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DFB-Pokal, 2. Hauptrunde

Van Bonn-Doppelpack sorgt für klare Verhältnisse

TSV Jahn Calden – 1. FC Lokomotive Leipzig 0:5 (0:3)

Text und Bilder von Christian Heidler

21.09.2011  Vier Jahre nach dem Erstrundenmatch 2007 und sechs Tage nach der Erstansetzung der diesjährigen Begegnung trafen Jahn Calden und Lok Leipzig erneut an gleicher Stelle aufeinander. Doch so klar wie an diesem Samstag war noch keine Partie von den Gästen dominiert worden.

Eckball

Wie bei dieser Ecke hatte Caldens Torfrau Julia Zeuner viele Gelegenheiten, sich bei Leipziger Angriffen zu beweisen.

Man hatte sich auf Caldener Seite durchaus etwas von der Neuansetzung des am vorangegangenen Sonntag wegen eines Unwetters abgebrochenen Spiels erhofft. Schließlich war der Süd-Regionalligist dem Bundesligisten ebenbürtig gewesen und hatte lediglich mit 0:1 zurück gelegen. Doch diesmal hatte Claudia von Lanken ihr Team richtig eingestellt und der 1. FC Lok unterschätzte seinen Gegner nicht ein zweites Mal. Von Anfang an bestürmten die Messestädterinnen das Tor von Julia Zeuner. Schon nach vier Minuten wurde in Folge der ersten Leipziger Ecke der erste Torschuss abgegeben. Es folgten Torchancen für Marie-Luise Herrmann (volley vorbei), zweimal Marlene Ebermann (Zeuner kann beide Schüsse parieren) und Kathrin Patzke, die einmal an der Torfrau scheitert, das andere mal an Justine Rosek, die noch für ihre bereits geschlagene Keeperin klären kann.



Als sich die Jahn-Frauen Mitte der ersten Halbzeit etwas vom Leipziger Dauerdruck zu befreien schienen, fiel dann doch der verdiente Führungstreffer für die Sächsinnen durch Patzke (28. Minute). Zwar kam Calden kurz darauf zum ersten Eckball doch wenig später offenbarte sich wieder die große Überlegenheit des Bundesligisten, dessen Spielerinnen nicht nur robuster und technisch stärker sondern stets einen Tick schneller waren als der Drittligist. Anne van Bonn war es, die mit einem Flachschuss ins rechte Eck auf 0:2 erhöhte (32.) und als die Caldener Abwehr kurz nach dem Wiederanpfiff auf links überlaufen wird und die Kapitänin die Hereingabe von der Grundlinie aus Nahdistanz über die Linie drücken konnte, war die Partie praktisch schon entschieden. Zeuner war es mit ihren Paraden gegen Ebermann und Lahr zu verdanken, daß der Rückstand nicht noch höher ausfiel.

Vielleicht wäre das Spiel in der zweiten Halbzeit noch etwas spannender geworden, wenn Ann Kristin Stammer nach einem Fehler der wenig beschäftigten Torfrau Carolin-Sophie Härling nicht überhastet den Abschluß gesucht hätte. So aber dominierten die Gäste die Begegnung wieder und bauten den Vorsprung noch aus. Anne Hellers Fernschuss sah nicht ganz unhaltbar aus, senkte sich aber über Zeuner hinweg in die Maschen (52.). Trotzdem kann Caldens Schlußfrau eine gute Leistung bescheinigt werden, klärte sie doch noch einige gute Einschussmöglichkeiten der Sächsinnen. Josefine Krengel, van Bonn und Patzke vergaben beste Chancen ehe Angelina Lübcke eine grobe Unachtsamkeit der Heimmannschaft zum 0:5 verwerten konnte (83.).


Trotz der klaren Unterlegenheit gaben sich die Gastgeberinnen nie auf. Deutlich war der Waldherr-Elf aber auch anzumerken, daß mit Leonie Klement und Marlene Schneider zwei wichtige Stützen in der Abwehr fehlten. Am Ende hatten die Hessinnen wenigstens noch Glück als ein Distanzschuss der Eisenbahner nur die Latte traf.


TSV Jahn Calden:
Zeuner – Alexi (74. Thöne), Trabert, Rosek, K. Müller, Stammer, Scheuren, Rühmer, Frank (50. Waldherr), Körle (67. Karime), Braun

Trainer: Frank Waldherr

1. FC Lokomotive Leipzig:
Härling – Krengel, Lübcke, L. Schneider, Ludwig, van Bonn, Heller (60. Freitag), Lahr, M. Herrmann, Patzke, Ebermann

Trainerin: Claudia von Lanken

Tore:
0:1 Patzke (28.)
0:2 van Bonn (32.)
0:3 van Bonn (33.)
0:4 Heller (52.)
0:5 Lübcke (83.)

Gelbe Karten: - / Lahr

Schiedsrichterin: Kathrin Heimann (Gladbeck) mit Caroline Telahr und Annika Paszehr

Zuschauer: 130



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