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DFB Pokal, AchtelfinaleGerechter Kölner Sieg im SchlammVfR Limburg - TuS Köln rrh. 0:2 (0:0) | ||
Text und Bilder von Tom Schlimme25.11.2007 In der Nacht hatte es geregnet, dann schien am Vormittag die Sonne. Genau bis zum Anpfiff. Pünktlich um 14.00 Uhr setzte ein heftiger Regen ein, und im Laufe des Spiels verwandelte der Platz sich in einen Acker, auf dem mehr braune als grüne Stellen zu sehen waren. Schade, denn das Spiel hatte verhältnismäßig viele Zuschauer, ich schätze über 300, in das Stadion des Oberligisten gelockt, darunter auch hochkarätige Prominenz wie DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, der von seinem Heimatort Altendiez nur wenige Kilometer zu fahren brauchte und in Limburg zur Schule gegangen ist. Aber auch der Limburger Bürgermeister Martin Richard, ein Landtagsabgeordneter und ein Staatssekretär waren gekommen. Sie sahen zwei kämpferisch starke Mannschaften, die sich einen klassischen Pokalfight lieferten. Wie schon bei ihren Erstrundenerfolgen gegen die Zweitligisten aus Brauweiler und Hagsfeld standen die Limburgerinnen gut in der Abwehr. Allerdings erwiesen sich die Gäste aus Köln als stärker als ihre „Klassenkameraden”, die jeweils mit 1:0 nach Hause geschickt worden waren. Die Gäste aus Köln dominierten das Spiel von Anfang an und erspielten sich auch immer wieder gute Torgelegenheiten. Doch die erste richtig gute Chance hatte Limburg: Anna Strenger bekam den Ball fünf Meter vor dem Kölner Tor vor den Fuß, wurde dann aber in letzter Sekunde noch von Kölns rechter Verteidigerin Sarah Kramer gestört, so dass Keeperin Corinna Ernst das Leder aufnehmen konnte. Köln machte zu diesem Zeitpunkt zu wenig aus der Überlegenheit, ließ sogar eine weitere Limburger Chance durch Larissa Schmidt zu, die jedoch, gut geschickt von Strenger, zu schwach abschloss. ![]() Anna Strenger, sowohl in der Innenverteidigung als auch im Angriff zu finden, war für mich auch heute wieder stärkste Limburgerin Eine der stärksten Kölnerinnen, Vanessa Wurth, eigentlich Innenverteidigerin, aber mit enormen Laufpensum auch immer wieder vorne zu finden, spielte sich in der 20. Minute an vier Limburgerinnen vorbei in den Strafraum. Erst bei Jenny Schäfer, Limburgs rechter Verteidigerin, war dann Endstation. Wenig später prallte der Ball eine gefühlte Minute lang im Limburger Strafraum hin und her, ohne dass eine Kölnerin zum Schuss kam oder eine Limburgerin ihn entscheidend weghauen konnte. Eine Glanzparade bot dann Limburgs Keeperin Ann-Kathrin Kremer, in nachfolgend in Bildern beschriebener Szene:
Christiane Braun (Nr.3) drückt einen Kopfball schön als Aufsetzer herunter, Ann-Kathrin Kremer kann abwehren und den Nachschuss festhalten. Allerdings hätte Braun den Nachschuss wohl besser der besser postierten Irmela Koch (Nr.16) überlassen. (Ach, was ist Fußball vom Platzrand aus doch so schön leicht) Kremer entschäfte vor dem Pausenpfiff noch eine Chance von Koch, indem sie den Ball am Fünfmeterraum unter sich begrub, und hielt einen harten Schuss von |
Nach hartem Kampf gegen Limburg freuen sich die Spielerinnen des TuS Köln rrh. nun auf das Viertelfinale | |
