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DFB-Pokal, 1. Hauptrunde

Tapfer gekämpft, verdient verloren

TSV Jahn Calden – TSV Bayer 04 Leverkusen 0:2 (0:0)

Text und Bilder von Christian Heidler

18.09.2009   Die Null stand wie schon in den ersten beiden Punktspielen bei Jahn Calden – diesmal allerdings nur noch vorne. Trotz eines wackeren Pokalkampfs mußte sich der Regionalligist dem ambitionierten Zweitligateam aus Leverkusen nach 90 Minuten verdientermaßen geschlagen geben.

Die ersten beiden Ligaspiele hatten schon gezeigt, dass Calden Probleme hat, Torchancen auch in Zählbares umzumünzen. So war es wenig verwunderlich diese Abschlußschwäche auch im Pokalspiel gegen die Bayer-Elf zu erleben, als Calden die Anfangsphase erfreulich offensiv begann und u.a. in Person von Arlene Rühmer und Simone Müller das Tor verfehlte.

Warmmachen

Bereits beim Warmmachen kündigten Wolken über dem Kaiserplatz Regen an, der in der zweiten Halbzeit dann auch fallen sollte.

Nach einer Viertelstunde dann erstmals Gefahr im Strafraum der Heimmannschaft bei Kerstin Steins Lupfer knapp neben das Tor. Leverkusen bekam von nun an das Spiel mehr und mehr in den Griff und erarbeitete sich weitere Chancen von denen insbesondere folgende erwähnenswert sind: In der 26. Minute verwertet Spielführerin Maren Henseler eine Hereingabe vom linken Flügel volley knapp übers Caldener Tor und in der 45. Minute kommt Lisa Schwab vor der herauseilenden Keeperin Julia Zeuner an den Ball und setzt ihren Heber an das Lattenkreuz.

Die zweite Hälfte begann gleich mit drei Veränderungen: Über den Kaiseplatz fegten nun Regenschauer hinweg, die Gäste hatten Audrey Knopp für die angeschlagene Lena Steinbach eingewechselt und Bayer knackte den Caldener Abwehrriegel durch Schwabs Schuß aus 16 Metern. Der ambitionierte Zweitligist erarbeitete sich weitere Chancen, traf u.a. auch die Latte aber nicht in die Maschen.

Sharon Braun

Caldens Sharon Braun musste bis zur 73. Minute zusehen, wurde dann eingewechselt, konnte aber das Spiel auch nicht mehr drehen.


Strafraumszene

Alarm im Caldener Strafraum: Torfrau Julia Zeuner verpaßt den Ball, doch Jill Ludwig kann klären. Im Bild (v.l.n.r.): Leonie Klement, Sina Alexi, Lynn Mester, Julia Zeuner, Jill Ludwig, Arlene Rühmer, Vanessa Baudzus, Justine Rosek, Lena Steinbach und Jennifer Giehl.

Die Nordhessinnen mußten nun offensiver werden, schafften es aber kaum den Gegner in Verlegenheit zu bringen. Insbesondere die großgewachsenen Johanna Elsig und Teresa Tüllmann sorgten für eine stabile Abwehr der Werkself.

Teresa Tüllmann

Innenverteidigerin Teresa Tüllmann trug maßgeblich dazu bei, dass Leverkusen nur selten in Gefahr geriet.

Auf einmal zappelte der Ball dann aber doch im Leverkusener Netz. Carolin Simon hatte geschossen, 04-Schlußfrau Lisa Schmitz den Ball nicht festhalten können und Müller abgestaubt. Die Schiedsrichterin zeigte zum Anstoßpunkt, das Publikum jubelte und die Jahn-Frauen liefen schon in ihre Hälfte zurück, als plötzlich alles anders gewertet wurde und Bayer unverständlicherweise einen Freistoß zugesprochen bekam (63. Minute).

Die bis dahin ganz ordentlich pfeifende Unparteiische Christiane Wenkel verlor fortan immer mehr die Übersicht und ließ hüben wie drüben zahlreiche Fouls ungeahndet.


Spielentscheidender war schließlich aber Elsigs Kopfballtreffer im Anschluß an einen Eckstoß (82. Minute). Calden hatte nichts mehr zuzusetzen und konnte sich bei einem weiteren Aluminiumtreffer der Gäste glücklich schätzen, nicht noch weiter in Rückstand geraten zu sein. Bernd Menzels Elf hatte tapfer gekämpft, Leverkusen aber – ohne sonderlich zu glänzen – verdient gewonnen.



TSV Jahn Calden:
Zeuner – Giehl (73. Braun), Alexi, Rosek, Klement, Simon, Krohne, Ludwig, Vandieken (62. Kazubski), Rühmer, S. Müller

Trainer: Bernd Menzel

Bayer 04 Leverkusen:
Schmitz – Mpalaskas, Tüllmann, Elsig, Baudzus, Steinbach (46. Knopp), Stein, Weber, Schwab, Henseler, Mester (88. Janßen)

Trainerin: Doreen Meier

Tore:
0:1 Schwab (49.)
0:2 Elsig (82.)

Gelbe Karten: Alexi

Schiedsrichterin: Christiane Wenkel (Höxter)

Zuschauer: offiziell 200




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