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DFB Pokal, 2. HauptrundeGlück gehabtSC Freiburg - VfL Sindelfingen 4:2 (2:1) | ||
Text von Johannes Huber (www.dorfgeschwaetz.de)28.10.2006 Vor 210 ZuschauerInnen im sonnengefluteten Freiburger Weststadion besiegten die Frauen des SC Freiburg den Zweitligisten VfL Sindelfingen in der zweiten Runde des DFB-Pokals glücklich mit 4:2. Im Unterschied zum Auswärtssieg bei Brauweiler-Pulheim änderte Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig sein Team nur auf einer Position: Statt Julia Zirnstein, die auf der Bank Platz nahm, spielte zunächst die Französin Jeanne Haag. Im Tor stand wieder die Schweizer Nationaltorhüterin Marisa Brunner, obwohl Alexandra Schwalds Rotsperre aus dem Spiel gegen den HSV abgelaufen war. ![]() Tanja Coblenzer (23) hätte beinahe den Zweitligisten mit 0:1 in Führung gebracht. Mit der 7 Christine Kaltenbach, mit der 3 Michaela Althaus, im Freiburger Tor Marisa Brunner Die erste Chance des Spiels ging an Sindelfingen, als Brunner in der zweiten Minute bereits geschlagen war und Alexandra Stegmann den Ball von der Linie wegkratzte. Nach zehn Minuten war es wieder der Zweitligist, der die Unsicherheiten der Breisgauerinnen nutze und gefährlich aufs Tor von Brunner zuging. Alexandra Kury patze, doch Brunner hielt. Zwei Minuten später schoss Tanja Coblenzer knapp am Freiburger Gehäuse vorbei. Die erste Viertelstunde ging zweifellos an Sindelfingen, doch die Tore fielen auf der anderen Seite. Ging ein direkt geschossener Freistoß von Myriam Krüger in der 14. Spielminute noch knapp neben das Tor, so bediente sie eine Minute später mustergültig von rechts Katja Bornschein, die zum 1:0 einköpfte. Doch wer dachte, jetzt wird das Spiel des SC souveräner, lag daneben. Sindelfingen spielte munter weiter mit und lies in keiner Phase des Spiels einen Klassenunterschied erkennen. Vier Minuten nach dem Freiburger Führungstreffer tauchte Kim Kulig alleine vor dem Freiburger Gehäuse auf, Brunner war bereits geschlagen, doch Kulig beförderte den Ball am Pfosten vorbei.
![]() Riesenchance für Kim Kulig. Die zur Verstärkung herbeigelaufene Michaela Althaus kann es nicht fassen, dass der Ball noch vorbei geht Nach einer halben Stunde zeigte das Schiedsrichtergespann erstmals entscheidende Schwächen. Konnte man schon zuvor über die ein oder andere Abseitsentscheidung diskutieren, lagen sie in der 32. Spielminute ganz sicher daneben, als Sandra "Doppelpack" Schmidt weit hinter den Gegenspielerinnen den Ball bekam und durch gewesen wäre. Ein Zuschauer kommentierte das mit der Aussage, die Assistentin habe Angst, dass ihr der Arm einschliefe, weshalb sie ihn ab und an anheben müsse. Plausibler geht's nimmer... Die Aufregung indes hielt nicht lange an, Nicole Söder, die heute ungemeinen Siegeswillen ausstrahlte, wurde sechzehneinhalb Meter vor dem Tor gefoult, Juliane Maier nahm sich den Ball und verwandelte wunderschön direkt ins rechte obere Eck zum 2:0 (37.). Doch wer glaubte, das sei es schon gewesen, sah sich getäuscht. Bereits drei Minuten später kam Sindelfingen zu einem Konter und Michaela Althaus traf aus abseitsverdächtiger Position zum 2:1 Anschlusstreffer. Wie bereits zehn Minuten zuvor bekommt Schmidt kurz vor dem Halbzeitpfiff |
Der Zweitligist aus Sindelfingen versteckte sich nicht, die Partie war heißumkämpft! Hier versucht Stefanie Fauser (15, Sindelfingen) noch mit der Hacke den Ball vor Nicole Söder wegzubekommen. Außerdem im Bild von links: Nadine Enoch, Theresa Betz und Kim Kulig | |
von einer gegnerischen (!) Spielerin mit dem Kopf den Ball abgelegt, der Assistentin drohte wohl schon wieder der Arm einzuschlafen - sie winkte Abseits. ![]() U-19 Europameisterin Juliane Maier erzielt hier das 2:0 mit einem knallharten Freistoß ins rechte obere Eck In der 59. Spielminuten war es dann soweit, die sonst zuverlässige Stegmann lies sich von Eve Chandraratne ausspielen, diese passte klug auf Kim Kulig, die ohne Mühe den Ausgleichstreffer zum 2:2 markierte. Sindelfingen witterte Morgenluft, doch auch Freiburg gab sich nicht auf. In der 64. Minute setze sich Myriam Krüger schön auf der rechten Seite durch und passte von der Grundlinie aus, auf die im Sturmzentrum postierte Haag, die jedoch das Tor knapp verfehlte. In der 73. Spielminute ging wieder ein Raunen durchs Freiburger Publikum, als Kim Kulig bei einer Kontersituation mit der Hacke Coblenzer schickte, diese jedoch zu eigensinnig abzog, anstatt die besser postierte Mitspielerin zu suchen, kein Problem für Brunner. Kurz darauf hatte Sindelfingen in Person der zwischenzeitlich eingewechselten Merza Julevic einen Freistoß aus rund 25 Metern, Julevic zog ab, die in der Mauer stehende Stegmann fiel um. Das Spiel wurde unterbrochen und mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt - eine Situation, die auch nicht alle Tage zu beobachten ist. ![]() Torschützin Sandra Schmidt (links) und Tanja Hees im Zweikampf Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff hält Brunner einen Konter von Sindelfingen und damit das Unentschieden fest. Bornschein versuchte es nochmals mit einem Freistoß von rechts, doch die im Breisgau nicht unbekannte Alisa Vetterlein im Sindelfinger Tor - in der letzten Saison noch Freiburgs Nummer 2 - konnte halten. Auf der Tribüne richtete man sich bereits auf die Verlängerung ein, ging schon mal im Kopf die möglichen Elfmeterschützinnen durch, doch dazu kam es nicht. In der 90. Minute bekam erneut Bornschein einen Freistoß von ganz rechts außen, fand den Kopf von Schmidt, die zum glücklichen 3:2 verwandelte. Freiburg ersparte sich also die Verlängerung, die angesichts der Temperaturen sicherlich an die Substanz gegangen wäre. Bereits in der Nachspielzeit bediente Maier mit einer Zuckerflanke die eingewechselte Nadine Enoch, die |
zum 4:2 Endstand einschob. Die letzte Chance des Spiels blieb allerdings Schmidt vorbehalten, die praktisch mit dem Schlusspfiff noch mal knapp am Tor vorbei schoss.
Das goldene Tor zum 3:2 in der 90. Minute durch Sandra Schmidt: Kopfball und anschließender Jubellauf zu Katja Bornschein, die ihr den Freistoß genau auf den Kopf gesetzt hatte ![]() So sah Roland Baumann das Tor zum 3:2
SC Freiburg
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