Manuela Frettlöh, die von der Strafraumgrenze aus abgezogen hatte. ![]() Die Augen von Kölns Stürmerin Johanna Krist (ganz links) und von Mareike Scheid richten sich auf die Keeperin. Ann-Kathrin Kremer im Limburger Tor hielt den matschglitschigen Ball unter extremen Bedingungen ein ums andere Mal mit Bravour. Doch ihre Abschläge gingen ihr gründlich daneben... In der 57. Minute nun führte so ein schlechter Abschlag zu einem Foul in etwa 25m Torentfernung, das der Limburgerin Arzu Teke dazu noch die gelbe Karte einbrachte. Kölns Kapitänin Frettlöh hob das Leder mitten aufs Tor, erwischte Kremer, die angesichts der Entfernung wohl eine Flanke erwartet hatte, zu weit draußen, und der Ball senkte sich genau über Kremer in die Maschen. Damit waren die Chancen des Oberligisten natürlich dramatisch gesunken, denn nach vorne war bisher nicht viel gegangen. Mit großem Einsatz kämpften die Limburgerinnen um jeden Ball, doch feldüberlegen blieb Köln, wobei man allerdings konstatieren kann, dass von einem Klassenunterschied (auf dem Papier sogar zwei Klassen) keine Rede sein kann. Eine große Chance hatte Limburg dann auch noch relativ bald nach dem Führungstreffer: Sandra Fritz schlug eine Flanke von rechts über den Kölner Strafraum, Limburgs Kapitänin Nicole Brauer traf den Ball jedoch nicht richtig, so dass er in hohem Bogen genau über das Tor ging. Doch sonst ließ die Kölner Abwehr nicht mehr viel anbrennen. Im Gegenteil, Köln griff weiter an, und zwar gefährlich. Schöner steiler Pass von Braun in den Raum, Kölns Stürmerin Johanna Krist ist durch, geht mit dem Ball am Fuß in den Limburger Strafraum, Jessica Otto weiß sich keinen Rat, als sie im Nachlaufen zu foulen. Elfmeter und rote Karte wegen Notbremse waren die logische Konsequenz. Doch Keeperin Kremer hielt! ![]() Limburgs Keeperin Ann-Kathrin Kremer ließ sich von Manuela Frettlöh nicht in die Ecke locken, blieb einfach stehen und hielt den genau auf die Tormitte geschossenen Elfmeter Eine weitere gute Parade zeigte Kremer dann gegen die eingewechselte Verena Metzele, der sie in der 75. Minute den Weg zum Tor versperrte. Doch es sollte alles nichts nützen. In der 86. Minute brachte wieder ein schlechter Abschlag von Kremer |
Köln in Strafraumnähe in Ballbesitz, die eingewechselte Ilona Demirtas schob den Ball flach genau in die rechte untere Ecke, 2:0 für Köln, der Oberligist ausgeschieden, auf den Zweitligisten warten nun höhere Aufgaben. ![]() Vanessa Wurth überzeugte mit einem erstaunlichen Laufpensum und zeigte einen Alleingang ala Birgit Prinz, der beinahe zumTor geführt hätte
Kölns Trainer Dietmar Herhaus zeigte sich hinterher hochzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. Der Sieg sei hochverdient unter schon fast irregulären Bedingungen errungen worden. Er müsse seinen Spielerinnen ein Riesenkompliment machen, wie sie die Ordnung gehalten hätten und das Spiel so gestaltet, wie es auf diesem „Acker” adäquat sei. Wie die Tore letztlich fallen würden, sei egal. Limburg habe einen großen Fight geliefert, er verstehe jetzt auch, warum sie diese Runde erreichen konnten. Seine Mannschaft habe es jetzt verdient, diesen Sieg zu genießen. ![]() Am nächsten Sonntag gleich das nächste Spitzenspiel vor Augen: Limburgs Trainerin Kerstin Schulz bewies, wie auch ihr Kollege Dietmar Herhaus, dass die Trainer im Frauenfußball keine Scheu vor Regenwetter haben - anders als der englische Nationalcoach der Männer!
VfR Limburg
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