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Das Frauenfußball-Magazin



DFB-Pokal 2010, Finale

Stimmen zum Pokalfinale 2010

Text von Marion Kehren
Bilder von Tom Schlimme

16.05.2010  

Martina Voss-Tecklenburg (Trainerin des FCR 2001 Duisburg)

Der Sieg war verdammt knapp dank einer hervorragenden Leistung von Jena und einer Jana Burmeister im Tor, die über sich hinaus gewachsen ist. Das es ein Geduldsspiel werden würde war fast klar. Wir müssen konsequenter und ruhiger sein, aber wir sind dennoch der hoch verdiente Sieger und der Sieg hätte höher ausfallen können. Annike scheint die Frau für die wichtigen Tore zu sein. Ich bin froh, dass Annike Krahn mit nach vorne gegangen ist und dann auch das Tor gemacht hat. Es zählt am Ende nicht, wie hoch wir gewonnen haben, sondern dass wir gewonnen haben und ich gönne ihr dieses Tor von ganzem Herzen.

Heidi Vater (Trainerin USV Jena)

Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben die Räume so eng wie möglich gemacht und dem Gegner wenig Platz gelassen, zudem hatten wir heute eine klasse Torhüterin die heute kaum zu überwinden war, nämlich nur ein Mal. Zum Schluss hatten wir sicherlich auch etwas Glück bei den beiden Lattentreffern, aber wir haben mit einer guten Leistung dafür gesorgt, dass das Pokalspiel zu einem Erlebnis wurde. Gratulation an Duisburg! Wir haben zum ersten Mal vor einer solchen Kulisse gespielt und uns wacker geschlagen.

Jana Burmeister (Spielerin USV Jena)

Klar ärgert die Niederlage einwenig, dennoch bin ich mit dem knappen Ergebnis zufrieden. Das blöde Tor - das war schade! Für uns war das ein einmaliges Erlebnis und es war ein klasse Spiel vor einer solchen Kulisse. Meine Mannschaft und ich haben eine gute Leistung gebracht, wir können uns auch ein bisschen als Sieger fühlen. Für mich war es das Spiel meines Lebens!

Jana Burmeister

FF USV Jena Keeperin Jana Burmeister konnte sich nach dem Spiel vor Interviewanfragen kaum retten

Uschi Holl (Torhüterin FCR 2001 Duisburg)

Es war schon ein ergreifendes Gefühl als sie die offizielle Zuschauerzahl bekannt gegeben haben, da musste ich doch schon einmal schlucken. Ich kenne die Kölner und weiß dass sie feiern können, aber das hier war mein bis dato schönstes Erlebnis. Zu Anfang war ich noch mächtig nervös, dass hatte sich aber schnell gelegt als ich den Rasen betreten habe. Zum Ende der Partie wurde es noch einmal verdammt eng, aber es hat ja Gott sein Dank noch gereicht und jetzt ist der Pokal unserer!

Simone Laudehr (Spielerin FCR Duisburg)

In der Halbzeit waren wir etwas deprimiert. Wir wussten, dass wir auf jeden Fall hätten führen müssen und haben uns über uns selber geärgert. Wir sind aber trotzdem ruhig geblieben. Wir hatten gefühlte eine Billionen Chancen. Nach der Führung sind wir etwas lockerer geworden, aber Jena war heute ein schwieriger Gegner.

Simone Laudehr und Ursula Holl

Simone Laudehr und Ursula Holl vor dem Spiel - da war die Anspannung noch deutlich zu spüren


Heidi Vater, Martina Voss-Tecklenburg, Hannelore Ratzeburg

Am Ende waren alle irgendwie zufrieden: Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg (Bildmitte), die hier gerade die Gratulation von Jenas Trainern Heidi Vater entgegen nimmt, und DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg

Hannelore Ratzburg (DFB-Vizepräsidentin)

Es war ein toller Pokaltag! Der erste warme Sonnentag und schon kommen die Leute aus ihren Wohnungen. Besonders erfreut hat mich die Tatsache, dass es bereits so früh am Tage voll auf dem Fanfest war und sich lange Schlangen vor den Kassenhäuschen gebildet habe. Toll, dass so viele Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden haben. Noch dazu ist es unglaublich, dass wir so ganz nebenbei den Zuschauer-Europarekord auf Vereinsebene gebrochen haben. Wir mussten, dass die Kölner ein fußballverrücktes Volk sind, aber dass sie so verrückt sind, davon bin ich nicht ausgegangen.

