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DFB-Pokal, 1. Hauptrunde

Holstein Kiel mit Kantersieg in Cottbus

FC Energie Cottbus - KSV Holstein Kiel 0:9 (0:1)

Text und Bilder: Hauke Hansen

4.9.2007   Für das 9:0 über Energie Cottbus mussten die „Holstein Woman“ erst einmal in die 500 Kilometer entfernte Lausitz reisen. Bereits 24 Stunden vor Anpfiff der Partie ging die Fahrt von Kiel in Richtung Cottbus für die 17 Spielerinnen und den sechsköpfigen Trainer- bzw. Betreuerstab los. In der Jugendherberge Köthen im Spreewald wurde noch einmal Kraft getankt, um am Sonntagvormittag gegen die Frauenmannschaft vom FC Energie Cottbus anzutreten.

Bereits in der fünften Spielminute zeigten die Gäste aus Kiel Nerven. Die Kielerin Svenja Scheffke wehrte einen Ball aus dem Strafraum zu ungenau in die Beine der Cottbuserin Cindy Arnold ab. Die herauseilende Torfrau Katna Ihrens konnte dann nur noch die Notbremse ziehen und brachte ihre Gegnerin zu Fall. Der anschließende Elfmeter war etwas zu hoch geschossen und landete in den Wolken.

Nadine Kuhla gegen Rachel Pashley

Vor allem in der ersten Halbzeit ein hartes Stück Arbeit für die Zweitligistenaus Kiel: hier grätscht Nadine Kuhla (Cottbus) gegen Rachel Pashley

Der Verbandsligist zeigte sich sehr agil und machte es den „Holstein Woman“ sehr schwer, ins Spiel zu finden. In der 15. Minute kam dann aber für die Kielerinnen doch die Erlösung. Nach einem Zuspiel von Kati Krohn auf Nicole Preiß an der Strafraumgrenze versetzte Preiß die Cottbuser Spielerin Claudia Pohle und konnte ungehindert per Flachschuss den Führungstreffer für die Kielerinnen erzielen.

Nicole Preiß und Anja Zegontat

Nicole Preiß (links), hier gegen Anja Zegnotat, erzielte zwei Tore, darunter den wichtigen Führungstreffer

Die Gastgeberinnen aus der Lausitz konnten dem schnellen Tempo der „Holstein Woman“ noch gut folgen, ließen sich aber immer mehr in die eigene Spielhälfte drängen. Nach weiteren vergebenen Torchancen für die Gäste aus der Fördestadt gingen beide Teams in die Pause.

In Halbzeit zwei ließen die Kielerinnen dann aber nichts mehr anbrennen. Ab der 48. Minute fielen die nächsten drei Tore im Zweiminuten-Takt: Steffi Güldenzoph erspielte sich den Ball im Mittelfeld und erzielte ohne Gegenwehr der Cottbuserinnen das 2:0 für Kiel. In der 50. Minute passte Steffi Mohr auf Kati Krohn.


Tor durch Kati Krohn

Das 8:0 für Kiel durch Kati Krohn (blaues Trikot): Anja Zegnotat und Torfrau Anja Zach sind machtlos

Die nahm den Ball mit der Brust an und versenkte das Leder mit einem Volleyschuss im Tor. Zwei Minuten später verlädt Jytte Stelck die aus dem Tor eilende Torfrau Anja Zach, indem die Kielerin den Ball zu ihrer Mitspielerin spielte. Frei vor dem Tor hämmerte Nicole Preiß den Ball ohne Gnade zum 4:0 ins Tor.

Die Cottbuserinnen waren spätestens nach einer Stunde Spielzeit nicht mehr dem Tempo der Kielerinnen gewachsen. Denn in der 59. Minute erzielte Steffi Güldenzoph nach indirektem Freistoß das 5:0. Unglücklicher Weise fälschte die Cottbuser Spielerin Nadine Kuhla den Ball unhaltbar ins eigene Tor ab.

Steffi Güldenzoph

Hier erzielt Steffi Güldenzoph das 2:0

Die 16jährige Christina Krause, die noch letzte Saison bei den B-Juniorinnen von Holstein Kiel spielte, feierte in der 65. Minute mit ihrem Kopfballtor einen gelungen Einstand in ihrem ersten Pflichtspieleinsatz für die „Holstein Woman“.

Eigentor Silvia Paasch

Silvia Paasch (links) klärt vor Nicole Preiß - zum 0:7 ins eigene Netz!

Weitere Treffer blieben der quirligen Spielerin versagt, da sie drei mal ins Abseits lief. Die übrigen drei Tore erzielten per Eigentor Silvia Paasch nach Abwehr gegen Preiß (69.), Kati Krohn, die in der 71. Minute am Boden liegend Torfrau Anja Zach ausspielte und Svenja Wölki, die den Schlusstreffer aus 18 Metern Entfernung per Direktschuss unter die Querlatte der Cottbuserinnen (79.) setzte.


Somit hatten sich die 2. Bundesligaspielerinnen aus Kiel nach einer respektablen Leistung in der zweiten Halbzeit in die 2. Runde des DFB-Pokals geschossen. Trainer Heinz Siebolds bescheinigte den Cottbuserin eine respektable Leistung: „Die haben uns nichts geschenkt. In der ersten Halbzeit hat Energie Cottbus gezeigt, dass sie in die Regionalliga gehören“.

Jytte Stelck

Die Cottbusser Keeperin Anja Zach foult hier knapp an der Strafraumgrenze Jytte Stelck

FC Energie Cottbus

Zach, Hartmann (Schreck), Choschzick (Handtke), Pohle, Paasch. Rähse, Knaak (Töpfer), Kuhla, Zegnotat, Schwauch, Arnold

Trainer: Holger Schneider / Heiko Bernadowitz

KSV Holstein Kiel

Ihrens, Pulkis (82. Eckhoff), Mohr, Scheffke, Schrum, Wölki, Pashley, Güldenzoph (75. Nefen), Preiß, Krohn, Stelck (64. Krause)

Trainer: Heinz Siebolds / Fabian Thiesen

Tore:
0:1 (15.) Preiß
0:2 (48.) Güldenzoph
0:3 (50.) Krohn
0:4 (52.) Preiß
0:5 (59.) Güldenzoph
0:6 (65.) Krause
0:7 (69.) Eigentor Paasch
0:8 (71.) Krohn
0:9 (76.) Wölki

Karten: -

Schiedsrichterin: Ina Michel (Stolpen)

Zuschauer: 100


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