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DFB-Pokal, ViertelfinaleZufriedene Gesichter1. FFC Frankfurt - SC Sand 9:0 (4:0) | ||
Text von Tom Schlimme17.12.2006 Alle strahlten, nachdem die gute Schiedsrichterin Marina Wozniak diese ungleiche Pokal-Begegnung zwischen dem Erstligaspitzenclub 1. FFC Frankfurt und dem Zehnten der Zweiten Bundesliga Süd, dem SC Sand, abgepfiffen hatte. Die Spielerinnen aus Frankfurt konnten sich über das Weiterkommen im Pokal und neun schöne Tore freuen, die Spielerinnen aus Sand darüber, dass sie überhaupt so weit im Pokal gekommen waren und vor für sie relativ großer Kulisse (480 Zuschauer) gegen den "großen" FFC Frankfurt im einstelligen Bereich geblieben waren.
Dabei war die Partie tatsächlich so einseitig, wie es das Ergebnis vermuten läßt. Sand kam zu keiner echten Torchance, Frankfurts Nationaltorhüterin Silke Rottenberg mußte einmal einen Ball halten, der aber genau auf ihr Eck gerichtet war und beschäftigte sich zweitweise vor allem mit Warmhalteübungen vor ihrem Strafraum.
Louise Hansen (links) im Zweikampf mit Jacqueline Renner Dabei spielte Frankfurt wieder einmal ohne viele Große: Renate Lingor und Pia Wunderlich fehlten verletzungsbedingt, Petra Wimbersky wegen leichter Krankheit, Steffi Jones aus privaten Gründen. Sandra Smisek wurde wegen Muskelproblemen in der zweiten Halbzeit geschont, und so durfte nach langer Zeit mal wieder Nachwuchstalent Jasmin Jannermann für 20 Minuten in der ersten Mannschaft ran, außerdem spielte Meike Weber von Anfang an, Nia Künzer und Anna Marciak die komplette zweite Halbzeit. ![]() Nach dem Spiel nahmen es die Spielerinnen von Sand locker, man hat schon betrübtere Verliererinnen gesehen Die Tore fielen dank der drückenden Frankfurter Überlegenheit wie reife Früchte, wobei noch etliche gute Gelegenheiten ausgelassen wurden. Es begann in der 13. Minute, als Saskia Bartusiak, die vorher zweimal etwas unglücklich vergeben hatte, sich links in den Strafraum spielte und zu Kerstin Garefrekes weitergab, die per Kopf vollenden konnte. Auch das zweite Tor bereitete Bartusiak von links vor, diesmal nahm Birgit Prinz ihre Flanke auf und traf aus kurzer Entfernung flach ins Eck. ![]() Birgit Prinz war wieder einmal an vielen Toren beteiligt. Hier zieht sie Desiree Schneider davon Sands Keeperin Susanne Becker hielt, was zu halten war, so konnte sie einen Schuss von Prinz ebenso abblocken wie den Nachschuss von Louise Hansen (23.), einen Kopfball von Prinz noch aus dem Eck fischen (28.), doch nach 33 Minuten stand es trotzdem 3:0 durch Bartusiak, die nach Vorarbeit von Prinz keine Mühe hatte. |
Kerstin Garefrekes ackerte wieder einmal unermüdlich und war mit vier Toren die erfolgreichste Torschützin des Spiels. Hier wird sie von Sabrina Dirks angegriffen | |
Die Entstehung des 3:0 durch Saskia Bartusiak: Birgit Prinz setzt sich rechts im Strafraum gegen Desiree Schneider (15) durch, gibt nach innen, Ina Karcher (4) und Jacqueline Renner verpassen, Bartusiak (nicht im Bild) donnert den Ball in den Winkel Kurz vor dem Pausenpfiff ließ dann Kerstin Garefrekes, wiederum nach Zuspiel von Prinz, das 4:0 folgen. Prinz machte dann nach der Pause gleich weiter, wo sie aufgehört hatte, und erzielte das 5:0 praktisch im Alleingang
Birgit Prinz zieht mit dem Ball am Fuß in den Strafraum, Sands Kapitänin Sandra Finck kann sie nicht entscheidend stören, Lena Forscht kommt auch zu spät, 5:0 für Frankfurt! Die Frankfurter Zuschauer konnten gut damit leben, dass es ausnahmsweise einmal in dieser Saison nicht spannend war, dafür waren die Tore einfach zu schön herausgespielt, so auch der in den folgenden Bilder gezeigte sechste Treffer:
Saskia Barusiak brasilianisch mit der Hacke zu Kerstin Garefrekes, die sucht sich das rechte untere Eck aus |
Das siebte Tor köpfte Garefrekes nach einer Ecke, das achte resultierte aus einem von Prinz herausgeholten und direkt verwandelten Freistoß, das neunte erzielte Meike Weber mit dem Kopf. ![]() Sands Keeperin Susi Becker, die übrigens vor vielen Jahren für den FFC-Frankfurt Vorgänger SG Praunheim in der ersten Liga spielte, stellt hier bei einem Eckball Katharina Braune an den ersten Pfosten. In der folgenden Pressekonferenz waren sich beide Trainer einig, dass der Sieg auch in dieser Höhe gerecht war. Sands Trainer Michael Hertwig äußerte zwar, als Fußballer mit einem so hohen Ergebnis nicht gut umgehen zu können, hatte sich aber realistischerweise vorher nichts ausgerechnet und konstatierte den Frankfurterinnen eine gute Leistung, mit der sie seinem Team auch im Versuch, das Ergebnis wenigstens in Grenzen zu halten, alles abverlangt hätten. Frankfurts Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks freute sich über die vielen schönen Tore zum Jahresabschluss, jetzt gälte es, die neunte Fahrt nach Berlin in Folge durch Überstehen des Halbfinales klar zu machen.
Meike Weber wurde mit einem schönen Tor für ihr wieder einmal gezeigtes Kämpferherz belohnt: Eine hohe Flanke von rechts köpft Kerstin Garefrekes (18), bedrängt von Katharina Braune (5) und Lena Forscht (12), vor das Tor, Weber (unteres Bild rechts) erwischt den Ball im Flug mit dem Kopf
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