Hannelore Ratzeburg

DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg hatte die Entscheidung für ein eigenständiges Frauenfinale innerhalb des DFB maßgeblich voran getrieben. Heute wurden diese Anstrengungen belohnt!

Rainer Kirberg (scheidender Geschäftsführer FCR 2001 Duisburg)

Drei Titel in zwei Jahren! Was will man mehr? Für mich ist es ein Zeichen dafür, dass wir in den letzten Jahren eine gute Arbeit gemacht haben und für mich persönlich ein schöner Abschluss beim FCR.

Femke Maes gegen Julia Arnold

Es war kein leichtes Spiel für Femke Maes, die hier von Julia Arnold ganz eng gedeckt wird

Femke Maes (Spielerin FCR 2001 Duisburg)

Ich bin sicherlich mit meiner Leistung nicht zufrieden. Aber letztendlich haben wir gewonnen und das ist klasse. Vor dieser Kulisse zu spielen hat einfach Spaß gemacht, aber jetzt wird erst einmal richtig gefeiert, dass haben wir uns verdient.

Inka Grings (Spielerin FCR 2001 Duisburg)

Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht und die hundertprozentigen Chancen nicht rein gemacht und deshalb mussten wir bis zum Ende zittern. Sicherlich war es kein schönes Spiel von uns, aber das Publikum war fantastisch. Es war wunderschön, hier spielen zu dürfen, Respekt an die Stadt Köln, den DFB und alle Helfer!. So macht Fußballspielen Spaß!


Kathleen Radtke (Spielerin FF USV Jena)

Auf die Frage, ob sie gemerkt hätten, dass die Fans aus Jena eine ganze Zeit lang ein aktustisches Übergewicht im Stadion hatten: „Ja, klar haben wir das gemerkt, und es war klasse! Solche Anfeuerung motiviert natürlich noch einmal zusätzlich. Wir sind unseren Fans sehr dankbar für diese Unterstützung!”

Kathleen Radtke und Marlyse Ngo Ndoumbouk

Kathleen Radtke (rechts) und Marlyse Ngo Ndoumbouk nach dem Spiel. Da konnten die Spielerinnen aus Jena die tolle Atmosphäre in Köln trotz der Niederlage schon wieder genießen

Susann Utes (Spielerin FF USV Jena)

Mit dem Ergebnis bin ich nicht unglücklich. Allein das Endspiel erreicht zu haben ist ein riesiger Erfolg für uns. Die Stimmung und das Publikum war absolut genial, da überwiegt hinterher auch die Freude. An die tolle Atmosphäre könnte man sich glatt gewöhnen...

Annike Krahn (Spielerin FCR 2001 Duisburg)

Wir haben es nicht geschafft, den Ball im Netz unterzubringen, obwohl wir genügend Chancen hatten, daher habe ich mich entschlossen mit nach vorne zu gehen. Ich hoffe meine Trainerin wird mir dafür nicht böse sein. Die Abwehrspielerinnen von Jena hatten mich vermutlich nicht so ganz auf der Rechnung und ich konnte frei ins Tor köpfen. Für den Frauenfußball ist das eigene Finale sicher eine ganz große Chance zur Werbung in eigener Sache. Danke an de Zuschauer, das war eine fantastische Kulisse. Jena hat uns alles abverlangt, das war ein schweres Stück Arbeit.

Annike Krahn

Annike Krahn hatte gut lachen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel


Spielbericht

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