DFB-Pokal, ViertelfinaleTurbine Potsdam komplettiert die letzten VierVfL Sindelfingen - 1. FFC Turbine Potsdam 0:1 (0:1) | ||
Text und Bilder von Roland Baumann 10.02.2009 In einer von der Taktik geprägten Begegnung setzte sich Turbine Potsdam gegen den Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd, den VfL Sindelfingen mit 1:0 durch und vervollständigt damit die Runde der letzten Vier im DFB-Pokal. Der Bundesligist aus Brandenburg dominierte zwar überwiegend die Partie, konnte sich allerdings gegen die gut organisierte VfL-Abwehr nur einmal durchsetzen. ![]() Neuzugang Leoni Maier (rechts am Ball, im Zweikampf mit Marie-Louise Bagehorn) fügte sich schon prima ins Mannschaftsgefüge des VfL Sindelfingen ein Vor 600 zahlenden Zuschauern, darunter der mit angereiste DFB-Präsident Theo Zwanziger, begann die Begegnung zunächst recht ausgeglichen. In den ersten Minuten hielt die Schwabenelf dagegen und konnte mit einigen guten Kombinationen gefallen. Doch schon nach 10 Minuten war klar, wer hier im Floschenstadion das Sagen hatte. Die Brandenburgerinnen übernahmen das Kommado und drängten die Heimelf massiv in die Defensive. In der 32. Minute hatte der Erstligist dann sein Erfolgserlebnis. Einen harten Kopfball von Essi Sainio konnte Sindelfingens Keeperin Ann-Kathrin Berger nur fast senkrecht hochfausten, der Ball fiel dann hinter ihr ins Tor. Wer jetzt allerdings glaubte, dass der VfL auseinander fallen würde, sah sich getäuscht. Potsdam dominierte zwar weiterhin das Spiel, doch waren die Spielzüge nicht zwingend genug und die VfL-Abwehr um Mara Schanz und ![]() Gegen das starke Forechecking der Turbinen blieb dem VfL nur wenig Platz für einen Spielaufbau. Hier wird die ballführende Nadine Rolser von der Torschützin Essi Sainio attackiert Neuzugang Susanna Höller in große Verlegenheit zu bringen. Auch Sindelfingens zweiter Neuzugang, die U17-Nationalspielerin Leoni Maier, fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein. Lediglich die Sturmspitze Nicole Rolser agierte ein wenig unglücklich. Die 17-Jährige hatte es aber auch nicht leicht. Die Befreiungsschläge kamen allesamt zu ungenau und die Defensivabteilung der Turbinen mit Babett Peter, Stefanie Draws und Biance Schmidt war hoch konzentriert bei der Sache. |
Diesen Kopfball von Essi Sainio (links) konnte Ann-Kathrin Berger nicht richtig unter Kontrolle bekommen. Es sollte aber der einzige Treffer in diesem Spiel bleiben. | |
Die Angriffsbemühungen des VfL wurden schnell und rigoros von den Turbinen unterbunden, so wie hier von Leni Larsen Kaurin und Babett Peter gegen Nicole Rosler Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Gesamtbild gar nichts. Potsdam agierte - vielleicht ein wenig zu ideenlos - doch Sindelfingen haute alles weg, was nur in die Nähe des eigenen Tors kam. Dazwischen glänzte VfL-Torhüterin Ann-Kathrin Berger, die von Potsdams Trainer Bernd Schröder eine Weltklasseleistung attestiert bekam. In der 64. Minute gab es nochmals Aufregung, als der Ball ein zweites Mal im VfL-Tor lag. Der vorherige Einsatz von Jessica Wich gegen Berger war aber regelwidrig und zudem musste die Torhüterin minutenlang behandelt werden. In den Schlussminuten wurde das Spiel wieder offener. Die bis dahin weitgehend beschäftigungslose Turbinenkeeperin Desirée Schumann musste das eine oder andere Mal den Ball schnappen. Allerdings wirklich gefährliche Torraumszenen brachte der VfL auch da nicht zustande. Doch auch bei aufgerücktem Mittelfeld stand die VfL-Abwehr sicher. ![]() Mit guten Stellungsspiel und tollen Paraden nötigte Ann-Kathrin Berger selbst Turbinen-Trainer Bernd Schröder die Wertung 'Weltklasse' ab. Hier klärt sie vor Tabea Kemme. Mara Schanz braucht nicht einzugreifen.
|
Kurz vor Schluss konnte sie einen letzten Turbinen-Konter in einer 3 zu 3 Situation abfangen. Es blieb bei dem verdienten, wenn auch sehr knappen 0:1. ![]() Erst in den Schlussminuten musste Desirée Schumann einen Arbeitsnachweis abliefern. Bianca Schmidt schirmt dazu gegen Tanja Coblenzer ab.
VfL Sindelfingen:
| |