DFB-Pokal, 2. RundeHerford gerät ins SchwimmenSG Essen-Schönebeck - Herforder SV 4:1 (1:1) | ||
Von Nora Kruse (Text u. Fotos)
Ein Tor vorbereitet, eines selbst erzielt: Neuzugang Daniela Löwenberg ist in Essen eine feste Größe geworden. Dabei begannen die Gäste, die die letzte Partie gegen die SGS zu Hause mit 0:4 verloren hatten, mit wesentlich mehr Einsatz als vor drei Wochen. „Die erste Halbzeit war gar nicht so schlecht“, bilanzierte Kenter, dem jedoch bei der Abwehrleistung seiner Mannschaft das ein oder andere Mal der Atem stockte. In der Defensivabteilung fehlten dem Bundesligaaufsteiger mit Claudia Bujna und Susanne Werner zwei Stammkräfte, deren Ausfälle nicht zu kompensieren waren. Am besten wussten dies Stefanie Weichelt und Daniela Löwenberg auszunutzen, die über die rechte Seite immer wieder Wege und Freiräume fanden. „Uns hat die Kreativität gefehlt“, bemängelte Agolli jedoch. Denn auch wenn die Abwehr der Herforderinnen teilweise regelrecht ins Schwimmen geriet, wie Kenter selbstkritisch einräumte, konnten die Gastgeberinnen dies nicht ausnutzen. Zu festgefahren waren die Versuche über die rechte Seite, bei denen zumeist der entscheidende Pass nicht ankam, zu einfallslos die vielen langen Bälle, die keinen Abnehmer fanden. |
Wenn Stefanie Weichelt (l.) antrat, hatte der Herforder SV um Fiona Rolfs alle Mühe zu folgen. | |
Da das Spiel nach vorne der Herforderinnen jedoch ein wenig besser funktionierte als die Abwehrarbeit, konnten die Gäste immer wieder
Entlastungsangriffe starten. In der 32. Minute war einer dieser Angriffe erfolgreich. Nach Flanke von Yvonne Hansmeier verwandelte Marie Pollmann
zum 0:1 – das erste Tor der U20-Nationalspielerin in der laufenden Saison. Die Freude der Gäste hielt jedoch nicht lange. Nur drei Minuten später
erzielte Sandra Deilmann den Ausgleich, die Vorarbeit leistete Daniela Löwenberg – wieder war es die rechte Seite, über die die Essenerinnen die
Freiräume gefunden hatten.
Ausgelassener Jubel: der Betreuerstab der SGS feiert Yougster Sofia Nati 60 bis 70 Minuten habe seine Mannschaft mithalten können, so Kenter, dann sei Essen spielbestimmend gewesen. „Wir konnten die Bälle nicht halten und sind |
dadurch viele Wege umsonst gelaufen.“ Das Genick wurde seiner Mannschaft schließlich mit einen Doppelschlag binnen einer Minute gebrochen. Zunächst
erzielte Carina Chojnacki per Freistoß in der 77. Minute das 2:1, dann legte die erst 15-jährige Sofia Nati mit einem Heber nach. Im HSV-Spiel fehlte es
danach an Bewegung, die Spielerinnen rückten nicht nach, die Zuspiele waren zu ungenau. Daher war es Löwenberg, die den Schlusspunkt setzen konnte und
in der 88. Minute noch das 4:1 für die Gastgeberinnen erzielte.
| |