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DFB-Pokal, 2. Hauptrunde

Regionalligist ohne Glück

TSG 1899 Hoffenheim - VfL Sindelfingen 0:1 (0:1)

Text und Bilder von Roland Baumann

19.10.2009   Der Zweitligist aus Sindelfingen erfüllte bei der TSG 1899 Hoffenheim mit einem mageren 0:1 Sieg seine Pflichtaufgabe, ohne wirklich überzeugen zu können. Der Regionalligaaufsteiger zeigte dabei wenig Respekt und konnte bis in die Schlussphase das Spiel offen gestalten.

Die Partie begann zunächst recht verhalten. Sindelfingen tat sich recht schwer, gegen die abwartend eingestellte Heimelf ein Offensivspiel aufzuziehen. Hoffenheim verstand es gut, die VfL-Spitzen zu isolieren, konnte allerdings selbst gegen die um Susi Höller und Marina Schwägler gut postierte VfL-Abwehr nicht viel ausrichten.

Es dauerte bis zur 20. Minute, bis erstmals Torgefahr entstand. Von links außen brachte Nadine Enoch eine Hereingabe vors Hoffenheimer Tor. TSG-Keeperin Kristina Kober verschätzte sich. Somit konnte sich Nicole Rolser dem Ball schnappen und auf Lara Lingelbach ablegen, die aber unter Bedrängung durch Hoffenheims Abwehrspielerinnen das Tor nicht traf.

In der 27. Minute war nach erneuter guter Vorlage von Enoch Theresa Betz in aussichtsreicher Schussposition. Den ersten Schuss konnte Hoffenheims Abwehr blocken, den Nachschuss setzte Betz dann neben das Tor. Mehr Glück hatte sie dann in der 33. Minute. Nachdem Rolser bei einem ihrer Blitzangriffe nur durch Foul gestoppt werden konnte, brachte Betz den fälligen Freistoss so präzise aufs Tor, dass Kober den Schuss nur noch an die Latte ablenken konnte. Lara Lingelbach schaltete am schnellsten und hämmerte den Abpraller passend zum 0:1 unter die Latte. Vielmehr sollte bis zur Helbzeit nicht mehr passieren.

Stephanie Breitner und Julia Müller

Stephanie Breitner und Julia Müller im Zweikampf. Das Spiel war eng, trotz der relativ frühen Führung für den Zweitligisten aus Sindelfingen

Nach der Pause riskierte der Regionalligist mehr und kam auch zu ersten Torschussmöglichkeiten. Ein erster Schuss


Theresa Betz

Theresa Betz beim Freistoß. Der Ball konnte von Hoffemheims Keeperin Kristina Kober nur an die Latte gelenkt werden, und Lara Lingelbach verwertete den Abpraller zum Tor des Tages

in der 51. Minute ging knapp links am Tor vorbei. Wenig später prüfte die Torschützin Lingelbach Hoffenheims Keeperin Kober, die aber den Ball sicher unter Kontrolle brachte.

In der 58. Minute brachte Claire Savin von der rechten Torauslinie den Ball vors Gästetor, doch war Torhüterin Anke Langwisch zur Stelle, bevor mitgelaufene TSG-Stürmerinnen die Hereingabe verwerten konnten. Vier Minuten später herrschte Chaos im Hoffenheimer Strafraum. Nicole Rolser hatte sich gegen die Abwehr durchgesetzt und wurde von Kristina Kober regelwidrig gestoppt. Beim fälligen Elfmeter zeigte Theresa Betz unerwartet Nerven und schoss glatt übers Tor.

Und im Gegenzug vergab Sophie Howard die Chance zum Ausgleich. Nach einem Konter von der kurz zuvor eingewechselten Sandra Schmidt und halbherzigen Abwehr bekam Betz etwa 25 Meter vor dem Tor den Ball vor die Füße. Kober stand in dem Moment viel zu weit vor dem Tor, doch brachte Betz den Ball nicht im verwaisten Tor unter.

Aber auch Hoffenheim blieb im Rennen. In der 75. Minute kam Savin auf der Rechtsaußenposition zum Schuss, aber auch sie vergab diese Möglichkeit. Das Spiel blieb weiter spannend.

Hoffenheim spielte munter mit, während Sindelfingen sich mit Kontern um Ergebnisverbesserung mühte. Bis zum Schlusspfiff sollte aber sich keine Spielstandsänderung mehr ergeben, es blieb beim knappen 1:0 Sieg der Gäste aus Sindelfingen.

Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann sah ein ausgeglichenes Spiel, bei dem sein Team speziell in der ersten Halbzeit zu wenig den Abschluss suchte. In der zweiten Spielhälfte verwaltete Sindelfingen das Spielergebnis. Sindelfingens Trainer Nico Koutroubis musste eingestehen, dass Hoffenheim seiner Elf kaum Luft zum Atmen gelassen hatte. „Der Gegner verschob sehr schnell und arbeitet sehr gut nach hinten. Wir haben


dagegen schlecht gespielt, letztlich aber trotzdem gewonnen.”

Kristina Kober, Sabrina Esslinger, Nicole Rolser

Hoffenheims Keeperin Kristina Kober kann in dieser Situation beruhigt den Ball auf sich zukommen lassen, ihre Verteidigerin Sabrina Esslinger ist näher am Ball als Sindelfingens Nicole Rolser

TSG Hoffenheim:
Kober - J. Hafke, Breitner, V. Hafke, Esslinger, Gramlich (58. Baumann), C. Schneider, Stoller (67. Langner), Howard (78. Schön), Savin, Fuchs

VfL Sindelfingen:
Langwisch - Althaus, Schanz, Schwägler, Betz, Höller, Lingelbach (90. A. Schmidt), L. Maier, Enoch (82. Schindler), Ni. Rolser, N. Müller (57. S. Schmidt)

Tor:
0:1 Lingelbach (33.)

Gelbe Karten:Kober, Savin, C. Schneider

Besondere Vorkommnisse: Betz schießt Foulelfmeter über das Tor (62.)

Schiedsrichterin: Moiken Reichert (Lampertheim)

Zuschauer: 250


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