gregorius, Sandra
de PolIn der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Münchnerinnen über weite Strecken eine Feldüberlegenheit, konnten aber keinen Gewinn daraus schlagen. So kamen die Kurstädterinnen zu einer guten Gelegenheit, als Sarah Gregorius sich rechts durchsetzte. Ihre Hereingabe lenkte eine Bayern-Abwehrspielerin an den Pfosten und Petzelberger scheiterte mit ihrem Nachschuss an Münchens Keeperin. Auf der Gegenseite versuchte es Wimbersky noch mit einem Gewaltschuss aus ca. 20 Metern, aber ohne Erfolg.

Colin Bell hatte in der kurzen Unterbrechung vor der Verlängerung wohl die richtigen Worte gefunden, denn der SC 07 legte den eindeutig besseren Start hin. Corina Schröder setzte die Neuseeländerin Sarah Gregorius schön in Szene, die jedoch letztendlich an Längert scheiterte. Zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung zog Bell dann sein Ass aus dem Ärmel und wechselte Nicole Rolser ein. Kurz nach ihrer Einwechslung hatte sie den entscheidenden Treffer auf dem Fuß. Aber Bayern wollte sich nicht geschlagen geben und setzte in den letzten Minuten alles auf eine Karte. Aber da war noch eine Almuth Schult im Wege, die nach einem Wimbersky Freistoß zweimal glänzend parierte und somit dem SC 07 das Elfmeterschießen sicherte.

Halbfinaleinzug
Im folgenden und unumgänglichen Elfmeterschießen hatten alle zehn benannten Schützinnen die Nerven behalten und ihre Aufgaben erfolgreich absolviert. Also ging es im Sudden-Death Verfahren weiter. Für den FCB trat die eingewechselte Stefanie Mirlach an und traf zum 6:5. Dann schnappte sich Torfrau Almuth Schult das Leder und legte sich das Spielgerät zum entscheidenden Elfmeter zurecht. Ihren nicht gerade scharf geschossenen Ball parierte Kathrin Längert ohne Probleme - aus war der Traum des SC 07 vom Halbfinale.

Stimmen zum Spiel:

Für Thomas Wörle war es ein 0:0 Spiel, nur das es heute einen Sieger geben musste. "Uns tut dieser Sieg richtig gut.“

Colin Bell schaut schon voraus: „Meine Mannschaft hat gut gekämpft, es sollte nun mal nicht sein, dass wir das Halbfinale erreichen. Wir machen Almuth keinen Vorwurf. Sie hat Verantwortung übernommen und am Ende einfach Pech gehabt. Ab morgen gilt die volle Konzentration dem Spiel nächste Woche in Leverkusen."


Ramona Petzelberger, Laura StörzelAlmuth Schult


Stenogramm:

SC 07 Bad Neuenahr:
Schult - Störzel, Schröder, Hoyle, Petzelberger, Na.Rolser, Pyko (106. Ni. Rolser), Gregorius, Doorsoun-Khajeh (120. Nati), Maier, Kuznik

FC Bayern München:
Längert - Schöne, Baunach, Rudelic (103. Mirlach), Bürki, Lotzen, De Pol, Wenninger, Wimbersky, Schnaderbeck, Freiersinger (92. S. Banecki)

Tore im Elfmeterschiessen:
0:1 Bürki
1:1 Störzel
1:2 Wimbersky
2:2 Kuznik
2:3 Baunach
3:3 Na. Rolser
3:4 Lotzen
4:4 Hoyle
4:5 de Pol
5:5 Petzelberger
5:6 Mirlach
Schult scheitert an Längert

Gelbe Karten:
Doorsoun-Khajeh, Störzel, Kuznik / Rudelic, Schnaderbeck

Schiedsrichterin:
Christina Biehl (Schwollen), es assistierten Isabelle Herrmann und Sonja Kuttelwascher

Zuschauer:
407


Weitere Fotos unter www.girlsplay.de


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