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DFB-Pokal-AchtelfinaleSGS träumt von BerlinSG Schönebeck - TuS Köln rhh. 10:0 (5:0) | ||
Text und Bilder Heinz Günter Sporkel20.11.2006 Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Die SG Schönebeck ging im Achtelfinalspiel gegen den Zweitligisten TuS Köln rhh. als Favorit, aber vorsichtig in das Rennen. Am Ende verließ man mit einem unerwarteten 10:0 Sieg souverän als Sieger den Platz. An der Ardelhütte träumt man nun von einem glücklichen Pokallos und eventuell hat man leichte Chancen auf den Finaleinzug. Berlin wäre für das Team ein Traum. Es schüttete schon seit Stunden vor dem Spiel aus allen Kübeln. Der Platz litt unter dem Regenguss. Am Anstoßkreis bildete sich schon eine kleine Pfütze. Der Rasen war glitschig. Aber dennoch für die Verhältnisse ordentlich bespielbar. Lockere Atmosphäre bei der SGS vor dem Spiel. Die Zielsetzung war klar. Das Gästeteam aus Köln war auch sehr entspannt. In der Vorbereitung vor der Saison hatte man ein Spiel gegen die Heimmannschaft nur knapp verloren. Doch man wusste im Vorfeld, die Hürde war sehr hoch gesetzt. ![]() Die SGS mit Mandy Islacker im Angriff Marina Wozniak aus Herne pfiff das Spiel pünktlich an. Auch das Wetter hatte ein Einsehen und Petrus ließ es meist nur noch fieseln von Himmel. Von Beginn an machte die SGS Druck nach vorne. Mirja Kothe wurde nach ihrer Verletzung für das nächste Bundesligaspiel geschont. Linda Bresonik konnte spielen. Die Mittelfeldakteurin wurde im Rheine Spiel kurz vor Schluss angeschlagen ausgewechselt. Doch Linda hatte Glück und nur eine leichte Blessur. Jennifer Balkenhol und Janine Ganser meldeten sich auch gesund zurück. Die ersten Minuten konnte TuS Köln noch mithalten. Doch der Druck wurde immer höher. In der 9. Spielminute begann dann die Torflut. Steffi Schubert spielte Mandy Islacker den Ball in den freien Raum. Trocken und unhaltbar schob Islacker das Leder ins Tor. Theresa Heller versuchte Schwung ins Angriffspiel zu bringen. Ilona Demirtas konnte sich aber nicht durchsetzen gegen Carina Chojnacki. Die Abwehr der SG Schönebeck wirkte sattelfest, doch Charline Hartmann konnte in der 21. Spielminute mit einem Lupfer über Corinna Ernst das 2:0 markieren. Manuela Frettlöh hatte in der 26. Spielminute die Riesenmöglichkeit zum Anschlusstreffer. Sabrina Duhme unterschätzte den Ball, Theresa Heller war zur Stelle, spielte mit gutem Auge auf Frettlöh. Doch Monique Langpohl für Stefanie Löhr im Tor bei Essen hielt sicher. Dann Marlene Kowalik mit der schönsten Aktion des Tages. Auch wenn es kein Tor gab. In Lothar Emmerich Manier von der Seitenauslinie ein Schuss auf die Latte des Gegners. Eine Minute später eine Flanke von Karina Hellmann auf Melanie Hoffmann - Kopfball - 3:0. Aus der Entstehung heraus ein herrliches Tor. Mel Hoffmann auch in der 33. Spielminute zum 4:0 mit Beteiligung von Charline Hartmann. Marlene Kowalik dann in der 40. Spielminute mit dem 5:0 Halbzeitstand. 311 Zuschauer sahen eine sehr gut eingestellte Heimmannschaft. TuS Köln konnte nicht an die Qualität des Gegners herankommen, auch wenn man immer bemüht war, den Kampf aufzunehmen. |
Sabrina Duhme leitet hier einen Essener Angriff ein. Typisches Bild, Essen war meist im Vorwärtsgang gegen den Zweitligisten aus Köln | |
In der zweiten Halbzeit legte die SG Schönebeck weiter zu. Wer dachte, man würde einen Gang zurücklegen, der sollte sich getäuscht sehen. Katrin Lange kam für Linda Bresonik nach der Pause. Auch dieser Wechsel nahm nicht den Schwung aus dem Team. In der 54. Spielminute das 6:0 für die SGS. Stephanie Mpalaskas brachte das Leder nach einer Vorarbeit von Charline Hartmann im Tor unter. Vier Minuten später dann das 7:0 durch die eingewechselte Katrin Lange. In der 68. und 70. Spielminute machte dann wieder Charline Hartmann ihre Tore. Den Schlusspunkt setzte Mandy Islacker dann in der 73. Spielminute zum 10:0 für Essen. Schiedsrichterin Marina Wozniak pfiff die faire Begegnung pünktlich nach neunzig Minuten ab. ![]() Jubel bei Essen, Niedergeschlagenheit bei Köln, das gab es sechsmal zu sehen. Schiedsrichterin Marina Wozniak (ganz rechts), bläst zum nächsten Anstoß Die SG Schönebeck gewann das Spiel verdient. Man nutzte heute jede Unachtsamkeit des Gegners konsequent aus. Die Mädels von TuS Köln rrh. versuchten dagegenzuhalten. Doch der Mannschaft gelang heute nicht sehr viel. Köln wird sich nun mit dem nächsten Zweitliga Gegner FFC Frankfurt II beschäftigen und dort wird die Mannschaft sicherlich zur gewohnten Form auflaufen. Besonders die stabile Defensive des Zweitligaklubs wird sich dann wieder finden. Den Pokalauftritt sollte man schnell verdrängen. Essen spielt nächsten Samstag um 18 Uhr beim FCR Duisburg. Dort will man gegen den favorisierten Reviernachbarn alles geben und hat sich hoffentlich noch einige Törchen für dieses Spiel aufgehoben.
Georg Böhm (Trainer TuS Köln rhh.):
Ralf Agolli (Trainer SG Essen Schönebeck): |
steuert. Man hat nach dem 4:0 gesehen, dass die Gäste vollkommen überfordert waren. Was mich in der zweiten Halbzeit freute, obwohl ich die Linda Bresonik herausgenommen habe, dass wir weitergemacht haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit noch einmal fünf Tore nachgelegt. Es ist für mich wichtig, nie die Zügel schleifen zu lassen, dass wir bis zum Schluss aufdrehen. Wir haben zwei Spiele gemacht und 19 Tore geschossen, wir haben uns für Duisburg eingeschossen. Ich freue mich schon auf Samstag. Das wird eine heiße Partie. Ich bin der Meinung, das Spiel in Duisburg ist vollkommen offen. Mehr Selbstvertrauen als wir kann man im Moment gar nicht haben. Es ist bemerkenswert, mit welch einer Leichtigkeit wir die Tore erzielen. So etwas macht man, wenn man viel Selbstvertrauen hat. Mich freut, dass wir im Pokal im Viertelfinale stehen. Wenn man die Gegner dort sieht - so viele Erstligisten sind gar nicht mehr im Viertelfinale vertreten! Man hat wirklich eine Chance, nach Berlin zu kommen. ![]() Ein Bild von der Pressekonferenz nach den Spiel. Von links Kölns Trainer Georg Böhm, Essens Manager Willi Wissing und Essens Trainer Ralf Agolli
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