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DFB-Pokal 2.HauptrundePflichterfüllung mit wenig Glanz1.FFC Frankfurt - FFC Brauweiler Pulheim 2000 4:0 (1:0) | ||
Text von Peter Henkel, Bilder von Nora Kruse22.10.2006 Nur drei Tage nach dem hochdramatischen UEFA-Cup Spiel gegen Kolbotn trat der 1.FFC Frankfurt im heimischen Stadion zur zweiten DFB-Pokalrunde gegen die Mannschaft des FFC Brauweiler-Pulheim an. Diese aus Frankfurter Sicht glücklich ausgeloste Paarung, ließ eine weniger spannende Partie als noch in der Woche zuvor erwarten. Deshalb fanden wohl auch trotz herrlichem Sonnenschein bei spätsommerlichen Temperaturen relativ wenige Zuschauer den Weg an das Brentanobad. Die zuhause gebliebenen Frankfurter Fans können sich nun damit trösten, dass ihnen ausser einem Sonnenbad nicht viel entgangen ist. Die mitgereisten Anhänger aus Brauweiler dagegen, hatten auf der Heimreise trotz der Niederlage ein gutes Stück Zuversicht in Richtung Klassenerhalt im Gepäck. Frankfurt trat nicht ganz in Bestbesetzung an. Die rotgesperrte Birgit Prinz fehlte ebenso wie die dänische Nationalspielerin Louise Hansen. Im Tor war es heute die Aufgabe von Uschi Holl, die Null zu halten. ![]() Zweifache Torschütz Renate Lingor überwindet Anne Kathrin Lenz In den ersten Minuten staunte das Publikum nicht schlecht, stürmten die jungen Rheinländerinnen doch recht munter Richtung Hollsches Tor. In dieser frühen Phase mochte man nicht recht glauben dass der Meisterschaftsfavorit gegen einen Abstiegskandidaten spielt. Die erste Tormöglichkeit in der dritten Minute hatten aber die Gastgeber. Ein Schuss von Petra Wimbersky nach Vorlage von Sandra Smisek konnte zur Ecke abgewehrt werden. Weitere drei Minuten waren vergangen als Wimbersky alleine auf das Brauweiler Tor stürmt, aber den Ball verstolpert. Kurz darauf brachte Saskia Bartusiak den Ball zu Kerstin Garefrekes, die denselben knapp am Tor vorbei köpfte. Die gefährlicheren Angriffe der Frankfurterinnen zeigten dann in Minute 10, als Renate Lingor ihr Team mit 1:0 in Führung bringt, erste Früchte. Nachdem noch kurz später ein Weitschuss von Wimbersky knapp über die Latte ging, konnten sich die Gäste in Szene setzen. Nach einer kurz gespielten Ecke bringt Anne Katrin Lenz einen flachen Schuss ins lange Frankfurter Eck. Uschi Holl reagierte mit einem Sprung und kann den Ball noch am Pfosten vorbei lenken. Das Publikum quittierte die Szene mit einem deutlichen Raunen. Nach dieser ersten Viertelstunde verfestigte sich das Spielgeschehen mehr und mehr in der Hälfte der Gäste. Die Frankfurterinen dominierten das Spiel, konnten aber keine Tore erzielen. Torschüsse gingen am Gehäuse von Britta Trescher vorbei oder fanden in ihr ihren Meister. Oft versandeten die Angriffe des FFC Frankfurt durch Fehlpässe oder weil die Brauweilerinnen sich rechtzeitig in Position bringen konnten um Schüsse abzublocken. Einmal in Ballbesitz gekommen, dreschten die Gäste die Bälle oft einfach nur nach vorne, wo sie von der Frankfurter Viererkette, die sich meist an der Mittellinie aufhielt, wieder eingesammelt wurden. |
Typische Szene: Frankfurt stürmt, Brauweiler steht im Weg. Saskia Bartusiak (re.) und Oana Niculescu (li.) | |
Eine kleine Chance ergab sich für das Team um Stefanie Löhr in der 32.Minute, als Mariana Ciorba die weit herausgelaufene Uschi Holl mit ein Weitschuss überlisten wollte. Eine letzte Möglichkeit für Frankfurt mit einem besserem Ergebnis in die Pause zu gehen (Weitschuss von Renate Lingor) verstrich in der 42. Minute , als die Trescher den Ball über die Latte zur Ecke rettet. Die zweite Hälfte begann mit gleichem Bild. Frankfurt dominiert ohne verwertbare Tore, Brauweiler wehrt sich tapfer und antwortet ab und an mit weniger gefährlichen Vorstößen. So gelingt es Irmela Koch auf der rechten Seite tief in die Frankfurter Hälfte vorzudringen. Mangels mitgelaufener Kolleginnen muss sie selbst von aussen auf das Tor schiessen. Uschi Holl hatte keine Mühe den Ball zu fangen. Wenig später ein weiterer Angriff über Ciobra auf die junge Paula Balzer. Doch auch dieser Schuss war zu schwach, als dass der Ausgleich zu erwarten war. ![]() Zweikampf an der Mittelinie: Steffi Jones, die heute vor der Viererkette agierte, gegen Anne Kathrin Lenz Nach einer Stunde Spielzeit kam es nach einer Standardsituation zum erwartetem 2:0. Eine nach hinten ausgeführte Ecke auf Wimbersky, wird von ihr wieder nach vorne gespielt, wo Kerstin Garerekes aus kurzer Distanz den Ball über die Linie bringt. Zwei Minuten später erhöht Renate Lingor aus etwa 20 Metern mit einem Schuss in die linke obere Ecke. Bis kurz vor Schluss dann weiter wie zuvor. Frankfurt ist am Drücker und hat die Chancen, aber keine weiteren Tore. In der 82. Minute dann wieder ein Vorstoß von Brauweiler. Lena Fehrenbach spielt die nach vorne gelaufene Mariana Ciorba an. Ciorba scheint aber durch eine Verletzung am linken Oberschenkel gehandicapt und verstolpert den Ball. In den letzen fünf Minuten sorgt die eingewechselte Susanne Hartel für Furore. Erst präsentiert sie nach einer Flanke von Saskia Bartusiak einen akrobatischen Fallrückzieher der zwar das Tor verfehlt aber schön anzusehen war. Kurz darauf trifft sie weniger spektakulär, dafür effektiver mit dem Kopf zum 4:0. Ein letzter Schuss von Meike Weber in der Schlussminute ging knapp über das Tor. |
Brauweilers neuer Trainer Manuel Ortiz Gonzalez war anschließend mit der Leistung seiner Elf zufrieden. Er erwartet den Gegner zwar durch den UEFA-Cup geschwächt, aber dennoch sehr stark und begleitete sein gestecktes Ziel, das Spiel zu gewinnen, mit einem Augenzwinkern. ![]() Britta Trescher bot trotz vier Gegentreffern eine gute Leistung Dr. H.-J. Tritschoks war zwar über das Erreichen der 3.Hauptrunde zufrieden, ließ aber kein gutes Haar am dem Spiel seiner Mannschaft. Man habe sich zu langsam bewegt und die Räume schlecht genutzt. Die Spielerinnen empfielen sich mit ihren Leistungen selbst für weitere Einsätze. Hier seien noch intern Gespräche zu führen. Im weiteren Pokalwettbewerb ginge es für ihn nicht nur darum nach Berlin zu fahren, sondern er wolle "den Pott auch mit nach Hause nehmen". ![]() Stefanie Loehr bringt den Ball vor Petra Wimbersky in Sicherheit
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