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DFB-Pokal 2006/2007: 2. RundeDas zweite Aus in einer WocheTurbine Potsdam - FCR Duisburg 2:3 (1:2) | ||
Text von Marko Schiller, Fotos von Jan Kuppert 28.10.2006 Es ging um viel in dieser Partie - dementsprechend sahen auch die Zweikämpfe aus. Hier Simone Laudehr (l.) gegen Ariane Hingst. Wenig überraschend stellte Bernd Schröder sein Team kaum um im Vergleich zu den vorherigen Spielen. Lediglich Aferdita Podvorica durfte diesmal für die momentan formschwache Isabel Kerschowski von Beginn an stürmen. Bei Duisburg verzichtete Trainer Dietmar Herhaus auf Inka Grings und überraschte stattdessen mit der Neuverpflichtung Margrét Lára Vidarsdóttir im Sturm. Dies sollte noch nach dem Spiel für Verwirrung sorgen. Beide Teams begannen offensiv und so hatten Vidarsdottir und Podvorica jeweils erste Möglichkeiten, wobei die Duisburger Chance zwingender war. So waren auch gerade sechs Minuten gespielt als Jennifer Oster aus Nahdistanz eine Vorlage von Vidarsdottir zum Führungstreffer für die Gäste verwandelte. Schockzustand in Potsdam. Inken Becher schirmt vor Margrét Lára Viðarsdóttir ab. Nur wenig später gab es eine der vielen umstrittenen Situationen im Spiel, als Anne van Bonn und Conny Pohlers im Duisburger Strafraum zu Fall kamen. Elfmeter oder nicht? Die Schiedsrichterin entschied sich gegen den Pfiff. Vielleicht lag sie bei dieser Entscheidung richtig, aber bei unzähligen anderen lag sie glasklar daneben. Dies trug nicht gerade zur Beruhigung des Spiels bei. Dass Potsdam nicht wirklich zwingend vor das Gästetor kam, lag zum einen an dem wiederholt schwachen Aufbauspiel der Turbinen und zum anderen an dem dicht gestaffelten Mittelfeld der Duisburgerinnen. Die Ex-Turbinen Viola Odebrecht und Sonja Fuss konnten sich nicht in den |
Die Duisburgerinnen bejubeln das 3:1 kurz nach der Pause durch Neuzugang Vidarsdottir. | |
Vordergrund spielen und blieben an alter Wirkungsstätte eher blass. Dennoch war es eben jene Odebrecht, die per Einwurf den 0:2-Treffer von Simone Laudehr vorbereitete. Dies alles geschah bereits in der 35. Spielminute. Nur der Anschlusstreffer noch vor der Halbzeit konnte die Hoffnungen der heimischen Fans noch aufrechterhalten. Eben jenen Treffer erzielte Aferdita Kameraj nach Kopfballvorlage von Peggy Kuznik in der 43. Minute. Hoffnung keimte auf für die zweite Halbzeit. ![]() Aferdita Kameraj brachte Turbine kurz vor der Pause nochmal zurück ins Spiel. Aber diese Hoffnung wurde nach nur sechs Minuten der zweiten Halbzeit zerstört. Nach einem Fehlpass von Britta Carlson nutze Vidarsdottir die sich bietende Chance und schoss das 1:3. Positiv war, dass das Potsdamer Team nicht aufgab und um den erneuten Anschlusstreffer bemüht war. Dieser wollte aber einfach nicht fallen und Duisburg blieb jederzeit brandgefährlich. Für Viola Odebrecht (vorne), hier gegen Peggy Kuznik, war es eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte.
Als die Schiedsrichterin in der 84. Spielminute auf Elfmeter für Potsdam entschied , den Pohlers auch sicher verwandelte, versuchten sie sich wenigstens in die Verlängerung zu retten. Aber die heute cleverere Mannschaft von Duisburg verteidigte den knappen Vorsprung geschickt und |
bescherte dem dreifachen Titelträger das Aus in der 2. Runde des Pokals. Somit bleibt Potsdam nunmehr nur noch der Ligaalltag, um seine Krise zu überwinden. Wie dies gelingen soll, scheint selbst den Spielerinnen momentan ein Rätsel. Nach dem Spiel sah man viele ratlose Gesichter und hörte auch jene Ratlosigkeit aus Gesprächen heraus. Positiv ist Essi Sainio aus dem Team herauszuheben, die sich in jeder Minute in den Dienst der Mannschaft stellte und sowohl im Sturm als auch der Abwehr Löcher stopfte und alles versuchte, die Wende zu erzwingen. Der Anschlusstreffer per Elfmeter durch Conny Pohlers (vorne), die hier Vanessa Martini enteilt, reichte nicht mehr.
Turbine Potsdam:
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